Don DeLillo, Der Omega-Punkt
Je näher es Richtung Sinn der Menschheit geht, umso dünner wird die Roman-Luft. Don DeLillo nennt seinen Roman um den Sinn des Universums Omega-Punkt, dieser seltsame Begriff gilt in manchen theologischen Facetten als ein nicht erreichbares Ziel, auf das alles mehr oder weniger sinnvoll zusteuert.
Bei Don Delillo wird dieser Omega-Punkt zu einer intensiven Abrechnung mit dem Leben, den kämpferischen Allüren des Homo sapiens und der Aushebelung der Zeit durch die Kunst.
Die große Geschichte eines Landes und die kleine Geschichte einer Persönlichkeit haben eines gemeinsam: Beide dauern letztlich gleich lang und die jeweiligen Höhe- und Tiefpunkte haben scheinbar nichts miteinander zu tun.
Ein Mythos dient meist dazu, etwas Tabuisiertes darzustellen und durch seine pure Benützung Identität zu schaffen. So hat also jedes Land, das etwas auf sich hält, einen spezifischen Mythos, damit die Gegend und deren Bewohner als einmalig erkannt werden können.
Lebenskörner - dieser Titel regt gleich die Phantasie an. Vielleicht sind es Zeitgebilde, die wie in einer Sanduhr abrinnen, vielleicht handelt es sich um ein spezielles Saatgut, das eine einzigartige Lebensernte ermöglicht, vielleicht sind es aber auch die Körnchen Wahrheit, die da im Roman ausgelegt sind.
Wenn der Krieg der Vater aller Dinge ist, gibt es folglich zwischen den Kriegen eine Zeit, die man als Vor- und Nachkrieg bezeichnet. 
In der Wissenschaft gilt manchmal noch das gute Rezept der Alchimisten. Man nehme zwei Stoffe, vermenge sie ordentlich und erhalte das Gold der Wissenschaft in Gestalt einer Diplomarbeit.
Auch wenn der Alltag manchmal in seiner flachen Erscheinung das Hirn gerne in einem Flachbett ruhen lässt, gibt es erstaunlicherweise gerade im Schulsystem immer wieder Pädagoginnen und Pädagogen, die beim Betreten des Unterrichtsgebäudes die allgemeine Narkose beenden und sich Gedanken machen.