Lesekultur

Innsbruck liest 2017

Bereits zum vierzehnten Mal wird im Lesemonat April das traditionelle Literaturprojekt der Stadt Innsbruck „Innsbruck liest“ durchgeführt. Ab 27. April wird das diesjährige „Innsbruck-liest-Buch“ „Traurige Freiheit“, der Tiroler Autorin Friederike Gösweiner an verschiedenen Plätzen in Innsbruck als Gratis-Buch aufliegen.

Ziel des Literaturprojekts „Innsbruck liest“, das seit 2004 alljährlich durchgeführt wird, ist es, Literatur ins Gespräch zu bringen und Menschen aus unterschiedlichen Bildungsschichten und Altersstufen zum Lesen zu bringen. Dazu werden auch dieses Jahr wieder 10.000 „Innsbruck-liest-Bücher – finanziert durch Sponsoren – an die Innsbruckerinnen und Innsbrucker verschenkt.

Lesemonat April - Welttag des Buches

Der April ist in Österreich traditionell der Lesemonat des Jahres, der mit zahlreichen Veranstaltungen und Leseaktionen gefeiert wird. In diesem Jahr jährt sich der Todestag der beiden Patrone des Welttags des Buches, William Shakespeare und Miguel de Cervantes, am 23. April zum 401. mal.

Lesemonat April 2017

Bereits zum dreizehnten mal findet die Aktion Lesemonat April statt, die auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft Welttag des Buches im Jahr 2004 ins Leben gerufen wurde. Der April mit dem Andersen Tag für die Kinder- und Jugendliteratur am 2. April und dem Welttag des Buches am 23. April wurde damit zum Monat des Lesens gekürt.

„Innsbrucker Bibliotheken kennenlernen und entdecken“

2017 präsentieren sich die dreizehn städtischen Bibliotheken wieder unter dem Motto „Innsbrucker Bibliotheken kennenlernen und entdecken“. Geboten wird eine buntes und sehenswertes Kultur- und Unterhaltungsangebot für alle Altersgruppen, das von der Literaturlesungen für Erwachsene mit hochkarätigen Autorinnen und Autoren bis zum lustigen Kasperltheater für die Jüngsten reicht.

Mit dieser jährlichen Aktion machen die Innsbrucker Bibliotheken auf ihren wichtigen Beitrag für die Bildung und soziale Integration in der Innsbrucker Gesellschaft aufmerksam. Büchereien sind aber auch ein Ort der Begegnung und Kulturzentren in denen Leseförderung und Kulturvermittlung im Mittelpunkt stehen. Das Medienangebot reicht von Büchern, Zeitschriften, Hörbüchern, Spielen, digitalen Medien bis hin zu Literaturverfilmungen auf DVD’s.

Der Österreichische Rahmenleseplan

Der Österreichische Rahmenleseplan, kurz ÖRLP, ist ein überinstitutioneller Vernetzungs- und Entwicklungsplan, welcher Ziele und Wege einer adäquaten Leseförderung sämtlicher Altersklassen und Bildungsschichten in Österreich aufzeigt. 

An der Erstellung des ÖRLP waren insgesamt 123 Expertinnen und Experten beteiligt, 52 davon in den thematisch strukturierten Arbeitsgruppen. Der Österreichische Rahmenleseplan will ein bedeutsamer Baustein für die Entwicklung der Leseförderung in Österreich sein. Unabhängig von den vielfältigen Zuständigkeiten richtet sich das Expert/innen-Papier erstmals an die Gesamtheit der österreichischen Vertreterinnen und Vertreter im Bildungsbereich Lesen, da ein gemeinsamer und verbindlicher „nationaler Plan“ allen Akteuren helfen soll, zu erkennen, wo anzusetzen und worauf abzuzielen ist. Die Erstellung dieses Leseplanes möchte den bisher nicht durchgehend strukturierten Umgang mit dem Thema Lesen zugunsten einer der Komplexität des Themas angemessenen Sichtweise überwinden.

1. Tiroler Vorlesetag: ganz Tirol im Zeichen des Vorlesens

Am 10. November 2016 steht ganz Tirol im Zeichen des „Vorlesens“. Vom Vormittag bis in die Abendstunden und in allen Tiroler Bezirken wird Kindern und Erwachsenen in Kindergärten, Schulen, Öffentlichen Büchereien, Seniorenheimen und an anderen Orten vorgelesen werden. Als Vorleserinnen und Vorleser haben sich zahlreiche bekannte Tiroler Persönlichkeiten aus der Politik, der Literatur und dem Medienbereich zur Verfügung gestellt. Ziel ist es, auch in Zeiten von SMS, Facebook und Twitter, den erzählten Geschichten und dem Buch die ihnen gebührende Aufmerksamkeit zu schenken.

Der Tiroler Vorlesetag ist eine gemeinsame Aktion des Landes Tirol, des Tiroler Buchhandels und der Tiroler Medien und ebenso breit wie die Organisation erscheint auch das Zielpublikum. Vom Kindergartenkind bis zum Senioren sollen alle Altersstufen angesprochen werden und die Veranstaltung nicht nur ein literarisches Vergnügen sondern auch eine soziale Begegnung sein.

„Österreich liest. Treffpunkt Bibliothek“

Die große Veranstaltungsreihe der österreichischen Bibliotheken „Österreich liest. Treffpunkt Bibliothek“ findet diesen Herbst bereits zum elften Mal statt. Die überaus erfolgreiche Werbekampagne der Öffentlichen Bibliotheken wirbt auch heuer wieder mit zahlreichen Literatur- und Büchereiveranstaltungen für das Lesen und stellt die umfangreichen Angebote moderner Büchereien vor.

Die Angebote an Veranstaltungen der vergangenen zehn Jahre können sich sehen lassen und haben eine große Anzahl an Besucherinnen und Besuchern von Alt bis Jung in die Öffentlichen Büchereien gebracht, darunter auch Viele, die selbst keine Mitglieder der örtlichen Öffentlichen Bibliotheken sind. Neben Lesungen und zahlreichen Veranstaltungen speziell für Kinder jeglichen Alters gab es auch Kriminächten, Märchennachmittagen, Poetry Slams, Literaturcafes und viele andere kulturelle Angebote zu genießen.

Ganz Ohr – Ausbildungsprojekt für Vorlese-PatInnen

Welche wichtige Rolle frühes Vorlesen und erste Kontakte zur Literatur bereits in frühester Kindheit für die Entwicklung der Sprach- und Lesekompetenz bei Kindern spielt, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Um allen Kindern aber auch Menschen, die selbst nicht mehr lesen können, das wertvolle Erlebnis des Vorlesens zu eröffnen, wurde das Amt der Lese-PatInnen entwickelt, die in öffentlichen Einrichtungen anderen Menschen vorlesen und gemeinsam lesen.

Die Aktion „Ganz Ohr“ bildet in drei Lehrgängen interessierte Frauen und Männer die Lust und Freude haben anderen vorzulesen zu Lese-PatInnen aus. Dabei können verschiedene Techniken und Methoden erlernt werden, um für unterschiedliche Gruppen erlebnisorientiert und unterhaltsam vorzulesen. Dazu gehört neben Grundkenntnissen für die richtige Auswahl der Literatur für unterschiedliche Zielgruppen und Altersstufen auch Übungen für einen sicheren Umgangs mit der eigenen Sprache und Stimme.

NutzerInnen und Bestand verdoppelt - „Onleihe“ will Jugend für sich gewinnen

Auf Initiative von LRin Beate Palfrader startete im Juli 2015 das Projekt „E-Book Tirol“ des Landes und der Universitäts- und Landesbibliothek (ULB). Mit 30 teilnehmenden Büchereien und rund 2.000 Medien nahm die „Onleihe“ Fahrt auf. Ein Jahr später sind es bereits 85 Büchereien.

Der Bestand an eBooks, ePapers, eAudios, eMusic und eVideos ist auf knapp 5.000 angewachsen. Auch die Zahl der NutzerInnen hat sich in diesem Zeitraum verdoppelt. „Ich freue mich sehr, dass die ‚Onleihe‘ so gut angenommen wird. Ziel ist es jetzt, verstärkt die Jugend für dieses Projekt zu gewinnen“, betont LRin Palfrader.

BookMooch: Tauschbörse mit gebrauchten Büchern

Unter dem Motto Verleihen Sie Ihren Büchern Flügel startete vor knapp einem Jahr in Amerika die Buchtauschbörse BookMooch, wo gebrauchte Bücher getauscht werden können. Mittlerweile stehen auch mehr als 5.400 deutschsprachige Titel zur Wahl.

Wie Bookcrossing stammt auch die Idee für BookMooch aus Amerika. Entwickelt wurde die Buchtauschbörse, die automatisiert und online funktioniert, von John Buckman. In einem Interview blickt er auf das Grundmotiv für die Einrichtung seiner Buchtauschbörse zurück:

Literatur – Lesestoff für Leseanfänger

Lesen und Lesekompetenz sind seit den großen länderübergreifenden Bildungsstudien mit ihren exotischen Namen wie PISA, PIRLS oder IGLU Teil einer breiten öffentlichen Bildungsdiskussion, die vor allem die schulische Bildung betrifft. Aber auch die Kinderbuchverlage haben in den letzten Jahren die Erstleser, Leseanfänger und schwachen Leser als Zielgruppe für sich entdeckt und speziell für diese Bücher veröffentlicht.

Die „Literatur für Erstleser“ zeichnet sich vor allem durch eine bewusste Verwendung von Satzbau und Wortschatz, die sich an der unterschiedlichen Lesekompetenz von Kindern orientiert. Erklärtes Ziel ist es, auch schwachen junge Leserinnen und Lesern die Lust und Freude am Lesen zu vermitteln, indem ihnen eine passende Lektüre angeboten wird. Wesentlich dazu ist eine breite Palette an Themen und Inhalten, die sich weniger an traditionellen, literarischen und pädagogischen Werten und Inhalten orientieren als an den Interessen der Kinder selbst.

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