Siegfried Höllrigl, Was weiß der Reiter vom Gehen

Eine Reise mit sich ist ja ohnehin schon ein literarisch anspruchsvolles Thema, eine Reise mit sich zu Fuß durch den halben Kontinent ist wahrscheinlich ein Lebensprogramm, das man nur einmal unternimmt.
Der Drucker, Graphiker und Poet Siegfried Höllrigl beschließt im März 1980, eine intensive Reise zu Fuß nach Istanbul ins Österreichische Wunder-Gymnasium "anzugehen". Es dauert aber noch knapp ein Vierteljahrhundert, ehe die Eigen-Expedition im Jahre 2004 durchgeführt werden kann.



Wahrscheinlich kann man dieses Aufsatz-Buch nur mit Schadenfreude lesen. Lehrerinnen und Lehrer, die ein Leben lang Aufgaben geben und Aufsätze schreiben lassen, sind eingeladen, sich freiwillig gegen ein kleines Honorar hinzuhocken und ihren Alltag in der Schule zu beschreiben.
Bei einem Comic ist schon von vorneherein nichts gerade, im gezeichneten Heldenepos von Arthur und Ludwig kommen noch einige Schräglagen hinzu.
Sprichwörter und Spruchweisheiten sind gleichsam Kürzel unserer Sprache, sie haben eine inspirierende Wirkung und regen nicht selten Erkenntnisse im eigenen Erfahrungshorizont an.
In guten Romanen ist die Political Correctness aufgehoben und die Leser dürfen für einige Seiten das denken, was man sonst öffentlich nicht aussprechen kann.
Oft erreichen überladene Dinge ihre Leichtigkeit erst durch präzise Verhöhnung. Lyrik gilt oft trotz der Seltenheit der darin vorkommenden Wörter als sehr schwere Kost, die sogar Depressionen auslösen kann.