Ray Bradbury, Space Opera
Nicht alle Berufsgruppen haben eine eigene Bibel. Die Bibliothekare jedenfalls schwören seit Jahrzehnten auf Fahrenheit 451.
In diesem magisch utopischen Buch kann ein Buch letztlich nur überleben, indem es von seinem Leser inhaliert, personifiziert und als Hirn-JPG an die Nachwelt weiter gegeben wird.
Achtzig ist eine sehr sinnliche Zahl, um etwa in achtzig Tagen die generelle Welt zu umrunden oder im Laufe eines Winters die Schiwelt einer geheimnisvollen Südalpenlandschaft.
Bei der Bezeichnung "Werke" denkt man als Kunstinteressierter leise an ein Lebenswerk, allein schon die Art, musikalische Werke als Lebenswerk durchzunummerieren, zeigt bei Komponisten die Verbindung von singulärem Kunstwerk und Lebenswerk.
Manche Ausdrücke bringen die Zunge durch bloßes Aussprechen zum Schmelzen. „Landgasthof“ ist so ein sympathischer Begriff, bei dem man sofort an Wärme, Kindheit, Sonntag, Limo und Speckjause erinnert ist.
Bücher, die eine konkrete Frage stellen und diese stracks beantworten, haben immer etwas Faszinierendes an sich.
"Gibt es Menschen, die es fertigbringen, die Welt genauer zu sehen als sie ist?" (18) – Der britische Physiker Paul Dirac (1902-1984) scheint so ein Mensch gewesen zu sein, manche seiner Beiträge zur Quantenphysik gelten heute noch als rätselhaft und lösen deshalb Bewunderung aus.
Der Unterschied zwischen einem Buch und einem Text besteht schlicht darin, dass man ein Buch begreifen muss, um es zu begreifen.
Schon vom Cover glänzen die Bausteine für diese wunderbare Schöpfungsgeschichte herunter. Man nehme viel Sonne, ein Dreieck für Bauch und Brust, einen möglichst kugelrunden Kopf und ein paar Streifen für die Gliedmaßen. Fertig ist die Person.