Bücher | Medien nach Erscheinungsdatum

Erhard Dietl, Gustav Gorky besucht den blauen Planeten

„Ich wohne auf dem Planeten Gorky am hinteren Ende der Milchstraße. Mein gorkyanischer Name ist Y3. Du als Erdling darfst mich Gustav Gorky nennen.“ (5)

Gustav Gorky ist Reporter der Planetenzeitung „Der Urknall“ auf dem Planeten Gorky, weit entfernt von der Erde im hinteren Ende unserer Galaxie. Der technische Fortschritt auf Gorky ist dem der Erde weit überlegen und so gehören Reisen bis in die hintersten Bereiche der Milchstraße für Gustav Gorky zum Arbeitsalltag.

Josef Steinbach, Tibor im Glück

Den besten Stoff für Literatur bietet allemal das Leben selbst und das verrückteste Glück lässt sich nur in der Literatur finden.

Josef Steinbach nimmt diese Extrem-Achsen der Literatur zum Anlass, um darin einen Fall von Glück zu installieren. Tibor im Glück wird als Vorspann in großen Lettern in das Buch gespiegelt, die Buchstaben ziehen einzeln vorbei, so dass man erst nach ein paar Seiten die Botschaft begreift: Tibor Katar widerfährt das Glück.

Carol Vorderman / Mike Goldsmith u.a., Biologie – Chemie - Physik für Eltern

„Naturwissenschaften haben unser Leben dramatisch verändert und werden es auch in Zukunft tun. Sie sind der Motor des Fortschritts und es ist daher enorm wichtig, Kinder für naturwissenschaftliche Fächer zu begeistern.“ (6)

Nachdem die technischen Errungenschaften, die sich aus dem Leben der Menschen der Gegenwart nicht mehr wegdenken lassen, ohne die Erkenntnisse in den Naturwissenschaften nicht möglich wären, gehören deren Grundlagen zu den wichtigsten Wissensgebieten heutigen Schulunterrichts. Eltern die ihren Kindern in der Schule helfen wollen, finden im Sachbuch „Biologie – Chemie – Physik“ eine verständliche und kompetente Einführung in die Naturwissenschaften, die das Fachwissen der Jahrgangsstufen 5 – 9 abdeckt.

Nicholas Shakespeare, Broken Hill

Wenn ein Ort richtig entlegen ist, fällt er mit einer Handbewegung aus Raum und Zeit. Broken Hill ist ein abgewirtschafteter Bergbau-Ort im tiefsten Australien. Mit der schrottreifen Eisenbahn ist es leichter über die Küste nach London zu gelangen als nach Sidney.

Nicholas Shakespeare siedelt die Geschichte vor genau hundert Jahren an. Broken Hill hat den Anschluss an die Welt verloren, aus den einst gewonnenen Erzen sind längst Waffen und Kugeln gegossen, Broken Hill befeuert gerade den Ersten Weltkrieg mit seinen früheren Exporten. Im Mittelpunkt der Geschichte steht fast kitschig ausformuliert Rosalind, die mit ihren gerade mal zwanzig Jahren den Heiratsmarkt ungemein mobilisiert. Es herrscht nämlich Frauenüberschuss, weil die Männer meist schon in den Minen verunglückt sind.

Annelie Johansson, Pflanz mal was! Vom Säen bis zum Ernten

„Was ist eigentlich ein Samen? Ein Samen ist der Anfang eines neuen Pflanzenlebens. Ob riesiger Baum oder kleine Ringelblume – beide werden aus einem Samen geboren. In der harten Schale des Samens ruht der Keimling. Dort liegt er geschützt und schläft.“ (5)

Für Kinder ist es eine aufregende Sache selbst Pflanzen zu setzen, Gemüse und Kräuter anzubauen und zu hegen und zu pflegen, was Wachsen zu verfolgen und am Ende voll Stolz die eigenen Lebensmittel zu ernten. Es gibt wohl wenige Orte, wo sie Kinder auf kleinstem Raum Natur so intensiv erfahren können, wie im Garten.

Marion Poschmann, Geliehene Landschaften

Auch wenn der Kapitalismus noch so sehr darauf pocht, dass man die Welt besitzen könne, Landschaften jedenfalls lassen sich nicht besitzen, sondern nur leihen. Damit gleichen sie unseren besten Büchern in den Bibliotheken, deren Inhalt man zwar besitzen kann, wenn man ihn gelesen hat, deren Korpus aber nur geliehen ist.

Marion Poschmann geht den Leihvorgang der Landschaften mit der gleichen Präzision an, mit der Bibliothekare ihre Schätze verwalten. Die „Lehrgedichte und Elegien“ sind in neun Kapitel mit je neun Gedichten unterteilt. Ganz den Gattungsbezeichnungen entsprechend sind die Gedichte didaktisch angelegt, indem etwa Gerätschaften, Sinneseindrücke oder das pure Ambiente neu definiert und in neuen Konstellationen vorgeführt werden, zum anderen sind alle Texte, die man nicht genau zuordnen kann, elegisch.

Maja Nielsen / Margot Käßmann, Martin Luther

„»Martin Luther lebte im Mittelalter und ging einen riesigen Schritt voran!«, sagt Margot Käßmann, die vom Rat der Evangelischen Kirche zum Reformationsjubiläum 2017 zur »Lutherbotschafterin« berufen wurde. »Aber wir können Luther nicht nur als makellosen Helden sehen. Das war er nicht. Er hatte auch Fehler.«“ (6)

1517, vor 500 Jahren, schlug der Augustiner-Mönch Martin Luther seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg und gab damit den Startschuss für die Reformation, eine religiöse Bewegung, die sich vom Allmachtanspruch der katholischen Kirche distanzierte und allein die Worte der Bibel als religiöse Autorität akzeptierte. In ihrer Biographie für Kinder geht Maja Nielsen dem Werdegang Martin Luthers von seinem Bekehrungserlebnis bis zu seinem Tod nach.

Simon Konttas, Das letzte Bild

Wenn man das letzte Bild von jemandem im Album hat, hat man dann sein ganzes Leben vor Augen?

Simon Konttas widmet sich in seiner Studie über eine empfindsame Männerseele dem sogenannten letzten Bild. Da es sich beim Protagonisten um einen nebenseitig tätigen Maler handelt, könnte es sich um dessen letztes Bild handeln. Andererseits geht der Held elendiglich zugrunde mit einem letzten Bild vor Augen. Und schließlich lässt sich rätseln, welches letzte Bild vom „Roman“ beim Leser haften bleibt.

Malcolm Croft, Alle Länder dieser Welt

„Es klingt fast unglaublich, aber mit diesem Buch hast du die ganze Welt in deinen Händen. Es ist deine Fahrkarte für eine Reise um den Planeten, durch jedes Land auf dieser Erde.“ (5)

Die aufregende Reise führt durch die verschiedensten Länder und Regionen der Erde, von den riesigen Wäldern Kanadas und Russlands über die Wüstengebiete dieser Welt bis hin zu den Ländern in den tropischen Regionen rund um den Äquator, von Europa, nach Asien, Afrika und von Amerika bis Australien.

Gerhard Jaschke, bis auf weiteres

Die Lyrik fließt nicht nur als feierliches Brimborium, als spitze Spreche oder abgeklärter Lesebucheintrag durchs Land, die wilde Lyrik ist oft unauffällig, selbstkritisch und politisch in ihrer Verweigerung des tagespolitischen Geplänkels.

Gerhard Jaschke arbeitet zäh und ungeniert auf den Sektoren lyrische Theorie, Schau-Literatur und Aushebelung falscher Konventionen. Sein lyrisches Ich quält sich an der Hinfälligkeit biologischer Körper und lyrischer Formen ab. Legendär ist seine unverwüstliche Zeitschrift FREIBORD, und auch seine Methode, fallweise die Lyrik als Bauchladen auszustellen und griffbereit zu halten, ist ein Fall gelungener Dokumentationskunst.

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