Arthur & Ludwig, Die Glorreichen schieben
Bei einem Comic ist schon von vorneherein nichts gerade, im gezeichneten Heldenepos von Arthur und Ludwig kommen noch einige Schräglagen hinzu.
Die Glorreichen schieben ist eine Anspielung auf die Westerngeschichten, die letztlich das Kapitel Okkupation, Ausrottung der Originalbevölkerung und Missionierung beinhalten heftig unterlegt mit unverhohlenem Machismus.
Sprichwörter und Spruchweisheiten sind gleichsam Kürzel unserer Sprache, sie haben eine inspirierende Wirkung und regen nicht selten Erkenntnisse im eigenen Erfahrungshorizont an.
In guten Romanen ist die Political Correctness aufgehoben und die Leser dürfen für einige Seiten das denken, was man sonst öffentlich nicht aussprechen kann.
Oft erreichen überladene Dinge ihre Leichtigkeit erst durch präzise Verhöhnung. Lyrik gilt oft trotz der Seltenheit der darin vorkommenden Wörter als sehr schwere Kost, die sogar Depressionen auslösen kann.
Meistens denkt man gar nicht daran, dass Bilderbücher ja auch ein Stück Fiktion sind, so kräftig und realistisch sind die Bilder.
Es gibt so gut wie keinen Anlass, zu dem man nicht essen könnte. Und der Körper kennt keine noch so wilde Verrenkung oder Stellung, in der sich nicht ein Menü einführen ließe.
Satiren greifen oft einen voluminösen Titel auf um ihn dann ordentlich aufzublasen und zum Platzen zu bringen.
Manche Bücher treten schon in Aufmachung und Titel als Rarität hervor, verheißen einen Ausstieg aus der Zeit und eine Reise in einen ungewöhnlichen Gedankenkosmos.
Kein Strich von einer sogenannten Zeichnung! - Aber dafür dafür Geschichten, die auf den Strich gehen.