Leslie Connor, Die ganze Wahrheit (wie Mason Buttle sie erzählt)
„Also, ich sag mal so: Ich weiß genau, wer das T-Shirt in mein Schließfach gestopft hat. Matt Drinker. Vorher hat er sich aber noch mit einem Edding daran zu schaffen gemacht. Dicke schwarze Buchstaben. Er hat DEEHMLICH draufgeschrieben. Genauso, wie ich das Wort Freitagmorgen beim Buchstabierwettbewerb buchstabiert habe.“ (S. 7)
Mason Buttle ist ein übergewichtiger Junge, der Probleme beim Lesen und Schreiben hat, langsam denkt, das Meiste wörtlich nimmt und positiv betrachtet und dennoch anderen Menschen warmherzig begegnet. Ideale Voraussetzungen, um von seinen Mitschülern gemobbt zu werden.
Die Erinnerungsliteratur nimmt die Menschen als Zwischenwirt, um mit ihm ungeahnte Visionen über die Kindheit zu entwickeln. Eine besondere Form dabei ist die zitierte Jugendliteratur, worin jemand im Stile seiner Kindheit seine Träume aus dem Erwachsenenleben erzählt in der Hoffnung, dass es auch die Kids von heute interessieren wird.
Wer kennt nicht die berühmten Abenteuer von Alice im Wunderland, die sich plötzlich in einer verrückten fremden Welt wiederfindet. Gemeinsam mit dem Fortsetzungsband „Alice hinter den Spiegel“ sind Alices Abenteuer in einem von Floor Rieder illustrierten Doppelband erschienen.
„Es ist eine Freude und ein Privileg, mit dir auf diese Reise zu gehen. Wenn du bereits andere Bücher von uns gelesen hast, vielen Dank! Und wenn nicht – spring ins Raumschiff und bereite dich auf den Start vor. Viel Glück auf unseren kosmischen Abenteuern und denke daran. Flieg nie zu nahe an ein schwarzes Loch heran.“ (S. 12)
„Du bist 13 Jahre alt und lebst im Dorf Set Maat in der Nähe der großen Stadt Waset (Theben). Dein Vater Sembu ist Steinmetz. Er baut geheime unterirdische Gänge und Gräber in der königlichen Grabstätte, die als das Tal der Könige bekannt werden soll.“
„Mason neigte den Kopf. »Diese Steine sehen nicht nur hübsch aus. Sie können noch viel mehr: Sie sind die Talismane von Schloss Ravenstorm. Ihr müsst sie immer bei euch tragen.« Molly schaute verwundert zu Mason hoch – erlaubte er sich einen Scherz mit ihnen? – aber seine Augen waren dunkel und todernst.“ (S. 35)
„Eine Kette mit Smaragd. Dieser Gedanke durchzuckte Vita wie ein Stromstoß. Sie konnte die Burg nicht zurückerobern; aber ein Smaragd war etwas anderes. Ein Smaragd, so groß wie das Auge eines Löwen und Tausende Dollar wert – der konnte alles ändern. Ich kann ihn finden. Ich kann ihn zurückholen. Und ich könnte ihn verkaufen. Ich könnte mit dem Erlös einen Anwalt bezahlen und diesen Sorrotore zwingen, Grandpa sein Zuhause zurückzugeben.“ (S. 26)
„In dem schmalen Schatten der Hecke hockte tatsächlich ein Huhn. »Gehört das jetzt auch uns?« Tobi stieg aus dem Sandkasten und ging langsam auf das Huhn zu. »Natürlich nicht« Das Huhn gackerte und rannte mit den Flügeln flatternd quer durch den Garten. Und dann sah ich Flo zum ersten Mal.“ (S. 14)
„Anfang 2020 erlebten Schüler auf der ganzen Welt eine große Überraschung: Coronaferien. Doch anders als bei Hitzefrei wurde nicht gejubelt. Die Welt hielt den Atem an und erwartete die größte Katastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg. Der Grund: ein Virus, das im Verhältnis zu uns nicht größer ist als eine Maus zur Erde.“ (S. 8)
„Überall in den Gebirgen Tirols wohnen Salige Frauen und Fräulein. Sie können sich in Wolken verwandeln und ihr Haar in Sonnenstrahlen, denn sie wollen nicht, dass die Menschen erfahren, wer sie in Wirklichkeit sind. Immer wieder kommen Salige in die Täler herunter oder auch in einsame Bauernhöfe hoch oben. Dort helfen sie, wo es Not tut.“ (S. 7)