Leseförderung an Schulen durch Lesepatenschaft
Das Bundesministerium für Bildung setzt mit der Initiative „Lesepatenschaften“ ein bundesweites Zeichen der Leseförderung an Schulen. Mit der Aktion sollen systematisch ehrenamtliche Lesepatenschaften ins Leben gerufen und gefördert werden. Dabei soll durch eine zweckmäßige Fortbildung, die pädagogische Qualität der Lesepatenschaft gesichert sein.
Bereits jetzt besuchen ehrenamtliche Lesepatinnen und Lesepaten regelmäßig Schulen, um mit den Kindern zu lesen, die Lesekompetenz und Freude am Lesen zu stärken und ihnen einen neuen Zugang zu Büchern zu eröffnen.
Wer sich auf die Suche nach Materialien zur Sprach- und Leseförderung begibt, wird auf der Seite des
Bereits zum dritten Mal findet das Projekt „Tipps und Methoden zur Leseförderung“ an Volksschulen und in der Sekundarstufe 1 statt. Ziel ist es, einen gezielten Austausch an Erfahrungen und Fachwissen zur praktischen Leseförderung im Unterricht an den Volksschulen sowie in der Sekundartstufe 1 zu eröffnen, von dem am Ende alle Lehrerinnen und Lehrer profitieren sollen.
Die Leseförderung an Berufsschulen hat sich in den letzten Jahren von einer rein sprachlichen Aufgabe zu einem integralen Bestandteil der beruflichen Handlungsfähigkeit entwickelt. Auch im Lehrplan für Berufsschulen findet sich die Entwicklung berücksichtigt, dass moderne Berufsbilder z.B. durch Digitalisierung oder komplexe Normen eine immer ausgeprägtere Lesekompetenz erfordern.
„Mit dem bundesweiten Lesegütesiegel „Lesen. Deine Superkraft“ werden Volksschulen ausgezeichnet, die evidenzbasiert und mit einer Vielfalt von Maßnahmen die Lesekompetenz und Lesemotivation ihrer Schülerinnen und Schüler fördern. Das Lesegütesiegel unterstützt Schulen dabei, ihre Stärken im Bereich Lesen anhand von fünf Schwerpunkten zu erkennen und sichtbar zu machen.“
„Vorgelesen zu bekommen ist die beste Motivation, selbst lesen zu wollen.“ Unter diesem Motto regte das Bundesministerium für Bildung auch 2025 den Österreichischen Vorlesetag an. Die Lehrpersonen der MS 2 Schwaz griffen die Idee auf und luden in diesem Jahr Sportlerinnen und Sportler ein, die den Kindern vorlasen und mit ihnen ins Gespräch kamen.
Die Universität Graz hat im Projekt „Differenzierter Leseunterricht“ zwischen 2012-2014 Lesefördermaterialien erarbeitet, die helfen sollen die Lesefähigkeit (Language and Reading Skills – LARS) gezielt für unterschiedlicher Leistungsgruppen im Rahmen des schulischen Unterrichts zu fördern.
Im Rahmen des Forschungsprojekts LARS – Language and Reading Skills – wurden Lernmaterialien entwickelt, mit denen alle Kinder einer Klasse gemeinsam an einem Thema arbeiten können. Dazu wurden die jeweiligen Materialien an unterschiedliche Leseniveaus angepasst. Ziel der Lernmaterialien für die zweite und dritte Schulstufe der Grundschule ist es, das Leseverständnis und die Lesefähigkeiten von Kindern mit unterschiedlichen Lesekompetenzen systematisch zu trainieren.
Um den Stellenwert der Lesekompetenz für den Bildungsbereich zu betonen, soll die Lesevermittlung weiter forciert werden. Dabei sollen die Volksschulen als zentrale Orte der Leseförderung durch ein Lesegütesiegel besonders motiviert werden, dem Lesen eine zusätzliche Aufmerksamkeit zu widmen.
literacy.at bietet theoretische und praktische Grundlagen, Tipps und Anregungen zur Leseförderung für den Unterricht in österreichischen Bildungseinrichtungen an. Dazu gibt es interessantes Hintergrundwissen zur Leseförderungen in allen Bereichen, vom Kindergarten über den Deutschunterricht aber auch zur Leseförderungen in allen anderen Fächern. Ein eigener Bereich setzt sich mit dem Lesen in digitalen Medien und aktuellen Erkenntnissen aus Lehre und Forschung auseinander.