Michail Bulgakow, Gesammelte Werke
„Hier ist zwar alles fremd, aber offenbar habe ich mich in diesen anderthalb Monaten eingelebt. So schön nach dem Nebel! Zu Hause. Der Fels und das Meer im goldenen Rahmen. Die Bücher im Schrank. Nur ist der Sofabezug so kratzig, wie man sich auch hinlegt, das Kissen hart, so hart ... Aufstehen geht aber auch nicht. Diese Trägheit! Die Hand heben ist schon zu viel. Seit einer halben Stunde sage ich mir, ich sollte den Arm ausstrecken, das Aspirinpulver vom Stuhl nehmen, strecke ihn aber nicht aus ...“ (S. 12)
Der Sammelband umfasst drei Erzählungen aus dem Zeitraum zwischen 1922 und 1925 sowie Bulgakows wichtigstes und bekanntestes Werk den Roman „Der Meister und Margarita“ der heute als Klassiker der russischen Literatur des 20. Jahrhunderts gilt. In diesem setzt er sich auf satirische Weise mit der Bürokratie und dem Überwachungsstaat der Sowjetunion auseinander.
Seit dem 1. Juli 2024 gilt das aktualisierte amtliche Regelwerk der deutschen Rechtschreibung, das zwischen 2017-2023 ausgearbeitet worden ist. Das amtliche Regelwerk gilt in allen Ländern mit Deutsch als Amtssprache als verbindliches Referenzwerk.