Bücher | Medien nach Erscheinungsdatum

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Martin Suter, Huber spannt aus

Buch-Cover

Irgendwie ticken sie nicht richtig, diese Business-Menschen. Unter einander haben sie ein undurchschaubares Regelwerk der Kommunikation installiert, nach außen hin fungieren sie abgeschottet und quasi nicht von dieser Welt.

Martin Suter veröffentlicht seit Jahren satirische Miniknigges aus dem Dschungel der Business-Welt, dabei blicken dynamische Akteure plötzlich gelähmt auf ihr eigenes "Wurstelwerk" von Nonsens, während die von der Wirtschaft bereits still gelegten Menschen schadenfroh nicken: "Na macht nur mal!"

Sibylle Mulot, Die Fabrikanten

Buch-Cover

Manchmal kann ein Stau im Geldfluss eine neue Sicht auf die Welt eröffnen.

In Sibylle Mulots Roman "Die Fabrikanten" ruft die Studentin Lis Kahn von Oslo aus zu Hause im Schwarzwald an, die Telefonmünze klemmt, das Gespräch mit der Mutter wird zeitlich unbegrenzt und es tut sich ein Abgrund auf. Die Familie ist bankrott, Lis muss sofort nach Hause fahren, das Studium abbrechen, Buchhändlerin werden und ihr Leben als Bürgschaft an die Bank verpfänden.

aut (Hrsg.), reprint ein lesebuch zu architektur und tirol

Buch-Cover„Reprint“ ist ein Lesebuch, in dem die Diskussion zur Architektur in Tirol anhand von zeitgenössischen Textes wieder erlebt werden kann.

Wenn das Thema auf den ersten Blick vielleicht ein wenig technisch und trocken erscheinen mag, erkennen wir nach einem weiteren Blick sehr rasch, wie sehr uns diese Diskussionen, die großteils bereits vor langer Zeit stattgefunden haben, auch heute noch betreffen. Ob wir wollen oder nicht: Architektur ist einfach unübersehbar und sticht ins Auge, manchmal angenehm, manchmal mehr als einem lieb ist.

Gerhard Strobl, Unbekannt verzogen

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Huch, das Postlerleben kann aufregend sein! Torsten Krulis macht auf den ersten Seiten des Romans zwar so öde Amtsauftritte in einem Paketpostamt, dass Gefahr besteht, die Leser könnten abspringen, aber wer es über diese Amtstätigkeit hinaus schafft, kriegt sein Abenteuer aus heiterem Himmel, wie es auch den Helden völlig unerwartet aus den Socken haut.

Lisa Mayer, Du allein beschenkst die Diebe

Buch-Cover

Krimis sollte man am Abend lesen, Lyrik am Morgen. Eine kleine Restwahrheit ist dran an dieser Leseempfehlung, schließlich gibt es für manche Tage nichts Aufbauenderes, als am Morgen ein paar Gedichte zu lesen.

Lisa Mayer hat in ihrem jüngsten Gedichtband sogar ein lyrisches Morgenentree geschaffen, worin helle, ermunternde Texte den Leser zu Optimismus einladen. Die Sonne beugt sich quasi vom Balkon ihres eigenen Firmamentes, bürstet das erste Licht des Tages, das Ich betritt den Tag durch eine Apfeltür, jemand pflückt gut gesonnen einen Fächer aus Vogelstimmen und die Welt liegt da in stiller Umarmung.

Markus Köhle, Brahmskoller

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Er heißt Brahms und sie heißt Koller, zusammen ergeben sie Brahmskoller, eine Geschichte in ein Wort verschweißt.

Markus Köhle erzählt in den vollen Bässen einer herkömmlichen Erzählhaltung und gleichzeitig in den Übertönen des Experiments. In der Praxis schaut das dann so aus, dass sich in der Grundgeschichte das Abenteuerliche, Gewöhnliche und überirdisch Triviale abspielt, und immer wieder fallen diese Textvorhänge ein und verschleiern das bisher Erzählte durch ein grell-geiles Muster einer Fundamentalimprovisation.

Jürgen Lagger, Öffnungen

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In Politik und öffentlichem Ansprachenverkehr gibt es kaum ein Wort, das so innig verwendet wird wie Öffnungen.

Ob es sich nun um Ostöffnungen, Öffnungen am Arbeitsmarkt oder kulturelle Öffnungen handelt, immer soll dieses Wort auch einen leichten Durchzug verströmen, als ob es selbst eben eine Öffnung entfahren wäre.

Wolfgang Tunner, Atemzüge

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"Am Ufer der Frosch / schaut Sonne / und springt.§ (34) Das ist ein sehr sympathischer Frosch, offensichtlich hat er in der Sonne das Programm eines miesen Fernsehkanals gesehen oder eine übergeschminktes Porträt und springt.

Nach seinem groß angelegten wissenschaftlichen Werk "Psychologie und Kunst vom Sehen zur sinnlichen Erkenntnis" vertraut Wolfgang Tunner in diesem Band der verdichteten Lyrikform, die Erkenntnisse sind quasi wie Strecknadeln auf die gigantische Pinwand der Sinnlichkeit gesteckt.

Günther Kaip, Nacht und Tag

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Tiraden können gesteigert werden! Vor gut sieben Jahren hat Günther Kaip unter dem Universal-Titel "Nacht und Tag" eine Grundtirade veröffentlicht.

Jetzt ist der Text mindestens doppelt so lang und doppelt so heftig. Graphisch hat außerdem Joseph Kühn anständig das Messer gewetzt, um Messerschnitte der archaischen Art zu inszenieren.

Zvi Jagendorf, Die fabelhaften Strudelbakers

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Manchmal ist der Beginn einer Geschichte so unglaublich, dass selbst die Figuren der Geschichte darüber den Kopf schütteln und sich fragen, ob es so etwas in der Literatur geben kann.

Im Roman von den fabelhaften Strudelbakers fährt ein Onkel des Protagonisten Wolfy als Toter mit der Straßenbahn durch Wien, es ist genau 1937 und ein Samstagabend. Die Reise des Toten ist symptomatisch für die Geschichte des Kontinents am Vorabend der Judenvernichtung durch die Nazis. Die Verwandten von Onkel Kalmann flüchten von Wien nach London und gelten dort als „Flichtlinge“, dieser spöttische Ausdruck sagt es genau, was sie erwartet: Unwillkommenheit! Man tut zwar verbal sehr human, in Wirklichkeit aber ist hier niemand willkommen.

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