Wolfgang Kauer, Funken regen
Prosa-Journale sind Zusammenstellungen von Texten unterschiedlicher Fiktions-Stufen. Suggestionen höchster Realität, imaginative Essays und protokollierte Analysen verlaufen dabei wie diverse Farben auf der Skala eines Teststreifens ineinander und geben eine aufschlussreiche Ersteinschätzung des untersuchten Weltausschnitts wieder.
Wolfgang Kauer nennt seine Bücher oft nach Farb- und Lichtzuständen, so heißt ein Band etwa "Azur-Fenster", ein anderer "Magenta Verde" und das aktuelle Journal ist mit "Funken regen" überschrieben. In einem programmatischen Aufsatz hat der Autor seine Kompositionsart vorgestellt mit der Produktinformation: ?Wie bei Benützung des Internet-Explorers fächern sich innerhalb eines übergeordneten Themas unterschiedliche Informationsfenster auf, mit deren Zusammenführung gespielt wird, in Schnitten, Überblendungen, Fade-Ins und Fade-Outs.






Schelmisch verkürzt könnte man sagen, die Alpen bestehen aus einem Gebirge, das in die Höhe ragt, und einem Mythos, der in die Tiefe geht. Hans und Barbara Haid kümmern sich vor allem um den Mythos mit seinem Drum und Dran.
Selten wird ein Autor dafür in der Literaturgeschichte berühmt, wofür er sich hält. Meistens wird ein scheinbar unbedeutendes Werk als das wichtigste eingestuft, oft geht auch ein unbewusster Sager in die Unsterblichkeit ein, manchmal auch ein biographisches Detail.
Wohl selten wird eine Unterrichtsform in der Theorie so gelobt, wie in der Praxis vernachlässigt wie die Gruppenarbeit im Schulunterricht.