Georgi Markov, Das Portrait meines Doppelgängers
Selten wird ein Autor dafür in der Literaturgeschichte berühmt, wofür er sich hält. Meistens wird ein scheinbar unbedeutendes Werk als das wichtigste eingestuft, oft geht auch ein unbewusster Sager in die Unsterblichkeit ein, manchmal auch ein biographisches Detail.
Georgi Markov ist berühmt geworden für seine Hinrichtung, er wurde 1978 in London vom bulgarischen Geheimdienst in James-Bond-Manier mit einer vergifteten Regenschirmspitze ermordet.
Wohl selten wird eine Unterrichtsform in der Theorie so gelobt, wie in der Praxis vernachlässigt wie die Gruppenarbeit im Schulunterricht.
Es gibt diese unauffälligen Berufe, die niemand wahrnimmt, deren Dienste aber ganze Generationen in Anspruch nehmen. Das Übersetzen ist so ein Beruf.
Meistens denkt man gar nicht daran, dass Bilderbücher ja auch ein Stück Fiktion sind, so kräftig und realistisch sind die Bilder.
Die Erstellung einer historischen Karte erfordert nicht nur geographische Kenntnisse, sondern vor allem ein umfassendes geschichtliches Hintergrundwissen. Am Beginn steht aber die schwierige Entscheidung, welche Schwerpunkte die Darstellung setzen soll, die dem Werk die entsprechende Note verleiht.
Wehrmachtserinnerungen lösen bei den Nach-Nachfahren immer ein recht unbeholfenes Gefühl aus, einerseits ist das Genre durch allzu beschönigende Literatur in der Political Correctness ziemlich geächtet, andererseits stellt sich die Frage, warum man sich nach siebzig Jahren diese Erlebnis-Literatur der makaberen Art antun soll.
Üblicherweise brechen Journalisten in entlegene Kriegsgebiete auf, um über die Sinnhaftigkeit eines Krieges und seinen Fortschritt zu berichten.
In unseren literarischen Breitengraden gilt eher die Doktrin, nichts ist so real wie die Fiktion, während man in der lateinamerikanischen Literatur das so genannte Testimonio für das höchste der Realität hält. Nicht Repräsentieren sondern einfach Präsentieren, heißt ein Schlüsselsatz.
Im normalen Kontext gilt Theresienstadt als ein Ort des Schreckens, an dem die Nazis ein KZ-errichtet haben und an dem es eine Gedenkstätte gibt.
Die Ukraine gilt allgemein als das größte Land des Kontinents, die wahre Größe der Ukraine dürfte aber darin bestehen, dass verstreut auf alle Welt mehr Ukrainer im Ausland leben als auf der eigenen ukrainischen Fläche.