Die bunten Tonies® vermitteln Geschichten und Sachwissen zum Hören schon für die Allerkleinsten. Aus vielen Büchereien sind sie als Ergänzung zum Buchbestand nicht mehr wegzudenken. Die Eltern schätzen die große Auswahl der in der Anschaffung doch recht teuren Figuren, die Kinder freuen sich über die Geschichten und Lieder für jede Altersstufe und die einfache Bedienung der Toniebox®. Wir haben uns angesehen, was sich öffentliche Büchereien in Tirol einfallen lassen, um die neuen Bestände ansprechend und platzsparend zu organisieren und zu präsentieren. Wir danken euch allen für eure Einsendungen!
Viele Büchereien setzen auf transparente Kunststoffdosen mit Aludeckel, in denen die Figuren mit Bild oder Beiheft aufbewahrt werden. Das Signaturetikett wird außen aufgeklebt oder befindet sich auf dem Beiheft im Inneren der Dose. Oft wird die Signatur auch noch mit wasserfestem Stift auf die Tonies geschrieben. Zusätzlich wird bisweilen mit farbigen Klebepunkten gearbeitet, um Altersgruppen zu kennzeichnen.
Mit schmalen Wandregalen und niedrigen Regalböden lässt sich der Platz optimal ausnutzen. In Kirchdorf wird das Tonies-Regal von Tierzeichnungen umrahmt:
Bunte Tierbilder zieren das Tonies-Regal in der Bücherei Kirchdorf.
Foto: Manuela Schwaiger
In der Bücherei Innsbruck-Arzl dient ein ehemaliges Bilderbuchhaus als Heimat für die Figuren. Auch in Vomp haben die Tonie-Dosen ein eigenes Haus. Die Dosen sind dort außerdem mit einer fortlaufenden Nummer auf dem Deckel versehen; auf der Figur ist dieselbe Nummer auf einem Kunststoffschildchen mit einem Kabelbinder angebracht. Ein buntes Bildchen (aus dem Beiheft ausgeschnitten) klebt auf dem Deckel und hilft, den Inhalt der Dose auch „von oben betrachtet“ zu identifizieren.
Links: Tonie-Regal in Innsbruck-Arzl, Foto: Margret Menardi
Rechts: Tonie-Regal in Vomp, Foto: Christine Tavernier-Gutleben
In Oberlienz wurde der schmale Raum hinter einer Tür ideal ausgenutzt, um Tonies unterzubringen – es gibt aber auch zusätzlich ein ausgeklügeltes System mit einem ausziehbaren Regalboden für weniger gut erreichbare Tonies auf den unteren Regalbrettern.
Tonie-Regale in der Bücherei Oberlienz
Fotos: Christine Tavernier-Gutleben
Platzsparend arbeitet auch die Bücherei Hötting mit dem Metallregal, in das schmale Böden eingehängt werden können, auf denen die Tonies in Kunststoffboxen und -dosen Platz finden. Manche Büchereien haben sich für Marmeladegläser als Behälter entschieden, so wie zum Beispiel die Bücherei Kramsach. Weil die Tonies auf den metallenen Deckeln haften bleiben, werden die Figuren auf den Gläsern stehend präsentiert.

Links: Tonies in der Bücherei Hötting Foto: Brigitte Eisenstecken-Poppeller
Rechts: Tonies in der Bücherei Kramsach Foto: Christine Tavernier-Gutleben
Ebenfalls mit Marmeladegläsern arbeitet die Bücherei in Tarrenz. Die in den Original-Verpackungen enthaltenen Bilder werden vom Team – samt Barcode auf der Rückseite – foliert und ans Glas gebunden.
Die Bibliothek Going hat sich bei der Einführung von Tonies für leichte Metallboxen mit Sichtfenster entschieden. Durch die eckige Form lassen sich die Boxen leicht stapeln und im Regal präsentieren. Da die Figuren magnetisch sind, kugeln sie in der Metallbox nicht herum. Wenn das passende Buch in der Bibliothek vorhanden ist, befindet sich auf der Seite ein Sticker mit dem Hinweis dazu.

Links: Tonies in der Bücherei Tarrenz Foto: Margit Ladner
Rechts: Tonies in der Bücherei Going Foto: Manuela Scholl
Ein ausgeklügeltes Ordnungssystem für Tonies hat sich die Bücherei in Haiming ausgedacht:
Die Kinder suchen sich anhand der laminierten Kärtchen in der kleinen Holzbox die Tonies aus. Darauf befindet sich der Barcode, eine fortlaufende Nummer und eine Beschreibung. Für die Aufbewahrung benutzt das Bibliotheksteam ein ausziehbares Korbregal mit Rollen. In einer kleinen Holzbox werden die Kärtchen der entliehenen Tonies gesammelt (nach Nummern geordnet). Die Tonies werden in den Original-Säckchen verliehen, die Nummer wird mit wasserfestem Stift auf das Säckchen und auf die Figur geschrieben.

Holzbox mit Kärtchen und ausziehbares Korbregal für Tonies in
der Bücherei Haiming. Fotos: Claudia Raich
Die Bücherei Wörgl trennt ausgeliehene von verfügbaren Tonies. Während die verfügbaren Tonies in einem ehemaligen Buchpräsentationskarussell aus einer Buchhandlung untergebracht sind, kommen die leeren Dosen in ein Regal an der Wand. Es werden nur die Figuren verliehen. So hat das Büchereiteam immer einen guten Überblick, welche Tonies gerade unterwegs sind.

Trennsystem von Tonies in der Bücherei Wörgl Fotos: Manuela Atzl
Wo viele Tonies Platz finden müssen, können sie inklusive Beiheft und Signaturetikett in transparenten Plastiksäckchen mit Zippverschluss aufbewahrt werden, so wie in der Stadtbibliothek Lienz. Vorteile: Es wird weniger Platz benötigt, die Tonies können mitsamt dem Säckchen auf die Toniebox gestellt werden und die Säckchen können bei Bedarf ausgetauscht werden, wenn sie beschädigt sind. Metallbänder auf den Böden der schmalen Wandregale verhindern, dass die magnetischen Tonies um- oder herunterfallen.

Tonies in der Stadtbücherei Lienz Foto: Christine Tavernier-Gutleben
In Landeck-Perjen werden die Kinder schon im Eingangsbereich von den Tonies begrüßt und in Außervillgraten tummeln sich die Figuren auf einer kleinen Stellage mit Leitern:

Links: Bücherei Landeck-Perjen Foto: Claudia Geiger
Rechts: Bücherei Außervillgraten Foto: Christine Tavernier-Gutleben
In der Leselei(h) Fließ sind die selbst gemachten bunten Tonie-Regale ein Blickfang im Kinderbereich. Die Kinder können kleine Mäppchen mit laminierten Kärtchen durchblättern, die ein Bild, eine Beschreibung, eine Alterskennzeichnung und das Signaturetikett enthalten. Die Figuren werden bei der Ausleihe mitsamt dem Kärtchen in ein Organzasäckchen gegeben.
Tonieregale in der Bücherei Fließ Fotos: Christine Tavernier-Gutleben
Der Beitrag erschien ursprünglich in: Lesezeichen - Zeitschrift für die Öffentlichen Büchereien Tirols, 2. Ausgabe, 2025, S. 32-35
Weiterführende Links:
Wikipedia: Tonies
Text: Christine Tavernier-Gutleben
Titelbild: Christine Tavernier-Gutleben
bearbeitet: Andreas Markt-Huter, 12-01-2025
MMag. Christine Tavernier-Gutleben leitet die Servicestelle für Öffentliche Büchereien an der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol.