Stefanie Höfler, Feuerwanzen lügen nicht
„Und wenn ich jetzt anfange, diese Geschichte zu erzählen, muss ich ergänzend erwähnen, dass ich viele Sprüche für diese Geschichte gemeinsam mit Mischa gemacht habe, dass es also eigentlich Nits-Mischa-Sprüche sind. Die Sprüche sind sogar der Grund dafür, dass ich diese irre Geschichte überhaupt aufschreiben darf. Schließlich ist es mehr Mischas Geschichte als meine …“ (S. 7)
Nits, der eigentlich Nityananda heißt, und Mischa sind beste Freunde und kennen sich seit dem Kindergarten. Während der hyperaktive und zappelige Nits immer einen Spruch auf Lager hat und drauflost reimt, ist Mischa ein Musterschüler mit einer außergewöhnlichen Aufmerksamkeit. Trotz ihrer tiefen Freundschaft weiß Nits nicht viel über Mischas Familienleben, bis er ihn bei einer Lüge ertappt.
„Eigentlich war nur ein dummer Zufall schuld. Hätte Fanni nicht die ganze Milch ausgetrunken und den leeren Karton zurück in den Kühlschrank gestellt, wäre Anton Metzger nie am Samstagabend losgezogen, um noch Milch fürs Wochenende zu besorgen. […] Nie hätte er dort den Eckladen betreten, in dem die ganze Geschichte ihren Anfang nahm.“ (S. 9)
„Ich habe einen kleinen Bruder. Mortimer heißt er und er ist acht Jahre alt. Er hat weißblonde Haare und blaue Augen und in einer Wange ein Grübchen. Er ist das Beste, was es gibt, finde ich. Ich habe ihn einfach unglaublich lieb. Manchmal nervt er mich natürlich, aber ich liebe ihn trotzdem. Ich selbst heiße Samuel. Ich bin elf und habe dunkle Haare und sehe wohl ziemlich gewöhnlich aus, würde ich sagen.“
„Ich treibe mich ja gern bei euch Menschen herum. Natürlich nicht in meiner wahren Gestalt, das würde zu viel Aufsehen erregen. Manchmal verwandle ich mich in einen alten Mann oder in ein junges Mädchen, um mich bei euch ein wenig umzusehen. Und um euch Menschen in Gespräche zu verwickeln. Dabei fällt mir eine Sache immer wieder auf: Kaum ein Mensch kennt noch meine wunderbaren Heldentaten! Unglaublich, nicht wahr? (S. 5)
„Es ist die Geschichte von Heinrichs Sohn: dem zweiten Tudor-König. Heinrich VIII., und den sechs Frauen, die ihn geheiratet haben. Dieser jüngere Heinrich war eine der faszinierendsten Persönlichkeiten in der englischen Geschichte.“ (S. 14)
„Wer Österreich so richtig kennenlernen will, tut gut daran, seine Sagen zu lesen. Besser als jede psychologische Untersuchung veranschaulichen Sagen die Mentalität eines Landes und seiner Bewohnerinnen und Bewohner. Anschaulich zeigen sie, welche Gedanken sich die Menschen zu historischen Ereignissen und landschaftlichen Gegebenheiten gemacht haben – und wohl immer noch machen.“ (S. 9)
„Wenn man Paul so zuhört, könnte man glauben, dass er der Beste in allem ist. Natürlich glaubt das keiner, aber das ist Paul egal. Er ist eigentlich in nichts besonders gut – weder beim Fußball noch in Mathe, Zeichnen oder Singen. Es gibt nur eine Sache, in der er der Beste ist – und das wissen auch alle. Angeben. Paul ist der beste Angeber der Schule.“ (S. 5f)
„Die Geschichten aus dem alten Ägypten gehören zu den ältesten erhaltenen Mythen. Die zahlreichen Fassungen dieser Legenden offenbaren eine Welt von kriegerischen Gottheiten und wundersamer Magie, in der stets das Gute über das Böse siegt. Dieses Buch enthält einige dieser Erzählungen, von denen es noch viel mehr zu entdecken gibt.“ (S. 5)
„Wir machen eine Weltreise. Keine normale Reise, sondern eine wilde, verwegene Tour, wie sie noch niemand vorher unternommen hat. Wir verschwinden aus der Wirklichkeit und erreichen magische Orte und verwunschene Plätze. Wir folgen Märchen, Legenden und Gerüchten, schauen aber auch immer wieder auf Tatsachen und wirkliche Ereignisse.“
„»Herbert Lemon.« Die Stimme aus der Kapuze lässt mich zusammenzucken. Von dem unnatürlichen Tonfall kriege ich Gänsehaut. »Ganz richtig, Sir«, antworte ich. »Ich bin Herbie Lemon, Sachenfinder des Grand Nautilus Hotels, zu ihren Diensten. Haben Sie etwas verloren?« Plötzlich ist ein KER-KER-BUMM! zu hören, als draußen ein Donnerschlag durch die Stad fegt.“ (S. 8)