Katja Alves, Die Rache der schwarzen Katze und andere Sagen aus der Schweiz
„Wir alle kennen mindestens eine Sage oder Legende aus unserem Kulturkreis. Manche dieser überlieferten Geschichten erzählen von vertrauten menschlichen Unzulänglichkeiten, andere wiederum erscheinen uns wild fantastisch, und einige mögen sogar ein bisschen gruselig sein.“ (S. 124)
Katja Alves präsentiert dreiundzwanzig Sagen aus allen vier Sprachregionen der Schweiz, wobei sie bewusst versucht, diese möglichst frei nachzuerzählen, um diese möglichst „pointiert und lebendig“ wirken zu lassen. Versammelt wurden bekannte und weniger bekannten Sagen der Schweiz, denen zahlreichen Illustratorinnen und Illustratoren ihre persönlichen Bildideen beigesteuert haben.
Es ist kalt. Der Bär feiert sein Fest. Es ist spät. Alle gehen nach Hause. Nur der Igel bleibt.“
„Snöfrid brauchte nur einen Apfel. Und an dieser Stelle, liebe Leser, steckte der gute Snöfrid bereits erneut von seinen kurzen Beinchen bis zu den fusseligen Ohren im nächsten Abenteuer. Davon wusste er natürlich noch nichts.“ (S. 22)
„Nele, Nele. Immer soll sich Lilly ihre große Schwester zum Vorbild nehmen. Doch das ist nicht nur das, was Lily an Nele stört. Die Wahrheit ist nämlich: Nele kann wirklich alles ein bisschen besser als Lily.“ (S. 5)
„Ich heiße Ella. Ich bin - »Herr Lehrer, in der wievielten Klasse sind wir jetzt eigentlich?« »Einen Augenblick, genau das kläre ich gerade«, antwortete unser Lehrer, der mit dem Schornstein auf dem Flur stand.“ (S. 5)
„Zu den nordischen Wesen zählen unter anderem die Naturwesen. Genau wie die Natur selbst sind sie nicht grundsätzlich gut oder böse, sondern einfach launisch. Und sie haben, wenn überhaupt, andere moralische Regeln als wir Menschen.“ (S. 10)
„Bifi hat vier Beine. Pops hat nur zwei. Bifi hat Fell. Pops hat nur Fussel. Aber das stört Bifi nicht. Denn Pops ist sein bester Freund.“ (S. 5)
„Sinemon war schrecklich aufgeregt. In Kürze würde ein kleiner Stern namens Marlou am Firmament auftauchen. Seine vorerst zaghafte Erscheinung würde zu einem hellen Leuchten werden und sein Strahlen das Funkeln am Himmel der Welt bereichern.“ (S. 6)
„Eine kleine Pfote drehte an den Rädchen eines riesigen Teleskops. Ein winziges graues Fellknäuel spähte durch das eiserne Rohr voller gläserner Linsen. Nun war das Bild des Sternenhimmels ganz klar. »Unglaublich!«, murmelte die kleine Maus.“
„»Radek arbeitet für den Geheimdienst, ich hab’s immer schon gewusst!« »Was denn für ein Geheimdienst?«, fragte ich. »Das weiß man nicht. Sonst wäre er ja nicht geheim«, schnappte Leo. »Radek sieht aber nicht gerade so aus, als ob er für einen Geheimdienst arbeiten würde. Ich meine, denk doch mal an die Gummistiefel.«“ (S. 17)