Herbert Kohl / Hartmann Wunderer, Von der Quelle zum Tafelbild III

Tafelbilder sind trotz neuer Medien auch heute noch ein wichtiger Bestandteil des Schulunterrichts. Im Geschichtsunterricht lassen sich damit mit einfachen Mitteln wesentliche Zusammenhänge darstellen.
Vielleicht liegt der heute noch bestehende Charme von Tafelbildern darin, dass sie unmittelbar vor den Augen der Betrachter entstehen und vielschichtige Sachverhalte und Ereignisse als vereinfachte, nachvollziehbare Bilder dargestellt werden.



Viele verbinden mit Geschichtsunterricht das lernen und abfragen von Daten, Ereignissen rund um große historische Persönlichkeiten oder mächtige Staaten. Aber das muss nicht so sein und soll auch nicht so sein.
Wenn in Österreich ein Buch über die rechte Gefahr in Osteuropa erscheint, so sollte man sich vor der Lektüre in Erinnerung rufen, dass Österreich als bisher einziges Land von der EU mit Sanktionen bedacht worden ist, weil die rechte Gefahr offensichtlich Regierungssitze erklommen hatte.
Oft gibt es Lehrbücher zu ziemlich banalen Themen, und dann fehlen wieder für wichtige Entscheidungen die entsprechenden Unterlagen. Politik und Peripherie ist eine frische Einführung in den Stoff der Politikwissenschaft, das Besondere dabei ist, dass das Zentrum der Beobachtung in Frage gestellt und neu definiert wird.
Die Vergangenheit schüttet oft in milder Weise halbe Sätze zu, so dass in der Erinnerung bloß noch die skurrilen Teile vom Gesagten oder Erlebten in die Zone der Wahrnehmung ragen.
Oft muss man ein paar Schritte zurückgehen, um einen frischen Blick auf einen Gegenstand zu entwickeln.