Kuiper / Mudde, Warum Männer nur mit Perücke Fahrrad fahren sollten
Eine Aufgabe der Wissenschaft besteht darin, alles, und sei es noch so verrückt, zu erforschen. Und umgekehrt erhalten die trivialsten Angelegenheiten einen fundamentalen Sinn, wenn sich die Wissenschaft damit beschäftigt hat.
Die beiden Journalisten und Unterhaltungsschriftsteller Rik Kuiper und Tonie Mudde haben 101 verrückte Erkenntnisse aus der Wissenschaft zusammengetragen und in Form von kleinen Infotainement-Stories aufbereitet. Letztlich sind alle wichtigen Lebensbereiche wie Arbeitswelt, Gesundheit, Sex, Ernährung, Sport oder Esoterik mit witzigen Untersuchungen vertreten.
Eine adäquate Kultur muss wahrscheinlich irreal wie die Menschheit sein, um als Ausdrucksform dieser Menschheit durchzugehen. So gesehen ist die Auto-Kultur etwas vom Höchsten, was die Menschheit in den letzten fünfzig Jahren hervorgebracht hat.
Nicht alle Berufsgruppen haben eine eigene Bibel. Die Bibliothekare jedenfalls schwören seit Jahrzehnten auf Fahrenheit 451.
Achtzig ist eine sehr sinnliche Zahl, um etwa in achtzig Tagen die generelle Welt zu umrunden oder im Laufe eines Winters die Schiwelt einer geheimnisvollen Südalpenlandschaft.
Bei der Bezeichnung "Werke" denkt man als Kunstinteressierter leise an ein Lebenswerk, allein schon die Art, musikalische Werke als Lebenswerk durchzunummerieren, zeigt bei Komponisten die Verbindung von singulärem Kunstwerk und Lebenswerk.
Manche Ausdrücke bringen die Zunge durch bloßes Aussprechen zum Schmelzen. „Landgasthof“ ist so ein sympathischer Begriff, bei dem man sofort an Wärme, Kindheit, Sonntag, Limo und Speckjause erinnert ist.
Bücher, die eine konkrete Frage stellen und diese stracks beantworten, haben immer etwas Faszinierendes an sich.
"Gibt es Menschen, die es fertigbringen, die Welt genauer zu sehen als sie ist?" (18) – Der britische Physiker Paul Dirac (1902-1984) scheint so ein Mensch gewesen zu sein, manche seiner Beiträge zur Quantenphysik gelten heute noch als rätselhaft und lösen deshalb Bewunderung aus.