Renus Berbig, Die leise Luise
„»Du kannst schon gut lesen«, sagt Mama. »Und wenn du noch ein bisschen lauter lesen würdest, dann wäre es perfekt.« Mama lächelt und streicht Luise übers Haar. Aber Luise lässt plötzlich die Mundwinkel hängen. Immer wieder fangen sie damit an. Weil sie so leise spricht. Deswegen nennen sie alle die leise Luise.“ (37)
Die siebenjährige Luise fühlt sich wohl zu Hause bei Mama und Papa und ihren beiden Brüdern Ben und Simon. Ihr fällt es nur schwer sich bemerkbar zu machen oder durchzusetzen. Luise hat nämlich eine leise Stimme und wird zu Hause und in der Schule meist überhört. Sie entdeckt aber, dass leise sein nicht immer ein Nachteil sein muss.
„Vielleicht gibt es eine Möglichkeit Glora zu retten: Jemand muss mit dem Raumschiff zum Planeten Kauturn fliegen. Ich habe gehört, dass sie dort in Stollen unter der Erde eine neue Energiequelle gefunden haben: reines Licht, das sich in Kapseln füllen und transportieren lässt!“ (10f)
„Es ist uns Katzen einfach nicht bestimmt, wie Hunde herumzusitzen und aufs Wort zu gehorchen. Wir starren euch nicht in die Augen und fragen uns dabei, ob vielleicht irgendwo ein Hausschuh liegt, den wir für euch holen können. Wir Katzen leben unser eigenes Leben.“ (9f)
„Ich wohne auf dem Planeten Gorky am hinteren Ende der Milchstraße. Mein gorkyanischer Name ist Y3. Du als Erdling darfst mich Gustav Gorky nennen.“ (5)
„Es klingt fast unglaublich, aber mit diesem Buch hast du die ganze Welt in deinen Händen. Es ist deine Fahrkarte für eine Reise um den Planeten, durch jedes Land auf dieser Erde.“ (5)
„Emma und Elias haben beim Spazieren ein altes Schloss entdeckt. Es scheint niemand zu Hause zu sein. Oder ist dort jemand hinter dem Gebüsch? Hereinspaziert!“ (S. 6)
„Johanna und Jakob können es kaum erwarten, Burg Rechenstein zu besuchen. Schnell rennen sie den steilen Weg hoch, doch Papa ruft sie zurück. Das Gespenst Erasmus von Rechenstein wacht schon seit Hunderten von Jahren über die Burg. Leider hat es über die Zeit hinweg das Rechnen verlernt.“ (S. 6f)
In jedem Kinderbuch steckt auch ein magischer Roman für Erwachsene, der von den Vorleserinnen heimlich aus dem Buch herausgestohlen wird, wenn die Kids eingeschlafen sind.
„Das Forschungsteam besteht aus sieben Leuten. Sie wollen die tiefsten Gräben der Ozeane erkunden. Ihre erste Expedition führt sie zum Mariannengraben. Zwei Männer werden im Tauchboot Orion bis zum Grund hinabtauchen. Die Mannschaft des Schiffs Andromeda wird auf dem Bildschirm verfolgen, was in der Tiefe passiert.“ (6)
„Ich heiße Ella. Ich gehe immer nur in die zweite Klasse, aber das macht nichts, weil wir einen sehr netten Lehrer haben und eine unheimlich nette Klasse sind. Oder jedenfalls waren wir’s. In letzter Zeit ist es nämlich ein bisschen weniger nett bei uns.“ (5)