Liliana Bodoc, Der afrikanische Spiegel
„Wenn wir eine Liste von unheimlichen, widerspenstigen, unberechenbaren Gegenständen erstellen müssten, würden Spiegel an erster Stelle stehen.“
Ein kleiner, kaum handtellergroßer Spiegel mit einem Rahmen aus Ebenholz steht im Mittelpunkt einer Geschichte, die in Afrika beginnt und nach Südamerika und Europa führt. Begleitet vom Rhythmus der Trommeln erleben wir als außenstehende Beobachter wie der junge Imaoma seiner Braut Atima einen kleinen, selbstgeschnitzten Spiegel als Hochzeitsgeschenk überreicht. In einem kleinen afrikanischen Dorf nimmt die wundersame Reise des Spiegels seinen Anfang.
Aesop gilt in Europa als der Begründer der Fabeldichtung, einer Erzählart mit belehrender Absicht, in denen vor allem Tieren menschliche Eigenschaften zugeschrieben werden.
„Ein alter Detektiv im Ruhestand sucht einen treuen Begleiter“, hatten sie gesagt. „Man muss allerdings zu einem Vorsprechen in sein Haus.“ Jetzt war er dort gewesen. Als Nummer siebenunddreißig. Die Stelle war begehrt. (10)
„Aber wie sollte ich ahnen, dass Heimweh und der Vollbart bald meine geringsten Sorgen sein würden? Ich habe ich seit damals oft gefragt, ob es so etwas wie Schicksal gibt, und wenn ja, ob man ihm aus dem Weg gehen kann.“ (18)
„Das Meer, dessen sanften, furchtgebietenden Wogen von einer darunter verborgenen Seele künden, birgt ein Geheimnis – aber welches?“ schrieb Herman Melville, der Schöpfer des Moby Dick.
„Es ist also nicht gelogen, wenn Ark „Psst, ein Mammut!“ zischt. Sie sind weithin zu hören. Meistens mampft und gurgelt eine Gruppe am Ostufer des Mückenflusses, der Wind trägt ihre Unterhaltung herüber. (8)
„Die Versöhnlichkeit ist’s, was die Liebe bewahrt und alle ihre zarten Blüten“, bemerkte der Schweizer Pfarrer und Erzähler Jeremias Gotthelf vor mehr als 150 Jahren.
„Und wenn kleine Bären nicht müde sind, dann krabbeln sie noch mal leise aus ihrem Bett …“
„Neben mir steht ein Typ mit einer schwarzen Augenmaske und einem blauen Cape, das er über einem hautengen orangefarbenen Einteiler trägt. Das sieht ein bisschen komisch aus. Aber das ist nicht weiter schlimm, weil nur ich ihn sehen kann." (5f)
Schon Leonardo da Vinci bemerkte über das Glück: „Wenn das Glück kommt, pack es mit fester Hand; von vorne aber, denn hinten ist es kahlköpfig.“