Mark Twain, Tom Sawyers Abenteuer, Schulausgabe
„»Tom!« Keine Antwort. »Tom!!« Wieder keine Antwort. »Wo steckt der Junge denn schon wieder? Tom!!!« Tante Polly schob ihre Brille auf die Nasenspitze und spähte über die Gläser hinweg. Eigentlich trug die alte Dame die Brille nicht, weil sie damit besser sehen konnte, sondern weil sie sie so elegant fand. » Warte nur, wenn ich dich erwische!«, sagte sie laut. Schwer atmend stocherte sie mit einem Besenstil unter dem Bett herum.“ (S. 5)
„Tom Sawyer Abenteuer“ zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Klassikern der Jugendliteratur, die schon in zahlreichen Versionen für verschiedene Generationen verfilmt worden sind. Mit einem Umfang von 144 Seiten und seiner klaren und verständlichen Sprache eignet sich das Jugendbuch ganz besonders für den Einsatz als Schullektüre.
„Dabei orientiert sich dieses Buch grundsätzlich an den Anforderungen und Inhalten des Schulunterrichts. Es dient in erster Linie einer anschaulichen, leicht verständlichen Auffrischung und gezielten Hilfe für Sie als erstem Ansprechpartner Ihres Kindes bei den Hausaufgaben und beim (gemeinsamen) Lernen. Ebenso eignet es sich als Nachschlagewerk und Wiederholungshilfe für die Schülerinnen und Schüler selbst.“ (S. 7)
„Wenn man von früheren Ereignissen erzählt, erkennt man plötzlich Dinge, die man vorher nicht gesehen hat, findet manches wichtig, was man nur nebenbei wahrgenommen hat, oder man stellt fest, dass man sich grundlos aufgeregt oder geärgert hat, Überflüssiges gedacht und getan hat, und dass manches, was einem schrecklich vorkam, im Grunde nur banal war.“ (S. 9)
„Als so viel Zeit vergangen war, dass wir gelassen auf die Ereignisse zurückblicken konnten, sprachen wir bisweilen über die Umstände, die zu dem Unfall geführt hatten. Ich behauptete die Ewells seien an allem schuld gewesen; aber Jem, vier Jahre älter als ich, meinte, es habe schon früher begonnen … nämlich in jenem Sommer, als Dill zu uns kam …“ (S. 2)
„Die Zauberin sah, wie ein silberner Schatten von der Leiche des Alchimisten aufstieg und davonhuschte, zu flink, als dass sie ihm hätte folgen können. Innerhalb des silbernen Schimmers glühte und pulsierte etwas Dunkelrotes. Zu spät begriff die Zauberin, dass der Alchimist sie überlistet hatte, denn er hatte ihr das Herz gestohlen.“ (S. 7)
„Oft hört man, der Dreißigjährige Krieg sein ein »Glaubenskrieg« gewesen. Vordergründig ist das richtig. Aber vor allem ging es um die Machtverteilung im sogenannten »Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation« und um die Vormachtstellung in Mitteleuropa.“ (S. 12)
„Auch heute noch wird Green Manor von den Nachfahren Winston Winterlys bewohnt – dessen unglückliche Geliebte des Nachts noch immer ihre Streifzüge durch die weitläufigen Gärten unternehmen soll. Vielleicht ist es aber auch der Geist von Sir Winterly selbst, der in seinem grünen Umhang über das Anwesen spukt und nach seiner verlorenen Geliebten sucht.“ (S. 8)
„»Das Schicksal nimmt keine Rücksicht, Kalia.« Er deutet mit dem Finger zum Fenster. Schon wanderten die Sterne zur Mitte des Himmels hinauf. »Drei Sterne für drei Kinder, genau wie es in der Prophezeiung geheißen hat. Kalia, auch der König wird die Sterne sehen. Nun kann ich deine Kinder nicht mehr geheim halten.«“ (12 f)
„»Was sind das für Krähen?«, fragte Léo und sah in die tiefbraunen Augen des Anderen. »Die Hexe schickt sie« Auf Léos fragenden Blick hin fügte er hinzu: »Sie hat auch die Todeshändler geschickt. Den Mann, den du bei ihnen siehst. Du …«, er musterte Leo mit starrem Gesichtsausdruck, dann blieb sein Blick auf Léos Sachen hängen, »du kommst von der anderen Seite?«“ (S. 24)
„Zwei Dinge weißt du. Erstens: Du warst da. Zweitens: Du kannst nicht dagewesen sein. Diese unvereinbarten Wahrheiten gleichzeitig festzuhalten, erfordert Jongliergeschick. Natürlich braucht man beim Jonglieren einen dritten Ball, damit der Rhythmus im Fluss bleibt. Dieser dritte Ball ist die Zeit – die viel unbändiger herumspringt, als wir glauben mögen.“ (S. 11)