Tiroler Gegenwartsliteratur

Hans Platzgumer, Der Elefantenfuß

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Es gibt Themen in den Ritzen der öffentlichen Welt, die sind allein schon beim Zitieren ein Stück Literatur. Tschernobyl, das Desaster im Dreieck Russland, Weißrussland und Ukraine aus dem Jahre 1986, ist so ein literarisches Weltereignis, worin Tod, Sinn, Exklusivität, Skurrilität, Romantik und Zeitlosigkeit mit einem einzigen Wort zusammengefasst werden können.

Joseph Zoderer, Die Farben der Grausamkeit

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Häuslbauen kann ihre Psyche zerstören! - Diese frustrierende Warnung alter Immobilien-Haudegen in den Alpen kreist wie ein Geier über der Seele des Helden, der durch die poetische Banalität der Zeit hindurch muss, um sich letztlich selbst zu finden.

Harald Hofer, Die Tränen Gottes

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In der Literatur wird üblicherweise das höchst Wahrscheinliche durch diverse Formen der Erzähltechnik fiktional wahrscheinlich gemacht, bei der Fiktion handelt es sich um eine heftige Form der Realität.

Daniel Suckert, Kommissar Prohaska - Weltstadt Innsbruck

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Das Perverse an alpinen Figuren besteht meist darin, dass sie äußerlich durchaus internationales Format verströmen, sobald sie aber den Mund aufmachen Geröllmassen von unverständlicher Semantik ausspucken. Ähnlich verhält es sich mit der ?Weltstadt Innsbruck, hinter einer Fassade von Tourismus-Business spielen sich erschütternde Provinzszenen ab.

Judith W. Taschler, Sommer wie Winter

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Oft sind Geschichten so kompliziert, dass sie die handelnden Personen erst nach Jahrzehnten begreifen.

Martin Kolozs, Die Geschichte geht weiter

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Vielleicht die wichtigste Frage auf dieser Welt lautet: ?Wie geht es weiter? -  Liebespaare stellen sich diese Harte-Nuss-Frage genauso wie besorgte Eltern, die Raumfahrt oder regionale Agrarpolitiker. Aber niemand weiß eine rechte Antwort darauf. Die einzigen, die wirklich etwas Passables dazu zu sagen haben, sind die Dichter.

Hans Perting, Gläserner Hofnarr

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In einem Glas sitzt der Dichter, leicht durchgeschüttelt wie der Wein vor einer Verkostung, man kann noch nichts über den Geschmack sagen, der flüssige Dichter jedenfalls schaut besinnlich hoffnungsvoll aus dem Glas.

Gert Müller, Wie Sand im Licht des Mondes

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Kulturelle Botschaften gehen oft geheimnisvolle Wege. So lebt einer der besten Kenner des Nomaden-Volkes der Tuareg in Innsbruck.

Günther Loewit, Der ohnmächtige Arzt

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Wenn jemand ohnmächtig wird, wird der Arzt gerufen. Wie aber nun, wenn der Arzt selbst ohnmächtig ist?

Herbert Rosendorfer, Neue Lieder, schlichte Weisen

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Oft erreichen überladene Dinge ihre Leichtigkeit erst durch präzise Verhöhnung. Lyrik gilt oft trotz der Seltenheit der darin vorkommenden Wörter als sehr schwere Kost, die sogar Depressionen auslösen kann.

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