Elke Satzger, Finnja Feentochter und die sieben Gefährten
„Doch nun, drei Wochen später, sah er alles in einem anderen Licht. Nun wusste Leon, dass er in diesen Ferien sehr viel mehr lernen sollte als nur Latein. Dass es Dinge zwischen Himmel und Erde gab, die er nicht für möglich gehalten hätte. Und dass seine Oma schon damals etwas gewusst oder geahnt hatte, was niemand sonst außer ihr wusste oder ahnte. Zumindest kein menschliches Wese.“ (S. 8)
Als Leon glaubte in der Ferne eine alte Turmruine gesehen zu haben, reagiert seine Großmutter unerwartet streng. Sie beginnt sich merkwürdig zu verhalten und verbietet ihm, die Grenzen des Dorfes zu verlassen. Zur gleichen Zeit freuen sich im nahen Feenland alle auf das bevorstehende Mondbeerenfest. Finnja, die Tochter der Feenkönigin, feiert an diesem Tag ihren dreizehnten Geburtstag. Doch Gefahr liegt in der Luft.
„In diesem Buch wirst du drei Escape-Spiele lösen müssen, eines nach dem anderen. So wird es dir gelingen, Moriarty davon abzuhalten, sein nächstes Verbrechen zu begehen. Am Ende eines jeden Escape-Spiels wirst du die Antwort zu einer der drei fundamentalen Fragen erhalten: Wo, wann und was. Die Rätsel trainieren dein Englisch und orientieren sich an Grammatik und Vokabeln aus der Schule.“ (S. 3)
„Auf einmal hörte Oskar Geräusche aus dem Keller, hielt den Atem an. Das Knarren einer sich öffnenden Tür. Schritte, die die Treppe heraufkamen, langsam und unerbittlich. »Gleich werden wir erfahren, wer hinter allem steckt«, flüsterte ihm Lena zu.“ (S. 9)
„In meinem Kopf arbeitete es fieberhaft. Ich war allein in einer Wohnung mit einem – ja, was? Geist? Ich schluckte. Geist war schlimmer als Hormon-Fantasie. Deutlich Schlimmer. Ein Geist der Wasser verschüttete konnte theoretisch auch Messer werfen. Ich sah zum Fenster. Zur Tür. Ich musste ihn loswerden. Jetzt.“ (S. 30)
„»Es war eine Zeit der Freundschaft, wo Menschen, Zwerge und Elfen sich gemeinsam für eine bessere Welt einsetzten. Doch dann kam der Tag, an dem sich alles änderte: Der Tag des Schreckens.« Wie auf ein Stichwort hin zog eine Wolke vor die Sonne. Zed bekam Gänsehaut, als ihr Schatten den Platz verdunkelte. »Monster – hungrige, übernatürliche Ungeheuer, die einst auf ihren eigenen grässlichen Weltenebenen gefangen waren …“ (S. 46)
„An diesem Morgen wusste Paolo noch gar nicht, dass er König werden würde. Woher hätte er das auch wissen sollen? Er war ja nur ein ganz normaler 13-jähriger Junge, nicht besonders groß, mit Haaren, die ständig verstrubbelt waren, und der schlechten Angewohnheit, an seinen Fingernägeln herumzukauen, wenn er angestrengt nachdachte.“ (S. 7)
„Ich hatte sofort dieses komische Gefühl, das mich immer vor schlechten Nachrichten überkommt, wie damals, als der Doktor meiner Mom das Abhörgerät auf den Rücken gedrückt hatte und mir, noch bevor er es sagte, klar gewesen war, dass sie in Sanatorium müsste. Genauso fühlte ich mich, als der fette Mann hinter meinem Vater in das Juweliergeschäft drängte.“ (S. 8)
„Auf seinem Schiff brach Jubel aus, dann sprangen Tausende seiner Männer über Bord, um ihrem König auf persischen Boden zu folgen. Der junge Mann hieß Alexandros, was in etwa »Beschützer der Männer« bedeutet, und lebte vor über zweitausend Jahren, im vierten Jahrhundert vor Christus.“ (S. 8f)
„Sein Fahrzeug war zerbeult und zerkratzt, als hätten hundert große Bären mit ihren Tatzen darauf eingeschlagen, aber er brachte auch außergewöhnliche Neuigkeiten – er hatte entdeckt, dass im Blut dieser eigenartigen Scheusale aus dem Hinterland, die sich selbst als Wildes Volk bezeichneten, Sternengold versteckt war.“ (S. 12)
„In wenigen Stunden startete das Sommertrimester an der Mount Avelston School. Kendrick hätte gerne gesagt, dass er bereit war. Schließlich wechselte er nicht zum ersten Mal die Schule. Aber diesmal war es anders. Alles war anders.“ (S. 8)