Chris Colfer, Land of Stories - Eine düstere Warnung
„»Wir sind entführt worden«, sagte Jacob. »Diese Männer planen, in zwei Monaten in die Märchenwelt einzufallen. Wenn wir ihnen kein Portal präsentieren, werden sie unsere Familie büßen lassen!« Mutter Gans klappte die Kinnlade herunter, und ihr Blick sprang zwischen den Brüdern und den Soldaten hin und her.“
Alex und Connor Bailey ist es mit Hilfe ihrer Großmutter, der Guten Fee, gelungen, über ein Portal die Märchenwelt zu betreten, aus der einst ihr verstorbener Vater gekommen war. Während Connor wieder zu seiner Mutter und seinem Stiefvater zurückgekehrt ist, wird Alex von ihrer Großmutter zur nächsten Guten Fee ausgebildet.
„Ich heiße übrigens Herbert Lemon. Die meisten nennen mich Herbie. Wie man an meiner Kappe sehen kann, bin ich der Sachenfinder des Grand Nautilus Hotels. Irgendjemand hat mir mal erzählt, dass die meisten Hotels keinen Sachenfinder beschäftigen, aber das kann nicht stimmen. Was tun die mit all den verloren gegangenen Gegenständen?“ (S. 10)
„In der Antike war die griechische Kultur im ganzen Mittelmeerraum verbreitet und überall erzählte man sich ähnliche Geschichten über die griechischen Götter und Helden. Diese Geschichten, die man Mythen nennt, halfen den alten Griechen, die Welt zu begreifen.“ (S. 5)
„»Erzähl Mu von dem Preis, den Shika zahlen musste«, sagte Kuro. »Von der Maske.« »Diese Hirschmaske, die er zum Zaubern benutzt«, sagte Kiku. »Sie steckt auf Shikas Gesicht fest. Er kann sie nicht mehr abnehmen. Shika ist jetzt halb Mann, halb Hirsch.«“ (S. 62)
„Einst lebte ein Mann, der glaubte, ihm gehöre alles. Und er ging hinaus ich die Welt, um sich anzusehen, was seins war. »Du gehörst mir«, sagte Fausto zu der Blume. »Ja«, sagte die Blume. »Ich gehöre dir.« Zufrieden lief Fausto weiter.“
„Von oben flackerte das Licht einer Fackel herab. Es war jedoch nur schwach und konnte den Abgrund, der unter Augusta gähnte, nicht erhellen. Aus dem Abgrund war eine verzweifelte Stimme zu hören. »Augusta! Hilf mir!« Gedanken schwirrten im Kopf des Mädchens hin und her. Wie hatte es zu all dem kommen können?“ (S. 9)
„»Nun lautet dein Name Shikanoko – Kind des Hirsches.« Eine entfernte Erinnerung durchwehte ihn – ein Hirschkalb, die Stimme seines Vaters –, und er wusste, dass er niemals einen anderen Namen annehmen würde. Dann sank er in einen tiefen Schlaf.“ (S. 32)
„[…] aber dennoch lohnt es sich, den wichtigsten und wirkungsreichsten Sagenkreis der Antike, die in den homerischen Epen »Ilias« und »Odyssee« dichterisch gestalteten Geschichten von und um Troja und ihre Helden, zu kennen. Denn im Theater und im Opernhaus, in Museen auf antiken Vasen und neuzeitlichen Gemälden, in Comics und im Film begegnen uns auch heute immer wieder Figuren und Motive der trojanischen Mythen …“ (S. 4)
„In allen Kulturen der Welt werden Mythen erzählt – Geschichten über Götter, Helden und den Kosmos. Sie behandeln die fundamentalen Fragen des Daseins: die Erschaffung des Universums und des Menschen, das Wesen der Götter und Geister, den Tod und was danach mit uns geschieht und das Ende der Welt.“ (S. 6)
„»Du wolltest wissen, ob ich alt bin. Nun ja. Ich bin so jung wie der Junge, der ich einmal war und den ich immer noch in mir spüre. Und ich bin so alt wie der Mann der vor dir sitzt.« »Dann bist du ja beides, alt und jung«, wundert sich das Mädchen. »So wird es wohl sein«, antwortet der Mann nachdenklich.“