---, Sagen aus Axams

Sagen sind wie Gebirge, sie verändern sich zwar im Tageslicht, bleiben aber sonst über Generationen ziemlich fix bestehen. Was gibt es also Schöneres, wenn anlässlich eines felsenfesten Jubiläums einer Hauptschule die Kids aus dem Schulsprengel Sagen aus der näheren Umgebung zusammentragen, diese illustrieren und dann in einem schmucken Erinnerungsband zusammenfügen.
In Axams und Umgebung wimmelt es bald einmal von Höll-Zwergerln, Kasermandln, Tuifeln und Böcken, die wahnwitzig durch die Ortschaft traben. Der Ton der Sagen ist stets staatstragend, damit sich die Glaubwürdigkeit der aufgesagten Parolen nicht schon vorzeitig in moralisierende Heißluft auflöst. Aber gegen Ende hin kommt dann doch jeweils der Schalk durch, mag sein, dass es stimmt, kann aber auch geflunkert sein.
Jede Tour ist so gut wie ihre Vorbereitung. Neben technischen Handgriffen am Gerät, Essen und Trinken des Körpers und der obligaten Grundkondition des Bikers stellt sich immer die recht triviale Frage: - wohin?
Endlich eine Bibliotheks-Bibel, mit der man auch ordentlich vereidigt werden kann! Der erste Eindruck der Österreichischen Systematik für öffentliche Bibliotheken (ÖSOB) ist staatstragend und gewaltig.
Ein Wort, das nicht gesprochen wird, verflüchtigt sich aus dem Wortschatz. Gott ist so ein Wort, das nach Ansicht von Hans Augustin ziemliche große Lust auf Verflüchtigung hat. In knapp fünfzig Gedichten wird daher Gott wieder in den Sprachgebrauch reanimiert, und das in recht aufregendem Ambiente.

Vielleicht sind poetische Ratgeber die beste Ermunterung, sich auf eine neue Sicht der Dinge einzulassen. Mit ihrem Roman ?Der Liebhaberreflex? hat Kirstin Breitfellner jüngst etwas recht Angenehmes publiziert, nämlich die Gepflogenheiten von Liebhabern, deren Liebreiz und das aufgegeilt Ungustiöse von Balzritualen auf ironische Art vorzuführen.
Wenn man schnell aufgeweckt drei imposante Tiroler nennen müsste, würde einem sicher Paul Flora einfallen, nicht nur, weil seine Bilder immer einen frisch geweckten Eindruck hinterlassen. Seine jüngste Sammlung nennt sich zeitlos reif und abgeklärt Stille Bilder.
„Reprint“ ist ein Lesebuch, in dem die Diskussion zur Architektur in Tirol anhand von zeitgenössischen Textes wieder erlebt werden kann.
Huch, das Postlerleben kann aufregend sein! Torsten Krulis macht auf den ersten Seiten des Romans zwar so öde Amtsauftritte in einem Paketpostamt, dass Gefahr besteht, die Leser könnten abspringen, aber wer es über diese Amtstätigkeit hinaus schafft, kriegt sein Abenteuer aus heiterem Himmel, wie es auch den Helden völlig unerwartet aus den Socken haut.