Schreibblock und e-bookDie Forschung zeigt, dass Papier auch weiterhin das bevorzugte Lesemedium bleiben sollte, vor allem wenn es um vertieftes Lesen, längere Einzeltexte und das Erinnern von Inhalten geht. Für unterschiedliche Lerntypen bei Kindern ist es aber auch interessant, gezielt digitale und gedruckte Texte einzusetzen.

Mit der Covid-Pandemie und den daran anschließenden Lockdowns hat die Digitalisierung in Beruf mit Homeoffice und Schulen mit Home-Schooling einen zusätzlichen Schub erhalten. Wie wirkt sich die zunehmende Digitalisierung unserer Schul- und Arbeitswelt auf die Lesekompetenz und das Leseverhalten junger Menschen aus. Nach Antworten darauf hat sich die europäische Forschungsinitiative E-READ bereits zwischen 2014 – 2018 gemacht. 2019 wurden in der „Stavanger Erklärung“ eine Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse der Metastudie veröffentlicht.

euu782021.PNGIn den kommenden Jahren (ab 2023/24) wird für den Sachunterricht an der Volksschule sukzessive ein neuer Lehrplan Geltung erlangen. Die Neuausrichtung des Sachunterrichts kann als Paradigmenwechsel betrachtet werden.

Das aktuelle Heft 7-8/2021 von Erziehung & Unterricht, herausgegeben von MinR Mag. Augustin Kern, trägt den Titel "Paradigmenwechsel im Sachunterricht der Primarstufe" und beschäftigt sich eingehend mit der Thematik. Die Koordinator*innen des Schwerpunkts sind gleichzeitig Autor*innen des neuen Lehrplans. Dieser soll eine Grundlage für den Wandel vom lehrstofforientierten zum kompetenzorientierten Unterricht darstellen und legt den Fokus auf fächerübergreifende Themen.

lesender bärSeit der 1. PISA-Studie im Jahr 2000 ist die Grundkompetenz „Lesen“ bereits zum dritten Mal Schwerpunkt der OECD-Studie, an der 2018 insgesamt 79 Länder teilgenommen haben. Während die gemessenen Kompetenzen im Bereich Lesen und Mathematik im Vergleich mit der PISA-Studie 2015 annähernd gleichgeblieben sind, lässt sich im Bereich Naturwissenschaften ein Rückgang erkennen.

Als Quintessenz der PISA-Studie im Bereich „Lesen“ kann festgehalten werden: Im Vergleich mit 2015 hat sich wenig verändert. Sowohl die Durchschnittspunktezahl als auch der Anteil der Spitzengruppe und der Risikogruppe sind annähernd konstant geblieben.

buchdruckDie Erfindung des Buchdrucks gilt für viele als die einflussreichste Erfindung des Mittelalters, mit der die Wende zur Neuzeit eingeleitet worden ist. Sind zuvor Bücher und das Lesen von Büchern einigen wenigen Menschen vorbehalten geblieben, ist die Zahl der Leserinnen und Leser seitdem unaufhaltsam angestiegen.

Die Auswirkungen der neuen Technik hatten unmittelbare gesellschaftliche und politische Folgen, die schon bald in der Reformation gipfelten, in der die Bibel und die selbständige Interpretation der Schrift im Mittelpunkt der neuen religiösen Weltanschauung gestanden hat. Auch Renaissance und Humanismus verdanken ihren überregionalen Einfluss der Verbreitung antiker und moderner Schriften durch den neuen Buchdruck.

variantengrammatikHeißt es nun sich von einer Krankheit oder Niederlage „auffangen“, „erfangen“ oder schlicht nur „fangen“. Das grenzüberschreitende Projekt „Variantengrammatik des Standarddeutschen“ gibt Antworten darauf und auf Vieles mehr und zeigt auf, wo und welche Unterschiede in der Grammatik der deutschen Standardsprache in den verschiedenen Regionen des deutschen Sprachraums zu finden sind.

Seit mehreren Jahren untersucht ein Projekt mit Wissenschaftlern aus Österreich, der Schweiz und aus Deutschland Unterschiede in der Grammatik in den verschiedenen Regionen von Südtirol im Süden bis Schleswig-Holstein im Norden von der Schweiz im Westen bis Niederösterreich im Osten.

Der Österreichische Rahmenleseplan, kurz ÖRLP, ist ein überinstitutioneller Vernetzungs- und Entwicklungsplan, welcher Ziele und Wege einer adäquaten Leseförderung sämtlicher Altersklassen und Bildungsschichten in Österreich aufzeigt. 

An der Erstellung des ÖRLP waren insgesamt 123 Expertinnen und Experten beteiligt, 52 davon in den thematisch strukturierten Arbeitsgruppen. Der Österreichische Rahmenleseplan will ein bedeutsamer Baustein für die Entwicklung der Leseförderung in Österreich sein. Unabhängig von den vielfältigen Zuständigkeiten richtet sich das Expert/innen-Papier erstmals an die Gesamtheit der österreichischen Vertreterinnen und Vertreter im Bildungsbereich Lesen, da ein gemeinsamer und verbindlicher „nationaler Plan“ allen Akteuren helfen soll, zu erkennen, wo anzusetzen und worauf abzuzielen ist. Die Erstellung dieses Leseplanes möchte den bisher nicht durchgehend strukturierten Umgang mit dem Thema Lesen zugunsten einer der Komplexität des Themas angemessenen Sichtweise überwinden.

Lesen gehört zu den zentralen Kompetenzen moderner Gesellschaften, die es vor allem in der Volksschule den jungen Schülerinnen und Schülern zu vermitteln gilt. Neueste Erkenntnisse auf dem Gebiet der Leselernprozesse und der Lesedidaktik eröffnen innovative Möglichkeiten, Kinder beim Aufbau von Lesekompetenz und Lesemotivation gezielt zu unterstützen und zu begleiten.

Das umfangreiche „Themenheft für den Kompetenzbereich Lesen – Umgang mit Texten und Medien“ setzt sich in sechs Kapiteln mit den verschiedensten Bereichen der Leseforschung, Lesedidaktik und Leseförderung auseinander und bietet nicht nur theoretisches Hintergrundwissen, sondern auch konkrete praktische Hilfen, Ideen und Beispiele wie Leseförderung im konkreten Unterricht umgesetzt werden kann.

Lesen gehört ohne Zweifel zu den zentralen Kompetenzen moderner Gesellschaften, die es vor allem in der Volksschule den jungen Schülerinnen und Schülern zu vermitteln gilt. Neueste Erkenntnisse auf dem Gebiet der Leselernprozesse und der Lesedidaktik eröffnen innovative Möglichkeiten, Kinder beim Aufbau von Lesekompetenz und Lesemotivation gezielt zu unterstützen und zu begleiten.

Das umfangreiche „Themenheft für den Kompetenzbereich Lesen – Umgang mit Texten und Medien“, das vom bifie 2016 veröffentlicht worden ist, setzt sich in sechs Kapiteln mit den verschiedensten Bereichen der Leseforschung, Lesedidaktik und Leseförderung auseinander und bietet nicht nur theoretisches Hintergrundwissen, sondern auch konkrete praktische Hilfen, Ideen und konkrete Beispiele dafür, wie Leseförderung im schulischen Unterricht umgesetzt werden kann.

Bookboon.com wurde im Jahr 1988 in Dänemark gegründet und hat sich von Anfang an auf Bücher im Bildungsbereich für Studenten und Berufstätige spezialisiert. In Österreich bietet das Portal seit 2007, zunächst unter dem Namen studentensupport.at eine große Anzahl an Lehrbüchern für die Studienrichtungen BWL und Ingenieurwesen zum kostenlosen Download.

Seit dem Wintersemester 2007 bietet bookboon.com des dänischen Verlags Ventus Publishing eine große Auswahl an Lehrbüchern aus den Themenbereichen Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Ingenieurwesen, Mathematik, IT u.a. als pdf-Datei zum Gratisdownload.

„Die Publikation richtet sich an Deutschlehrende aller Schularten in Österreich, die in ihrem Unterricht die Vielfalt des deutschsprachigen Raums und die Besonderheiten der deutschen Sprache in Österreich vertiefend thematisieren möchten.“ (3)

Die „Arbeitsgruppe Österreichisches Deutsch“ hat im Auftrag des BMBF ihren Bericht „(Österreichisches) Deutsch als Unterrichts- und Bildungssprache“ veröffentlicht, um die Eigenheiten des „österreichischen Deutsch“ vorzustellen, die durch die scheinbar übermächtige Konkurrenz der zahlreichen Film- und Fernsehprodukte aus Deutschland als Teil der Alltagssprache gerade bei Kindern und Jugendlichen zunehmend verloren gehen.