Leseschwerpunkt Schuljahr 2023/24
Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung hat für das Schuljahr 2023/24 den Schwerpunkt „Lesen“ im Unterricht ausgerufen. Ziel ist es, die wichtige Rolle des Lesens für das schulische, berufliche und private Leben zu betonen.
Um das Lesen zu fördern und die Bedeutung des Lesens öffentlich zu vermitteln, werden öffentlichkeitswirksame Maßnahmen umgesetzt wie die Werbung für das Lesen durch Lesebotschafter oder die Auszeichnung von Gemeinden und Betrieben mit innovativen Ideen zur Leseförderung. Aber auch im schulischen Bereich werden zahlreiche Maßnahmen in Auge gefasst.
„Bildung ist ein Menschenrecht. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass Menschen eine kulturelle Identität entwickeln, an der Gesellschaft teilhaben und ihre persönlichen Anlagen und Fähigkeiten entfalten können. Sprache und Bildung sind dabei eng miteinander verwoben. Zu einer umfassenden Bildung gehört der Zugang zur Literatur deshalb unbedingt dazu. Sie ist nicht nur Nahrung für die Fantasie, sondern sie zeigt auch mit vielerlei Gestaltungen, wie sich Ausgedachtes und Erfahrenes zur Sprache bringen oder in Bildern vermitteln lassen.“ (S. 6)
„In der Klasse 2a ist am Tag nach dem Sommerfest ganz schön was los. Kein Wunder: Bei der großen Schultombola hat die Klasse eine Reise gewonnen. Drei Tage im Wald! Enis ist ganz aufgeregt, er kennt den Wald nur aus der Ferne. In seiner Heimat Syrien gibt es nur wenige Wälder. Karim hingegen ist ziemlich fit, was den Wald betrifft. Sein Großvater ist Förster.“ (S. 4)
Die Förderung der Medienkompetenz erfährt in unserer heutigen mediatisierten Welt einen Bedeutungszuwachs. Im Besonderen für Kinder und Jugendliche gehört die Nutzung von Computern und interaktiven Medien zum alltäglichen Leben. Dabei fungieren diese breit gefächert als Kommunikations-, Wissens- und Unterhaltungsplattform.
Das Buchklub-Café bietet den Buchklub-Schulreferent:innen eines Bezirkes oder einer Bildungsregion die Gelegenheit, sich zu vernetzen, sich über Leseförderung und Lesemotivation auszutauschen und die neuesten Aktivitäten des Buchklubs zu erfahren. Dabei sind die Pausengespräche genau so wichtig wie die fachlichen Inhalte.
Seit 2007 untersuchen Stiftung Lesen, DIE ZEIT und Deutsche Bahn Stiftung jährlich im Rahmen der etablierten Vorlesestudie das bundesweite Leseverhalten und die Bedeutung des Vorlesens für die Entwicklung von Kindern.
Die Buchklub-Reihe LESEFIT ist ein neu konzipiertes Programm für das Lesetraining an der Volksschule. Mit Beginn des neuen Schuljahres werden zwei Übungshefte die Reihe eröffnen. Dabei handelt es sich um Hefte mit Farbdruck, in denen die Kinder direkt arbeiten. Das reduziert das Kopieren von Arbeitsblättern und spart damit Zeit und Ressourcen.
„Die Thematisierung von Ausreißertexten im Deutschunterricht bietet sich schon deshalb an, weil im Zentrum die Reise steht, die oftmals mit abenteuerlichen Ausgestaltungen erfolgt. […] Die Abenteuertexte weisen Spannung auf und bieten die Möglichkeit, die literarische Verarbeitung mit den Schüler*innen zu thematisieren.“ (S. 19)
Die Leseförderung nimmt an der Volksschule Götzens einen zentralen Stellenwert ein, wobei die Leseförderung sowohl im Klassen und Schulverband als auch, wenn nötig in Form der Einzelbetreuung erfolgt.
Als eine der beiden QM-Koordinatorinnen unterrichte ich Deutsch und Englisch. Schon seit Jahren zeigen Überprüfungen und externe Evaluierungen in unterschiedlichen Jahrgangsstufen (Salzburger Lesescreening, IKM-Testungen der 3. und 5. Klassen, BIST), dass die Schüler*innen im Schnitt im Bereich Lesen hinter den Erwartungen zurückbleiben.