Henrik Hitzbleck, Klappe, Cut, Hurra

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„Ehrlich gesagt, sieht so ein Drehbuch ziemlich langweilig aus. Ein dicker Packen Papier, abgeheftet in einem stinknormalen DIN-A4-Schnellhefter. Keine Fotos, keine Bilder und keine Farbe. Bloß Text. Wie ein normales Buch auch, erzählt ein Drehbuch eine Geschichte.“ (10)

Amra hat Glück, als ihr Onkel Feridun sie einlädt, in Berlin bei den Dreharbeiten zum Film „Shivas Bruder“ dabei zu sein. Sie soll der Kostümbildnerin Anna als Praktikantin zur Seite stehen. Sie lernt eine Menge interessanter Leute kennen, die hinter der Kamera stehen und erhält tiefe Einblicke in das Filmemachen. Für Amra geht damit ein Traum in Erfüllung, doch gestaltet sich die Arbeit nicht so einfach und problemlos, wie sie sich erwartet hat.

Gleich zu Beginn erhält Amra eine Liste von Frau Meierhenrich, der Produktionsleiterin, mit „Regeln für Amras Verhalten am Set“, die sie unbedingt einhalten muss, wenn sie nicht vom Set fliegen will. Als erstes nimmt Amra mit Anna das Drehbuch genauer unter die Lupe, mit seinem Deckblatt, der Storyline, dem Personenverzeichnis, den Szenen und dem Drehplan.

Von ihrem Onkel Feridun erfährt Amra wichtige Begriffe wie „Anschlüsse und Anschlussfehler“ und welche Abteilunge aller am „Filmstab“ beteiligt sind, angefangen von der Produktion, über die Regie, Kamera, Kostüm bis zum Ton. Nachdem die Drehorte, Motive und die einzelnen Drehtage festgelegt sind, startet der erste Drehtag im Haus der Familie Barstadt in Berlin-Köpenick, wo vier Tage lang gefilmt werden soll. Von Anna erfährt Amra, wie die Arbeiten nun vor sich gehen werden und wer am Set für was zuständig ist.

Amra zeigt sich vom hektischen und eigenwilligen Umgangston am Set ein wenig genervt und muss sich so manche Unfreundlichkeit gefallen lassen. Als sie sich versehentlich auf den Regiestuhl und danach auf einen Stuhl für Schauspieler setzt, bekommt sie sofort eine strenge Zurechtweisung. Auf der anderen Seite gibt es den gut aussehenden Julian, den Jungstar den Amra nur allzu gern beeindrucken möchte.

„Klappe, Cut, Hurra“ ist eine überaus gelungene Verbindung zwischen Unterhaltung und Information. Die jungen Leserinnen und Leser machen gemeinsam mit der Heldin ihre ersten Erfahrungen bei einer Filmproduktion. Dabei wird der Alltag und Umgang am Set ebenso realistisch geschildert, wie die einzelnen Aufgaben der beteiligten Personen und die Bedeutung der verschiedenen Fachausdrücke aus der Filmsprache.

Ein überaus empfehlenswertes Kinderbuch, in dem das Gefühl vermittelt wird, hautnah am Geschehen dabei zu sein. Verpackt in einer spannenden Geschichte lernen die jungen Leserinnen und Leser gemeinsam mit der Heldin von A – Z wie ein Film entsteht, von den ersten Vorbereitungen bis zum letzten Drehtag. Als kleine Zugabe gibt es am Ende des Buches noch ein leckeres Sushi-Rezept zum Selbermachen.

Henrik Hitzbleck, Klappe, Cut, Hurra. Aufregende Drehtage in Berlin, ill. v. Kerstin Wacker, ab 10 Jahren
Berlin: Wacker und Freunde Verlag 2017, 144 Seiten, 17,50 €, ISBN 978-3-00-057198-5

 

Weiterführender Link:
Wacker und Freunde Verlag: Henrik Hitzbleck, Klappe, Cut, Hurra

 

Andreas Markt-Huter, 26-04-2018

Bibliographie
AutorIn: 
Henrik Hitzbleck
Buchlangtitel: 
Klappe, Cut, Hurra. Aufregende Drehtage in Berlin
Illustration: 
Kerstin Wacker
Altersangabe Verlag: 
10
Zielgruppe: 
Kinder
Erscheinungsort: 
Berlin
Verlag: 
Wacker und Freunde Verlag
Seitenzahl: 
144
Preis in EUR: 
17,50
ISBN: 
978-3-00-057198-5
Kurzbiographie AutorIn: 

Kerstin Wacker arbeitete als Illustratorin für zahlreiche, nationale und internationale Agenturen und Verlage, bis sie ihren eigenen Verlag gründete. Nach langjährigen Aufenthalten in Hong Kong, Paris und Istanbul arbeitet und wohnt sie nun in Berlin.

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