Alexia Zöggeler, Die gute Landkräuterküche

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Kräuter gelten als magische Wunderstoffe und als Lebens-Elixiere schlechthin. In der Literatur treten sie immer dann auf, wenn die Fiktion in die Realität umschlägt und die Schwerkraft in Luftigkeit. Drogenfahnder misstrauen Kräutern generell, weil ihre Anwender den Fahndern immer einen Schritt voraus sind. Vor allem ist die Zahl der Kräuter unendlich. Und in der Küche werden Kräuter als flächendeckender Trüffel eingesetzt, alles, was mit ihnen in Berührung kommt, gilt als veredelt.

„Die gute Landkräuterküche“ strotzt schon im Titel vor lauter ermunternden Begriffen, am liebsten würde man einzeln ins Land zu den Kräutern und in die Küche reisen. Vor allem wenn das alles von Alexia Zöggeler betreut wird, die sich augenzwinkernd Kräuterpädagogin nennt, die stets von einer Riesenschar an Kräutern umgeben ist.

Auch im Buch ist die Autorin nicht allein und hat sich in Gestalt von Einmaleins, Glossar und Rezeptregister nützliche Helfer eingeladen.

Im Einmaleins geht es mit Grundfragen den Kräutern an die Substanz, was, wo, wie viel? Und in der Folge: Wie sammeln, wie einfrieren, wie trocknen, wie entsaften, wie lagern wie dekorieren? Die Kräuter selbst sind dann alphabetisch aufgeführt.

Zwischen Beifuß und Zitronenmelisse sind floristische Kreationen aufgezählt, von denen man vielleicht nur aus der Lyrik gehört hat, Guter Heinrich, Giersch oder Vogelmiere etwa. Neben dem stilgerechten Piktogramm der Pflanze sind ihr deutscher Name, die lateinische Fachbezeichnung und wie für einen Reisepass die Grundgeschmacksrichtung des Inhabers aufgeführt.

Und dann kommen die Gerichte, die Speise-Kreationen und hochdekorierten kulinarischen Kostbarkeiten.

Da wimmelt es nur so von Wildkräuter-Muffins, Wildbeeren-Würfeln und Wildgemüse mit Nusskruste. Das Angebot ist schier unendlich, zur gleichen Zeit aufgestellt würde es wohl jeden irdischen Buffet-Tisch sprengen. Dabei sind die Zutaten heimisch-exotisch aus der Region, aber eben nicht in Reichweite der Hauptverkehrsadern. Mit diesen exquisiten Speisen isst man sich quasi patriotisch bis in den letzten Winkel der Heimat hinein.

In die fertig zur Schau gestellten Menüs sind die wichtigsten Tätigkeiten für ein gelungenes Kräuterleben eingeflochten. Richtig kandieren, sammeln und einwecken, kneten und ruhen lassen, lauter Begriffe, bei denen die Hände schon zu arbeiten anfangen, während der Kopf noch die wichtigsten Tipps zusammen liest.
Ein kleines Glossar erklärt für Benützerinnen außerhalb des heimischen Kräuterbogens Wörter wie Germ, Marbelen, Stanizel oder Tschotte.

Im Rezept-Register geht es dann noch einmal um Lust, Vorfreude und Abenteuer, denn alles was sich zwischen Anis und Zwetschgen geschmacklich vorstellen lässt, lässt sich mit diesem Buch auch zur Vollendung führen.

Die gute Landkräuterküche entpuppt sich als Abenteuer durch das eigene Land, voller Optimismus, Zuversicht und mit einem grandiosen Ausblick auf entlegene Schätze in Reichweite.

Alexia Zöggeler, Die gute Landkräuterküche. Mit natürlichen Aromen einfach unwiderstehlich kochen und backen, Rezepte mit heimischen Kräutern aus Garten und Topf, Wald und Wiese, mit Fotografien von Alice Hönigschmid
Innsbruck: Löwenzahn Verlag 2016, 192 Seiten, 19,90 €, ISBN 978-3-7066-2588-3

 

Weiterführende Links:
Löwenzahn Verlag: Alexia Zöggeler, Die gute Landkräuterküche
Homepage: Landkräuter

 

Helmuth Schönauer, 26-04-2016

Bibliographie
AutorIn: 
Alexia Zöggeler
Buchlangtitel: 
Die gute Landkräuterküche. Mit natürlichen Aromen einfach unwiderstehlich kochen und backen, Rezepte mit heimischen Kräutern aus Garten und Topf, Wald und Wiese
Illustration: 
Alice Hönigschmid
Erscheinungsort: 
Innsbruck
Verlag: 
Löwenzahn Verlag
Seitenzahl: 
192
Preis in EUR: 
19,90
ISBN: 
978-3-7066-2588-3
Kurzbiographie AutorIn: 

Alexia Zöggeler ist Kräuterpädagogin und lebt in Vöran.

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