Trenton Lee Stewart, Secret Keepers – Zeit der Jäger
„Ruben saß auf dem Boden der kleinen Felskammer unter dem Meer und wurde sich langsam der Tragweite seiner soeben gefällten Entscheidung bewusst. Er hatte zwar noch keine Ahnung, wie er an die Uhr des Schattens gelangen sollte. Aber er war absolut sicher, dass er es versuchen musste.“ (S. 7)
Der elfjährige Ruben Pedley ist durch Zufall in den Besitz einer merkwürdigen Uhr gelangt, die aus einem unbekannten Material gefertigt worden ist und nur einen Zeiger hat. Bald schon entdeckt er die unglaubliche Fähigkeit der mysteriösen Uhr: wer sie aufzieht, den Zeiger auf zwölf Uhr gestellt hat und den Schlüssel der Uhr zieht, kann sich für 15 Minuten unsichtbar machen.
„Zikade arbeitet in Hochhaus. Dateneingabe. Siebzehn Jahre. Kein Tag krank. Kein Fehler. Tack Tack Tack! Siebzehn Jahre. Nicht befördert. Personalabteilung sagt, Zikade kein Mensch. Braucht kein Geld. Tack Tack Tack!“
„Simon setzte sich mit einem Ruck auf, tränenerstickt schaute er auf seine Hände. Sie waren leer. Das Einzige, was von der Prinzessin geblieben war, war ein Fetzen der Decke, an dessen Rändern die kalte Flamme der Zeit geleckt hatte. Und plötzlich begriff er, was passiert war. Er begriff das Ausmaß seines Versagens. Aber vielleicht bestand ja noch Hoffnung.“ (S. 8)
„Irgendwo im unendlich großen Meer liegt ein kleines Meer, das von Korallenfelsen umgeben ist. Dort lebt seit einiger Zeit glücklich und zufrieden ein kleiner Schwarm Delfine.“
„»Wie ist das, wenn man Tod ist?«, fragte ich. Semilla schluckte mit ihrem trockenen Mund. »Im Reich des Todes …«, sagte sie, »ist es wie hier, nur anders.« Ich setzte mich auf. Ich weiß nicht, warum ich gefragt hatte. Ich hatte nicht einmal geahnt, dass sie etwas über das Reich des Todes wusste.“ (S. 16)
„Die Schmiedekunst entspringt der Präsenz der Babelfragmente. Obgleich niemand die genaue Anzahl der Fragmente kennt, ist es die Überzeugung dieses Autors, dass Gott es für recht hielt, nach der Zerstörung des Turmes zu Babel (1. Buch Mose, 11:1-9) wenigsten fünf Fragmente zu zerstreuen. Wo die Fragmente niedergingen, wuchsen Hochkulturen …“ (S. 13f)
„Am Anfang, vor der Erschaffung der Welt, vor den Menschen und Göttern, gab es nur Feuer, Eis und das Nichts. Im Süden war das glühend heiße Muspelheim, das Reich der Hitze, des Lichtes und des Chaos. Im Norden in eisige Nebel gehüllt, lag das Reich der Finsternis und ewiger Kälte, Niflheim.“ (S. 13)
„Nemi überlegte schon, ob sie aufstehen solle und den Löwenzahn betrachten, der wundersamerweise aus dem Rinnstein wuchs, als in ihre Rücken – hinter der Bushaltestelle, im Wald, plötzlich ein Rufen laut wurde. »Heh!«, rief es. »Heh!«, rief es aus dem Wald.“ (S. 7)
„»Wir brechen am Morgen nach London auf«, sagte der Doktor. »Wenn du mitkommst und dich bis zur Ankunft um die Bärin kümmerst, gebe ich dir, was du begehrst, sofern es in meiner Macht steht.«“ (S. 37)
„Aber natürlich geht es in dieser Geschichte nicht um den Wald. Vielmehr geht es um die seltsamen Gestalten, die der Wald beherbergt. Edith zum Beispiel. Aber zuerst muss ich von der Räuberbande erzählen, die sich in dem Wald in ihrer finsteren Räuberhöhle niedergelassen hat. Niemand weiß, wo sich diese Räuberhöhle befindet, was nicht sehr verwunderlich ist, weil sich ja nicht einmal sagen lässt, wo dieser Wald genau ist. (S. 7)