Anton Szanya, Der Traum des Josef Scheicher
Börsenkrach, Wirtschaftskrise, Spannungen in einem Vielvölkerstaat, Spannungen zwischen Gesellschaft und Kirche, das Postulieren von Sündenböcken: Vieles scheint sich im Laufe der Geschichte zu wiederholen.
Anton Szanyas Buch über Staatsmodelle in Österreich zur Jahrhundertwende hält immer auch den Blick in die Gegenwart wach.

Was eine perfekte WG ist, hat ein Wappentier oder sonst ein unverwechselbares Maskottchen.
Wie lässt sich eine Reise am ehesten im permanenten Abfluss der Zeit verankern? - Indem man hintennach eine Art Nachschrift verfasst.
Theater und Malerei sind manchmal eng zusammengeknüpft. Nicht nur dass das Bühnenbild das Theatralische unterstützt, auf manchen Bildern in einer Galerie spielen sich vor dem Betrachter abendfüllende Dramen ab.
Das ist wahrlich eine intensive Zeit, wenn etwas passiert ist und erst allmählich die passende Sprache für das Geschehen einsetzt.
Wahrscheinlich ist momentan keine Literatur am Kontinent so wild wie die Ukrainische.
Wenn es jemand schafft, aus dem Jenseits heraus zu erzählen, wie überirdisch muss erst der Stoff sein, den er erzählt.
Kaum ein Wort wird mittlerweile so gehasst wie das Wort Bonus. Seit weltweit die Wirtschaftsdaten nach unten segeln, während die Managergehälter nach wie vor nach oben zischen, erweisen sich die Business-Geschichten von Martin Suter als die wahren Stücke einer Wirtschaftstheorie, die etwa lauten könnte: In der Wirtschaft sind lauter große Kinder am Werk, die Tag für Tag ein erbärmliches Spiel hinlegen.
"Es ist der Geruch, der Indien ausmacht!" (34) Maria E. Brunner bringt in ihrer Prosa über Indien so gut wie alle Sinnesorgane in Stellung, Zitate aus Studien, Analysen authentischer Reisen, die Hinterseite von Prospekten werden genauso verwendet wie verdrehte Drehbücher aus Bollywood und Investitionskampagnen von Wirtschaftstreibenden.