Walter Sonnleitner, Stirb bankrott!
Perfekte Sachbücher sind oft so elegant fiktional, dass sie durchaus als Realitätsroman durchgehen können.
Walter Sonnleitners fröhlicher Zuruf Stirb bankrott! legt natürlich viele Strategien vor, wie man zu Geld kommt und dabei das Leben über die Runden bringt. Viel hilfreicher als Anlegetipps und Geldverwaltung sind freilich seine frechen philosophischen Kommentare.
"Beginnen wir mit der Hauptsache: Was ist der tiefe Sinn der griechischen Mythen und warum sollte man sich noch heute, heute vielleicht sogar mehr denn je, für sie interessieren?" (7)
Wer im Sumpf sitzt, kriegt nicht viel mit und hält das Quaken der Frösche für Ansprachen. Österreicher sind begnadete Sumpf-Sitzer, weshalb es gut tut, wenn ab und zu eine Korrespondentin von außen den Saftladen begutachtet, den viele für den Mittelpunkt der Welt halten.
Es gibt diese aufregende Erlebnisschleuse, wo die Gegenwart sich verabschiedet und in Geschichte übergeht. Plötzlich ist etwas nicht nur ein Stück gewöhnliche Gegenwart, sondern das Ereignis sammelt den Staub der Unverwechselbarkeit um sich und wird zu einer historischen Einmaligkeit.
In manchen Bereich erfahren wir die Schule als kleines Mysterium. Beispielsweise wenn wir uns die pädagogisch vernichtende Frage stellen: Wie ist es möglich, dass sich interessierte und begeisterte Kindern oft innerhalb kürzester Zeit in frustrierte und unglückliche Schüler verwandeln können.
Wann spricht man eigentlich von einer Leserechtschreibstörung (LRS), was sind ihre Charakteristika, woher kommt sie eigentlich und wie kann man sie erkennen? Wichtige Fragen, die vor allem für TherapeutInnen, LehrerInnen und Eltern betroffener Kinder von besonderem Interesse sind.
"Ein Bild sagt mehr als tausend Worte" heißt es in einem Sprichwort, in dem die Faszination und Aussagekraft von Bildern und Fotografien auf den menschlichen Betrachter auf den Punkt gebracht wird.
Manchmal läuft die Zeitgeschichte so verrückt ab, dass man sie sich selbst als Zeitgenosse nicht glaubt.
Die Liebe zu einer Stadt entsteht wie bei jeder Liebe zufällig. Als in den 1980er Jahren der Autor Cornelius Hell eine Stelle als Lektor irgendwo im Ausland sucht, wird ihm eine Stelle in Vilnius angeboten. Seither ist es die Stadt seines Lebens geworden.
"Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, denn dass ein Reicher ins Reich Gottes komme heißt es in der Bibel." Curzio Maltese zeigt mit seinem penibel recherchierten Buch, wie sich der Vatikan in den letzten zwei Jahrzehnten zahlreiche Stolpersteine auf dem Weg ins Reich Gottes errichtet hat und auf Erden gut damit lebt.