Irmgard Kramer, Ein Löwe unterm Tannenbaum
„Aber in diesem Jahr wollte er alles richtig machen. Vierundzwanzig Tage hatte er Zeit. Diesmal würde er sich den richtigen Menschen aussuchen, einen Menschen, der bereit war, ihn zu kaufen, und damit einen magischen Vertrag einging. Der Löwe wollte sich einen Menschen aussuchen, der Spaß verstand, einen Menschen, der ihn lieb haben konnte.“ (7)
Ein kleiner Stofflöwe verbringt schon Jahre in einem Spielzeugladen, ohne jemals gekauft worden zu sein. Jedes Jahr zur Weihnachtszeit erhält er die Chance, sich einem neuen Besitzer zu präsentieren, bevor es wieder ab in die Kiste heißt, wo er mit zahlreichen anderen Ladenhütern die kommenden Monate verstaut wird. Diesmal nimmt sich der Löwe vor, sich besonders zu bemühen, um endlich jemanden zu finden der ihn liebt.
„Noch niemals zuvor hat er den Teufelsturm außerhalb seiner Dienstzeit verlassen. Jetzt jedoch ist da dieser Riss in der Scheibe. Diese kaputte Scheibe, überlegt Otribuk hastig. Diese Scheibe, die doch sowieso schon kaputt ist … Jetzt oder nie! Er muss unbedingt herausfinden, wohin die zwei Engel fliegen!“ (12)
„Jeder Künstler lernt, indem er die Arbeiten anderer anschaut, kleine Teile davon auswählt und dann in seinen Arbeiten umsetzt – sich also inspirieren lässt. Mit Hilfe der Künstler in diesem Buch entdeckst Du neue Arbeitsmethoden und neue Möglichkeiten des Bildermachens.“
„Wenn ich ein Buch wäre, würde ich jemanden auf der Straße bitten, mich mit nach Hause zu nehmen. Wenn ich ein Buch wäre, würde ich meine tiefsten und geheimsten Geheimnisse mit meinen Lesern teilen.“
„Rufus hielt den Atem an. Konnte es sein, dass das Ding ihn verstand? Dass es seine Fragen wirklich begriff? »Verstehst du etwas, was ich sage?«, fragte Rufus. Das Wesen nickte noch einmal. Rufus hatte noch nie von einem Tier gehört, das Menschen versteht.“ (9 f)
„Ich heiße Ella, und ich bin schon wieder in der zweiten Klasse. Das heißt, eigentlich fangen gerade die Sommerferien an. Aber im Herbst muss unsere ganze Klasse noch mal in die Zweite, weil wir vor den Ferien eine Stunde zu früh aus der Schule abgehauen sind.“ (5)
„Das Land, in dem Lukas der Lokomotivführer lebte, hieß Lummerland und war nur sehr klein. Es war sogar außerordentlich klein im Vergleich zu anderen Ländern wie zum Beispiel Deutschland oder Afrika oder China.“ (5)
„Um es gleich zu sagen: Wir Hamster mögen Menschen. Warum. Weil sie so schön leicht zu erziehen sind. Du klammerst dich ans Käfigtürchen – schon nehmen sie dich heraus.“ (5)
„Ginge man heutzutage in die Schule und fragte die Kinder »Was ist ein Gügel?«, so bekäme man sicher ein paar ziemlich dumme Antworten. » Na, so’n Mittelding zwischen Kugel und Kügelchen«, könnte ein Kind sagen. Und ein anderes: »Ein Küken, das gackert.« Oder sogar: »Das ist ein anderes Wort für Gugelhupf.« Aber es gab eine Zeit, das war das nicht so.“ (7)
„»Was auch immer mein Vorfahre bei sich hatte, liegt für alle Zeiten auf dem Meeresgrund. Dahin kommt keine Maus. Niemals!« Pete ließ traurig den Kopf hängen. Der Professor zog nachdenklich an seiner Pfeife. Dann blickte er in die Ferne und murmelte mit bedeutsamer Miene: » Na ja, etwas Ähnliches hat man auch mal über eine Maus und den Mond behauptet …«“ (Kuhlmann, Edison)