Oliver Uschmann / Sylvia Witt, Es kommt
„Bechir greift sich ans Ohr. Er lässt sein Messer und sein Holzstück fallen. Kurz darauf zuckt Lina zusammen. Sogar Falk und die anderen Schüler. Zuletzt ich. Wie es sich anfühlt, als es meine Ohren erreicht … das kann ich kaum beschreiben. Dabei ist es nicht einmal laut, dieses Geräusch. Aber es kommt von überall. Von links und rechts. Von vorne und hinten. Es ist über uns, unter uns. In uns.“ (S. 25)
In einem scheinbar idyllischen Dorf mitten in einem Wald beginnt ein seltsames Geräusch zuerst die Tiere und bald schon die jungen Dorfbewohner aufzuschrecken. Die erwachsenen Bewohner bemerken zunächst nichts davon, geraten dann aber in einen Streit über die Ursachen des merkwürdigen Geräuschs.
„Auf einem Bauernhof lebte ein Junge, der hieß Nils Holgersson. Niemand konnte ihn leiden, weil er so frech und gemein war. Er ärgerte Eltern und Lehrer, Nachbarn und Spielkameraden. Besonders gern quälte er die Tiere auf dem Bauernhof.“ (S. 9)
Der Schriftspracherwerb umfasst viel mehr als das Lernen von Buchstaben und Wörtern – Kinder entwickeln schon früh, vor Schuleintritt, erste Vorstellungen über die soziale Funktion von Schrift und ihren technischen Aufbau. Oftmals sind diese Einsichten noch fragmentarisch und auch fehlerhaft – Kinder brauchen daher Modelle für erste eigene Lese- und Schreibversuche, hilfreiche Rückmeldungen und individuelle Unterstützung.
„Verweigern wir einem Kind den Zugang zu TikTok, Netflix-Serien, Minecraft oder Fortnight, gerät es in Gefahr, zum Außenseiter zu werden. Alle Konkurrenzmedien zum Buch einfach nur zu verbieten, kann also nicht die Lösung sein. Die Lösung muss heißen: eine Begeisterung für Bücher wecken, die so groß ist, dass sie mit der für digitale Medien Schritt hält. Wie das gelingen kann, darum geht es in diesem Buch.“ (S. 21)