Tipps und Methoden zur Leseförderung in der Sekundarstufe I
Für Prof. Mag. Angelika Pichler vom BRG Schwaz setzt Leseförderung an unterschiedlichen Lebensbereichen von Kindern an. Während in der Schule die gemeinsame Klassenlektüre im Deutschunterricht im Mittelpunkt steht, ist es auch wichtig Lese-Anreize zu schaffen. Beim Lesen sollte auch auf die Vorbildwirkung der Eltern nicht vergessen werden. (AM-H)
1. Klassenlektüre
Mir ist eine Leseförderung im Rahmen meines Unterrichts extrem wichtig. Eine Klassenlektüre ist quasi Pflicht. Dabei variiere ich: Manchmal lese ich mit der ganzen Klasse das gleiche Buch (teilweise synchron laut, teilweise asynchron leise jede/r in seinem/ihrem Tempo), und andere Male gehe ich mit den SchülerInnen in die Schulbibliothek, lasse jede/n individuell ein Buch aussuchen und ermögliche ihnen, zu Unterrichtsbeginn 5-10 Minuten lang bzw. ab und zu vielleicht einmal eine ganze Stunde lang zu lesen. Natürlich dürfen und sollen die SchülerInnen auch zu Hause weiterlesen.
Die Buchstabenproben sind einfach durchführbare pädagogische Diagnoseinstrumente, die Aussagen über den aktuellen Lernstand einzelner Schülerinnen und Schüler beim Schriftspracherwerb bieten und aus denen sich die nächsten Lern- bzw. Förderschritte ableiten lassen. Je nach Lerntempo der einzelnen Schüler:innen kann der Durchführungszeitpunkt durch die Lehrperson individuell festgelegt werden. Die Buchstabenproben sind keinesfalls als Bewertungsinstrument zu sehen, sondern ausschließlich im Rahmen einer gezielten Förderdiagnostik anzulegen.
"Nikolaus dreht sich um, legt einen Finger auf seine Lippen und lächelt. Dann verschwindet er in der Dunkelheit, den prallgefüllten Beutel auf dem Rücken. Er hat noch was zu erledigen..."
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