Uticha Marmon, Die Wiesenfreunde und das Geheimnis unterm Apfelbaum
„Oh, was ist denn das für ein Krach? Pavarotti, der stolze Hahn, kräht wirklich laut! Das muss er. Es ist seine Aufgabe, alle hier in Igelwies zu wecken. Sieh mal unter dem Apfelbaum regt sich schon was. Das ist ja Murat Knistermister der fünfpunktige Marienkäfer. Hast du ihn schon entdeckt.“
Der Tag beginnt auf der Igelwiese, nachdem der Hahn den Morgen begrüßt hat. Murat der kleine Marienkäfer reckt und streckt sich langsam und macht sich ans Frühstück. Aber der Meisenmann und die Bienen sind zu beschäftigt, um gemeinsam mit ihm zu frühstücken.
„Im Garten der beiden Mäuse Tim und Tom wuchs ein großer, gelber Kürbis. Die zwei gingen oft in den Garten und bewunderten ihn. Manchmal setzten sie sich auf den Kürbis und spielten Reiter und Pferd. Eines Tages, als sie wieder auf dem Kürbis saßen, kam Felix, der Pandabär, vorbei. Felix war ein sehr gutmütiger Bär. Ein richtiger Tollpatsch. Außerdem glaubte er alles, was man ihm sagte.“ (S. 8)
„Bella rennt den ganzen Weg von der Schule nach Hause. Sie ist aufgeregt. Alle sollen eine Eiche pflanzen und großziehen. »Aber zuerst muss ich Eichensamen finden«, sagt Bella. Oma kennt sich mit Bäumen gut aus. Warum fragst du deine Oma nicht? Das macht Bella.“
„Am Rande des Walds auf einem Ast / sitzt Eule Elli und macht Rast. / Die kleine Eule liebt die Nacht, / wenn langsam Stern für Stern erwacht. / Am liebsten fliegt die Elli aus / mit ihrer Thea Fledermaus. / Wenn möglich, sind die Freunde stets / bei Nacht gemeinsam unterwegs.“
„Jetzt will ich dir von Karlchen erzählen. Karlchen ist nicht etwa ein Junge, wie du vielleicht denkst, Karlchen ist ein Mädchen, und eigentlich heißt sie Karla. Aber allen nennen sie Karlchen. Alle, das sind gar nicht so viele Leute, denn in dem winzigen Tal, in dem Karlchen wohnt, gibt es nur ein paar Höfe. Und auf diesen Höfen wohnen nur alte Leute. Karlchen und ihr kleiner Bruder Johann sind die einzigen Kinder im ganzen Tal.“ (S. 10)
„Gestatten, mein Name ist Murr. Ich bin ein Kater. Ein Kater, der gerne draußen lebte. Denn im Sommer war es herrlich gewesen, die Tage in Gärten und Parks zu verbringen und nachts Mäuse zu fangen oder Essen zu beschaffen. Doch dann kam der Herbst. Und mit ihm der Regen. Aber Katzen sind nun mal nicht für Regen gemacht, das weiß jedes Kind. Ich musste also unbedingt ein neues Zuhause finden.“ (S. 5)
„Grizzlybären sind wild. Sie kennen keine Angst, sind nie traurig und brüllen ganz furchtbar gerne. Nicht vor Wut oder vor Schmerz oder vor Freude. Nur vor Wildheit. Aber manchmal funktioniert das nicht so gut. Zum Beispiel, wenn man Blumen riecht und eine Biene kommt und direkt in die schwarze Bärennase sticht.“ (S. 5)
„Wie schön, dass du vorbeikommst! Heute ist nämlich mein Geburtstag. Ich werde 150 Jahre alt. Dafür habe ich mich gut gehalten, was? Du meinst, ich lache, weil das ein Scherz ist? Nein, kein Scherz. Und ich lache auch nicht, mein Maul ist so geformt. Wir Grönlandwale sind beweglicher, als man denkt. Ich kann komplett aus dem Wasser springen, trotz meiner 80.000 Kilo.“ (S. 13)
„Dürfen Zwerge Riesenrad fahren? Darf man im Weinkeller auch mal lachen? Lohnt es sich für Eintagsfliegen, ein Tagebuch anzufangen?“
„Eine Zauneidechse sitzt auf der Mauer und lässt sich in der Abendsonne wärmen. Lautlos gleitet eine Eule heran. Der Fuchs, der hinter den Beeten des Gartens unter einer Holzbank liegt, lässt sich von dem großen Vogel nicht stören. Erst als er Schritte auf dem Kiesweg hinter der Kirche hört, kriecht er hervor und läuft davon.“