Nikolaus9331347f21e3ddb1a68920379caf9b1dbaf346a0-00-00.jpeg"Nikolaus dreht sich um, legt einen Finger auf seine Lippen und lächelt. Dann verschwindet er in der Dunkelheit, den prallgefüllten Beutel auf dem Rücken. Er hat noch was zu erledigen..." 

Lesetechnik.PNGDie frühzeitige Identifikation des Leselernstandes von Schülerinnen und Schülern durch die Klassenlehrperson ist zentral für die individuelle Verbesserung der Leseleistungen jedes einzelnen Kindes. Gerade für Schülerinnen und Schüler, die das Lesen von Beginn an vor eine Herausforderung stellt, ist eine ehestmögliche und zielgerichtete Förderung hinsichtlich der Leseleistungen über die gesamte Schullaufbahn hinweg unabdingbar. Förderdiagnostik dazu sollte bereits in der Mitte der 1. Schulstufe ansetzen (Handreichung des BMUKK: Der schulische Umgang mit der Lese-Rechtschreib-Schwäche, 2019).

 

Als eine von Beginn des Erstleseunterrichts bedeutsame Komponente hat sich eine systematische Instruktion in die Buchstabe-Laut-Beziehungen als besonders wirksam erwiesen – Befunde zeigen, dass dies den Kindern das Lesenlernen gerade zu Beginn deutlich erleichtert (Klicpera et al., 2007). Da die Variabilität der Leseleitung innerhalb einer Klasse sehr hoch ist – Landerl und Wimmer (2008) berichteten für eine Zufallsstichprobe von 115 Erstklasslern am Ende des Schuljahres von nur 19 Silben pro Minute bis zu 175 Silben pro Minute – ist die Herausforderung im Erstleseunterricht, dieser großen Bandbreite durch personalisierte Lernangebote gerecht zu werden. Gerade bis Mitte der 2. Klasse sollte ein zentrales Augenmerk auf die Lesetechnik, als Voraussetzung für flüssiges und sinnerfassendes Lesen gelegt werden; ein Fokus auf die Lesegeschwindigkeit wird für die 2. Hälfte der 2. Klasse und auch für die 3. Klasse empfohlen (Klicpera et al., 2007).

Lernumfeldbedingungen.PNGÜber alle Schulstufen hinweg dürfen „Lernumfeldbedingungen“ keinesfalls vernachlässigt werden, da der sozioökonomische Hintergrund, spezifische Lebensbedingungen und Interaktionen in Familien einen nachhaltigen Einfluss auf das Lernen allgemein von Schülerinnen und Schülern haben. Diesen Einfluss können wir tagtäglich in unseren Klassen erleben.

20 % der Schülerinnen und Schülern am Ende der Volksschule und 28 % der 15/16-jährigen Schulabgänger beherrschen maximal Basiskompetenzen des Lesens bzw. sind nicht in der Lage, sinnerfassend zu lesen (Vogtenhuber et al., 2012).

euu782021.PNGIn den kommenden Jahren (ab 2023/24) wird für den Sachunterricht an der Volksschule sukzessive ein neuer Lehrplan Geltung erlangen. Die Neuausrichtung des Sachunterrichts kann als Paradigmenwechsel betrachtet werden.

Das aktuelle Heft 7-8/2021 von Erziehung & Unterricht, herausgegeben von MinR Mag. Augustin Kern, trägt den Titel "Paradigmenwechsel im Sachunterricht der Primarstufe" und beschäftigt sich eingehend mit der Thematik. Die Koordinator*innen des Schwerpunkts sind gleichzeitig Autor*innen des neuen Lehrplans. Dieser soll eine Grundlage für den Wandel vom lehrstofforientierten zum kompetenzorientierten Unterricht darstellen und legt den Fokus auf fächerübergreifende Themen.

Haarschnitt gegen Vorlesen – der „magische Frisör“ Danny Beuerbach besuchte Innsbruck

6.JPG(Innsbruck, 10.9.2021) Am vergangenen Samstag machte Vorlesefrisör Danny Beuerbach mit seinem Zauberteppich Station in der  Tyrolia-Buchhandlung in der Innsbrucker Maria-Theresien-Straße. Verstärkung holte er sich in vor Ort bei den Innsbrucker Frisörsalons Greta Kahn, Barber Angels Brotherhood und Intercoiffeur Kruder Marc – schließlich soll seine Initiative auch bei anderen Frisör:innen Schule machen.

Bei seinem Leseförderungsprojekt „book a look – and read my book“ schneidet er Kindern eine schicke Gratis-Frisur, wenn sie ihm dabei aus ihrem Lieblingsbuch vorlesen. Rund 50 mutige junge Buchfans - und auch der eine oder andere schon etwas größere - nutzen die Gelegenheit, begleitet von vielen Schau- und Hörlustigen.

tiroler sommer geschichtenDer Tiroler Geschichten Sommer 2021 startet heuer mit viel Elan! Alle am Tiroler Geschichten Sommer teilnehmenden Öffentlichen Bibliotheken in Tirol laden diesen Lesesommer dazu ein, in die spannende Welt der Geschichten einzutauchen.

Zahlreiche Öffentlichen Bibliotheken Tirols fordern Leserinnen und Leser, Kinder und Erwachsene jeden Alters auf, diesen Sommer wieder ihre umfangreichen Medienangebote zu nutzen. Zusätzlich werden in zahlreichen Bibliotheken Leseaktionen gestartet. Die Veranstaltungen werden selbstverständlich unter Einhaltung der vorgeschriebenen Rahmenbedingungen durchgeführt.

tiroler lesekompetenzDer Webauftritt der Tiroler Lesekompetenz ist auf „Lesen in Tirol“ übersiedelt, wo sie ihre umfangreichen und aktualisierten Materialien zur Leseförderung an Schulen unter einem neuen Gesicht anbietet.

Neben eigenen Materialien zum Erlesen, zur Worterkennung und zur Sinnerfassung und Klanggestaltung finden sich Hinweise auch auf externe Materialien. Diese reichen von Hilfen für die Auswahl von Fibeln und Materialien zu Schulbeginn bis hin zu den Bildungsstandards zur Leseförderung für Volksschulen.

eundu5621.PNGAnn-Kathrin Dittrich und Gabriele Schauer (Institut für LehrerInnenbildung und Schulforschung der Universität Innsbruck) haben nach fast fünf Jahren der Implementierung und Umsetzung der LehrerInnenbildung NEU Erfahrungen und Herausforderungen, Gelingendes und möglichen Entwicklungsbedarf in den Fokus genommen.

LehrerInnenbildung NEU

Curriculumentwicklung, Eignungsüberprüfung, Induktionsphase als gelingender Berufseinstieg, pädagogisch-praktische Studien, Mentoring und Professionalisierung sind wesentliche Themen der Beiträge. Dafür gewannen sie namhafte Autorinnen und Autoren, die ihre Forschungs- und Praxisbefunde in der Zeitschrift Erziehung und Unterricht (2021|5+6) darlegen. Dittrich / Schauer entwickeln ihren eigenen Beitrag Die Aneignung pädagogischen Wissens in den pädagogisch-praktischen Studien aus einer quantitativen Untersuchung mit Lehramtsstudierenden aus dem Verbund West. Folgende Beiträge haben sie darüber hinaus koordiniert: Inhaltsverzeichnis.

Fr%C3%BChbestellerrabatt_Sek.PNGJugendrotkreuz und Buchklub sind seit über 70 Jahren Partner der Schulen. Das Ziel der Zeitschriften Space und Spot: Lesekompetenz und Bildungschancen für alle. Denn Leseförderung und humanitäre Bildung sind Auftrag der beiden gemeinnützigen Organisationen. Der Reinerlös der Abos fließt zu 100% in Projekte für Kinder.

space-04-21.pngLyrikunterricht basiert auf drei Säulen: Rezeption meint die regelmäßige Lektüre von Gedichten. Dazu bietet Space mit der Reihe „Genial gereimt“ Monat für Monat eine Gelegenheit.