Chris Colfer, Land of Stories - Die Suche nach dem Wunschzauber
„»Es war einmal, vor langer Zeit«, sagte Mrs Peters zu ihrer sechsten Klasse. »Das sind die magischsten Worte, die je gesprochen worden sind, und sie bilden das Tor zu den großartigsten Geschichten aller Zeiten.«“ (S. 21)
Das Leben der zwölfjährigen Alex und ihres Zwillingsbruders Conner steckt in einer tiefen Krise, nachdem ihr Vater unerwartet bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist. Ihre Mutter arbeitet meist bis spät in die Nacht hinein, um die zahlreichen Rechnungen bezahlen zu können. Als die beiden zu ihrem zwölften Geburtstag von ihrer Großmutter ein altes Märchenbuch geschenkt bekommen, ahnen sie nicht, dass sich ihr Leben für immer verändern wird.
„Manchmal, wenn man es am wenigsten erwartet, aber vielleicht am meisten braucht, findet man sich an einem unbekannten Ort wieder, mit Menschen, die man gleichfalls nicht kennt, und erfährt neue Dinge. Ich erlebte so etwas eines Nachts auf einer dunklen, einsamen Straße.“ (S. 7)
Die Kids bekommen heutzutage alles an Information vorgesetzt, was sie für die Gier nach Konsum brauchen. Die Digitalisierung dient vor allem dazu, den Online-Handel schon bei den Kleinsten in Schuss zu halten. Sogenannte wahre Werte kommen kaum mehr vor, am ehesten noch in Kinderbüchern, die fast schon als Untergrundware gehandelt werden.
„Oft hört man, der Dreißigjährige Krieg sein ein »Glaubenskrieg« gewesen. Vordergründig ist das richtig. Aber vor allem ging es um die Machtverteilung im sogenannten »Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation« und um die Vormachtstellung in Mitteleuropa.“ (S. 12)
„»Die Galaktika ist einer der größten und modernsten Raumkreuzer der IU. Und sie ist sehr neu«, durch brach Paloma die Stille. »Etwas ganz Neues«, fügte sie dann noch hinzu und sah mich mit einem Blick an, den ich nicht deuten konnte.“ (S. 36)
„Auch heute noch wird Green Manor von den Nachfahren Winston Winterlys bewohnt – dessen unglückliche Geliebte des Nachts noch immer ihre Streifzüge durch die weitläufigen Gärten unternehmen soll. Vielleicht ist es aber auch der Geist von Sir Winterly selbst, der in seinem grünen Umhang über das Anwesen spukt und nach seiner verlorenen Geliebten sucht.“ (S. 8)
„Eines Nachts wurde der Brückentroll von seltsamen Geräuschen geweckt. Verschlafen setzte er sich unter seiner Brücke auf und erblickte einen anderen Troll, der seinen Briefkasten neugierig musterte. »Was machst du denn hier?«, fragte der Brückentroll. »Hmm«, machte der fremde Troll und kratzte sich am Kopf.“ (S. 3)
„Diese Geschichte ist zu achtundneunzig Prozent wahr. Damit meine ich, liebe Leser, dass ich so dicht an der Wahrheit dranbleibe, wie es nur geht. Mrs Appleyard hat gesagt, alle Menschen würden lügen. Sie selbst wusste es am allerbesten. Unsere selige Vermieterin hat nämlich die ganze Zeit gelogen. Und betrogen. Und alle abgezockt, die in ihrem Miethaus wohnten, den Bright House Apartments.“ (S. 5)
„Nachdenklich kaute Stella auf ihrer Unterlippe herum. Ihre Mutter hatte Clara geheißen. Sie war die jüngere Schwester der Tanten gewesen und gestorben, als Stella noch ein Baby war. War dies eine Fotografie von ihr? C für Clara, S für Stella. Doch in dem Kinderwagen saßen zwei Babys, die sich außerdem noch so ähnlich sahen, dass sie Zwillinge sein mussten.“ (S. 15)
„Eigentlich wollten die Frau und der Mann ihren Blumenkohl in den Garten pflanzen. Aber dafür war jetzt nicht der richtige Moment. Draußen tobte ein Sturm. Darum taten die Frau und der Mann sonst etwas. Endlich wurde der Regen schwächer. Der Sturm zog davon.“