Peter Clar / Stefan Domenig, Hatsche-Stratsches Luftballon
Meistens denkt man gar nicht daran, dass Bilderbücher ja auch ein Stück Fiktion sind, so kräftig und realistisch sind die Bilder.
Wenn in einem Bilderbuch immer wieder die Warnung Achtung Satire auftaucht, handelt es sich um eine politische Aktion. In der Politik nämlich wird alles seitenverkehrt genommen, die Satire ist Realität und die Realität Satire, anders könnten wohl Darsteller und Wähler dieses verlogene Spiel um Botschaften nicht aushalten.
Es gibt so gut wie keinen Anlass, zu dem man nicht essen könnte. Und der Körper kennt keine noch so wilde Verrenkung oder Stellung, in der sich nicht ein Menü einführen ließe.
Satiren greifen oft einen voluminösen Titel auf um ihn dann ordentlich aufzublasen und zum Platzen zu bringen.
Manche Bücher treten schon in Aufmachung und Titel als Rarität hervor, verheißen einen Ausstieg aus der Zeit und eine Reise in einen ungewöhnlichen Gedankenkosmos.
Kein Strich von einer sogenannten Zeichnung! - Aber dafür dafür Geschichten, die auf den Strich gehen.
Eine Aufgabe der Wissenschaft besteht darin, alles, und sei es noch so verrückt, zu erforschen. Und umgekehrt erhalten die trivialsten Angelegenheiten einen fundamentalen Sinn, wenn sich die Wissenschaft damit beschäftigt hat.
Sprichwörter begleiten uns unauffällig durch den Alltag, manche sind so was von allgemeingültig geworden, dass wir gar nicht mehr auf die Idee kommen, dass sie vielleicht gar nicht stimmen und verlogen sind.
Im Tourismus werden unter dem Label ?Weiße Nächte Dämmerungen in Sankt Petersburg ausgelobt, wobei man sich ordentlich betrinkt, dem Hochklappen der Brücken über die Newa zusieht und sich freut, dass die Sonne zwar verschwindet, aber das Licht über Nacht erhalten bleibt.
Wer im Sumpf sitzt, kriegt nicht viel mit und hält das Quaken der Frösche für Ansprachen. Österreicher sind begnadete Sumpf-Sitzer, weshalb es gut tut, wenn ab und zu eine Korrespondentin von außen den Saftladen begutachtet, den viele für den Mittelpunkt der Welt halten.
Das ganze Land marschiert durch das Andreas-Hofer-Jubiläums-Jahr, man feiert allerorten die berühmt berüchtigten Geschehnisse vor zweihundert Jahren und vergisst dabei eines: