Naomi Novik, Scholomance - Tödliche Lektion
„Manche Hexen und Zauberer haben eine Affinität für Wettermagie oder für Verwandlungszauber oder für fantastische magische Kampfkünste wie unser guter Orion. Ich habe eine Affinität für Massenvernichtung. Das ist natürlich alles die Schuld meiner Mum, genau wie mein dämlicher Name.“ (S. 12)
Auf der Magierschule Scholomance zählt allein das Überleben und nur wer stirbt oder die Abschlussprüfung schafft, kann am Ende die Schule wieder verlassen. Bis dahin warten jedoch an allen möglichen unerwarteten Ecken und Ende Malefizer, bösartige Monster, die einem nach dem Leben trachten.
„Viel wichtiger war dieser verdammte Fluch, den Iblis aussprach. Jeder erstgeborene Nachkomme Abduls würde an seinem siebzehnten Geburtstag sterben, bis das Kitab al-Azif zerstört und damit all das unheilvolle Wissen dieser verborgenen dunklen Welt den Lebenden entzogen wäre.“ (S. 31)
„Bäume begleiten mich und ich werde nicht müde, alle ihre Erscheinungsformen und vielfältigen Veränderungen zu beobachten. Ich versuche ihr Wesen zu verstehen, ihre Geschichten zu hören und ihre Formen zu lesen.“ (S. 9)
„Zum ersten Mal im Leben hinterging Yang Dong ihrer Mutter und stellte die Dateien aus den gelöschten Nachrichten wieder her. Die Informationen waren so umfangreich, dass sie mehrere Tage brauchte, um sie zu lesen. In diesen Tagen erfuhr sie alles über Trisolaris und das Geheimnis, das Ye Wenjie und die Außerirdischen teilten. Yang Dong war fassungslos.“ (S. 37)
„»So wie die Dinge stehen, gibt es eine Aufgabe für dich.« »Und was soll das sein?« Alina sah ihn an. »Das musst du schon selbst herausfinden.« »Aha«, sagte Vincent. Er mochte es nicht zugeben, aber die schnurgerade Reihung der Planeten beeindruckte ihn. […] »Ich an deiner Stelle würde mir diese Konstellation genau merken. Du könntest damit den Lauf der Welt ändern.« (S. 46 f)
„Falls alles so verläuft, wie ich es geplant habe, wird heute in einer Woche, am 30. August des Jahres 2020, die Welt für einen winzigen Moment den Atem anhalten. Es werden auf verschiedenen Kontinenten und doch ganz eng verbunden, Dinge geschehen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Nur wer sie genauer betrachtet, wird erkennen, dass sie in Wahrheit zu ein und derselben Geschichte gehören.“ (S. 5)
„»Ist das ihr Ernst, Miss …? Entschuldigung, ich habe ihren Namen nicht richtig verstanden.« »Ich habe mich auch nicht vorgestellt«, gab das Mädchen zurück. »Also – in der Wand hinter ihnen ist ein Tresor. Sie haben sechzig Sekunden, um ihn zu öffnen, Mr …« Sie warf einen Blick auf das silberne Schild auf dem Schreibtisch. »Mr Horace Appleby. Ha, jetzt kenne ich Ihren Namen! Wer lesen kann, ist immer im Vorteil. Sechzig Sekunden, Horace, ab … jetzt!«“ (S. 19)
„Nafraím ließ sich auf den Stuhl fallen. Er starrte den grünen Sprössling an und wusste ganz genau, dass er seinen eigenen Tod sah. Er hatte sich immer vorgestellt, das Ende von allem käme wie ein Raubtier. Wie eine gewaltige Tobsucht, uralt mit Zähnen und Klauen. Es schien widersinnig, dass es seine Ankunft als junges zartes Pflänzchen ankündigte.“ (S. 11)
„»Willst du die Worte der Prophezeiung leugnen? Unter diesen neuen Himmelslichtern werden drei Thronerben kommen. Sie werden ungeahnte Macht erlangen. Sie werden den verfluchten König töten. Und genau in dieser Nacht sind drei Sterne am Himmel erschienen, Kalia. Wer weiß, welch andere dunkle Magie dabei noch am Werk war. Hältst du mich für töricht?« Wohl nicht. Aber wenn je ein König verflucht war, dann du, Brutan!“ (S. 12)
„Wenn du dieses Buch gelesen hast und jemanden triffst, der sagt, er weiß ganz genau, woher alles in unserem Weltraum oder Universum kommt, dann weißt du, dass du diesen Jemand nicht ernst zu nehmen brauchst. Es sei denn, er oder sie schaukelt auf einer tropischen Insel in einer Hängematte …“ (S. 13)