Willkommen auf LESEN IN TIROL

gerald pusch, schwarzer schneeWegen der schwarzen Milch des Paul Celan durfte das Wort „schwarz“ in der Literatur eine Zeitlang nur im Zusammenhang mit dem Holocaust verwendet werden. Ein paar Generationen später darf man jetzt wieder schwarzer Schnee sagen, wenn der Schnee schwarz ist.

Gerald Pusch erzählt von einem Mathematikstudenten in Linz, der während des Wintersemesters in ein schwarzes Loch fällt und nicht mehr herauskommt. Dabei beginnt der Roman wie eine österreichische Idylle, der Ich-Erzähler kommt nach ein paar Schaltvorgängen im Hirn aus dem nächtlichen Traummodus heraus und begibt sich zur Couch, wo sich eine nette Sitzmulde gebildet hat. Heute ist ein guter Tag, denn der Lieblingssender wird bis zu zwölf Stunden am Stück Schirennen übertragen.

titelbild_kinder- und jugendbücherSeit wann werden im deutschsprachigen Raum eigentlich Bücher für Kinder und Jugendliche geschrieben und welche Ziele wurden mit diesem neuen Genre des literarischen Schaffens verfolgt?

Am Anfang der Kinder- und Jugendliteratur in der Neuzeit steht die Pädagogik. Schon in den mittelalterlichen Klöstern haben Kinder und Jugendliche durch abschreiben von Texten das Schreiben gelernt. Dabei hat es sich meist um lateinische, religiöse Texte gehandelt, also nicht spezifisch für Kinder und Jugendliche angefertigte Schriften.