Olaf Irlenkäuser / Rainer Vollmar, Das Buch der Bücher
Der Unterschied zwischen einem Buch und einem Text besteht schlicht darin, dass man ein Buch begreifen muss, um es zu begreifen.
Das Buch der Bücher führt daher einmal alles vor, was ein gutes Buch ausmacht. Der Umschlag ist aus echtem Leinen, im so genannten Vorsatz wird erklärt, wie ein Buchkörper in den Umschlag geklebt ist, und am Lesebändchen steht selbstverständlich „Leseband“ drauf. Gerade die Selbstverständlichkeiten werden zu einem Abenteuer, wenn man sie in ungewöhnlicher Reihenfolge aneinander reiht.
Schon vom Cover glänzen die Bausteine für diese wunderbare Schöpfungsgeschichte herunter. Man nehme viel Sonne, ein Dreieck für Bauch und Brust, einen möglichst kugelrunden Kopf und ein paar Streifen für die Gliedmaßen. Fertig ist die Person.
Ausstellungen kommen aufs Abstellgleis, Bücher bleiben. Es ist also gut, wenn es zur Landesausstellung 2005 ein Buch gibt, das künftigen Generationen erzählt, was es einst in Galtür und Hall zum Schauen gegeben hat.
„Reprint“ ist ein Lesebuch, in dem die Diskussion zur Architektur in Tirol anhand von zeitgenössischen Textes wieder erlebt werden kann. 
Wenn jemand einen Garten hat, denkt er auch in Gärten, wo andere in Sätzen denken. Diese alte japanische Gartenweisheit zieht sich ermunternd durch das Buch von der Gartenfreude und vom Bienenfleiß.