9-11 Jahre

Lena Schneider / Tijan Sila, Lila Leuchtfeuer - Geh nicht nach Nimmeruh!

andreas.markt-huter - 11.06.2024

lena schneider, lila leuchtfeuer"»Es wird bestimmt niemand kommen. Du kannst das Tor also zulassen«, sprach Hubert, in der Hoffnung, Lila umzustimmen. Allerdings klang er wenig überzeugt von seinen eigenen Worten. »Da muss ich dich enttäuschen«, antwortete Lila erfreut. »Ich sehe da schon jemanden die Straße heraufkommen! « »Wer ist es denn?«, fragte Willi. Doch Lila antwortete nicht. Langsam, ganz langsam sanken ihre Mundwinkel und ihre Augen wurden immer größer." (S. 16)

Lila Leuchtfeuer lernt in der magichanischen Werkstatt ihres Vaters magische Gegenstände wie Zauberkessel und Zauberflöten zu reparieren. Ihre Mutter ist als fahrende Händlerin ständig unterwegs und als ihr Vater zum König gerufen wird, um einen Kratzer im königlichen Zauberspiegel zu reparieren, bleibt Lila mit ihrem Freund Willi, einem eichhörnchenartigen Waldgeist und dem sprechenden Hammer Hubert in der Werkstatt allein zurück.

Jean Menzies, Sagenhafte Frauen

andreas.markt-huter - 30.05.2024

jean menzies, sagenhafte frauen„Von den Inseln der Karibik bis zu den Bergen Japans, von den Schluchten Schottlands bis zu den Küsten Neuseelands – an jedem Ort und zu jeder Zeit begegnen wir außergewöhnlichen Frauen in den Mythen jeder einzelnen Kultur. Ob Hexe, Kriegerinnen, Göttinnen oder Königinnen – sie hinterlassen ihre Spuren in den Geschichten, die über sie erzählt werden. In diesem Buch findest du eine Auswahl dieser Sagen.“ (S. 5)

In allen Kulturen, Mythen und Religionen der Welt spielen Frauen eine wichtige Rolle. Das Kindersachbucch „Sagenhafte Frauen“ geht der breiten Palette an Heldinnen, Kriegerinnen und Göttinnen in der Geschichte in verschiedenen Regionen und Kulturen nach und erzählt die zentralen Inhalte und Charakter dieser beeindruckenden Erzählungen und Mythen nach.

Akram El-Bahay, Alma und die Landkarte der Zeit

andreas.markt-huter - 21.05.2024

akram el-bahay, alma und die landkarte der zeit„Einen Moment später folgte ein weiterer Tunnel. Dieser schien kaum ein Ende zu nehmen. Alma tastete im Dunkeln nach einem Lichtschalter. In modernen Zügen waren Lampen über den Sitzen angebracht. Tempus aber war wohl für so etwas zu alt. Unvermittelt verließ der Zug den Tunnel. Es wurde wieder hell. Und Alma gegenüber saß eine Frau.“ (S. 16)

Die zwölfjährige Alma soll die ersten zwei Wochen ihrer Sommerferien bei ihrer Oma an der Küste verbringen. Zufälligerweise erhält sie am Tag der Abfahrt die Benachrichtigung über den Gewinn einer Fahrt mit dem historischen Zug Tempus, der zufälligerweise auch an dem Dorf ihrer Großmutter vorbeiführen sollte.

Dominic Sandbrook, Eroberer der Meere - Die Wikinger

andreas.markt-huter - 11.05.2024

dominic sandbrook, eroberer der meer - die wikinger„Die Wikinger plünderten sich durch England, Schottland, Wales und Irland, verwüsteten Ortschaften und Klöster und versklavten ihre Bewohner. Sie wüteten in Frankreich und belagerten zweimal Paris. Sie attackierten die goldenen Städte im Süden Spaniens. Ihre Eroberungszüge führten sie bis nach Italien und ins ferne Nordafrika.“ (S. 13 f)

Selbst nach über 1.000 Jahren werden mit der Bezeichnung Wikinger Raubzüge, Überfälle und Schreckensgeschichte aber auch erstaunliche Leistungen auf dem Gebiet der Seefahrt assoziiert. Das Kindersachbuch „Eroberer der Meere – Die Wikinger“ erzählt die Geschichte der gefürchteten Nordmänner vom ersten Angriff auf das englische Kloster Lindisfarne im Jahr 793 bis zur letzten Schlacht des Harald Hardrada im Jahr 1066.

Oliver Scherz, Sieben Tage Mo

andreas.markt-huter - 25.04.2024

oliver scherz, sieben tage mo„Ich hielt an, wischte mir den Schweiß aus dem Gesicht und schaute gebannt auf die schwarz-graue Wolkenwand. Da ahnte ich noch nicht, wie sehr mich die nächsten Tage durcheinanderbringen würden. Dass es mir vorkommen sollte, als würde mich ein Wirbelwind in die Luft drehen, bis ich mich selbst nicht mehr richtig verstand …“ (S. 24)

Der zwölfjährige Karl und sein Bruder Moritz, genannt Mo, sind zwei ungleiche Zwillingsbrüder. Mo ist mit einer geistigen Behinderung zur Welt gekommen, nachdem ihm bei der Geburt durch seine Nabelschnur die Luft abgeschnürt wurde. Seit ihre Mutter wieder zur Arbeit geht, kümmert sich Karl um seinen Bruder, wenn beide wieder aus der Schule zurück sind.

Yorick Goldewijk, Cato und die Dinge, die niemand sieht

andreas.markt-huter - 06.04.2024

yorik goldewijk, cato und die dinge, die niemand sieht„Cato war zwölf, als ihr Vater sagte, dass sie endlich erwachsen werden sollte. Weil er nur selten etwas zu ihr sagte, war das für sie etwas Besonderes. Schade nur, dass er sich ausgerechnet etwas so Unsinniges ausgesucht hatte. Cato war ein Kind und brauchte noch lange nicht erwachsen zu werden. Und auf keinen Fall wollte sie jemals auf die Art erwachsen werden, wie er es war.“ (S. 9)

Die zwölfjährige Cato hat ihre Mutter nie kennengelernt, weil diese bei ihrer Geburt gestorben ist. Sie leidet unter der Last, „schuld“ am Tod ihrer Mutter zu sein, aber auch darunter nichts von ihrer Mutter zu wissen. Ihren Vater erlebt sie meist als geistesabwesend, der nie ein Wort über ihrer Mutter verliert und außer einem Foto, das ihre schwangere Mutter in einem roten Sommerkleid zeigt, und ihr selbst gibt es nichts, das an sie erinnert.

Timo Parvela, Schatten – Das Portal

andreas.markt-huter - 21.03.2024

timo parvela, schatten - das portal„»Das Land heißt Auroria. Früher, vor langer Zeit, gab es mehrere Portale. Die Gnome waren viel unterwegs, alle kamen und gingen, aber dann … der Krieg. Die Tore wurden geschlossen, nur eines blieb. Das haben wir gesucht. Isabella und ich.« (S. 11)

Pete und Sara machen sich auf den Weg in die Welt des Weihnachtsmanns, um die verschwundenen Schatten zu finden, die den Menschen im Tausch gegen ihre Wünsche genommen worden sind. Auch Pete und Sara haben ihre Schatten hergegeben. Pete um das Leben seiner todkranken Freundin Sara und Sara, um das Leben ihres tödlich verletzten Hundes zu retten. Bald schon müssen sie erkennen, dass sich hinter dem Raub der Schatten finstere Mächte verstecken.

Annaliese Avery, Nachtsilber - Die Dunkle Drachenhüterin

andreas.markt-huter - 05.03.2024

annaliese avery, nachtsilber - die dunkle drachenhüterin„Du wirst mutig sein. Du wirst dein Bestes geben. Du wirst einen weiten Weg zurücklegen müssen. Doch die Reise dorthin ist kurz. Du wirst große Verluste erleiden. Deine Sterne sagen, dass du scheitern wirst. Paisly Fitzwilliam, noch vor dem Ablauf deiner vierzehnten Wende wird dein Rädchen zum Stehen kommen. Dein Weg wird enden und du wirst sterben.“ (S. 18)

Die dreizehnjährige Paisly ist die Tochter von Violetta Fitzwilliam, einer führenden Himmelsphysikerin und der einzigen Frau mit Sitz im schwebenden Viertel Greenwhich Overhead. Sie hofft selbst einmal Wissenschaftlerin zu werden und einmal Entdeckungsreisen wie ihr verstorbener Vater unternehmen zu können. Doch zuerst muss sie warten, welches Schicksal ihr vom Obersten Gestalter zugewiesen wird.

Johann Kapferer, Im Zeichen des Wolfsmondes

h.schoenauer - 22.02.2024

johann kapferer, im zeichen des wolfsmondesDas bewährte Sprichwort vom Köder, der dem Fisch schmecken muss, heißt auf das Kinderbuch angewendet, dass dieses der Oma schmecken muss, wenn sie dem Enkelkind daraus vorlesen will. Für das Jugendbuch heißt der verdeckte Köder „Pädagogik“. Ein Buch muss in Thematik, Triggerwarnung und Geschlechtsneutralität vor allem der grünen Pädagogik gefallen, ehe es im gegenwärtigen Literaturbetrieb gedruckt werden und auf eine Empfehlungsliste gelangen kann.

Die Köder für jugendliche Sekundärpersonen bewirken über die Jahre freilich, dass die ursprünglich gedachte Zielgruppe „Jugend“ sich mit Grauen vom Lesen abwendet.

Sam Thompson, Der Turm der Füchse

andreas.markt-huter - 14.02.2024

sam thompson, der turm der füchse„In der Nacht, als die Füchse ihren Vater raubten, konnte Willow nicht schlafen. Sie hatte stundenlang im Dunkeln gelegen und dem Wind gelauscht, der in den Dächern sang. Dielen knarrten, als Dad im Haus umherging. Auch er fand keinen Schlaf. Irgendwann nach Mitternacht hörte sie, wie die Hintertür aufging.“ (S. 6)

Eines nachts beobachtet Willow ihren Vater, wie er im Garten mit drei Füchsen diskutiert und wie sich ihm plötzlich etwas in Gestalt eines riesigen Wolfes nähert. Das Wesen wirft ihren Vater zu Boden, packt ihn bei den Knöcheln und zerrt ihn hinter die Bäume. Als Willow ins Freie rennt, ist ihr Vater bereits spurlos verschwunden. Nur ein Rabe, den ihr Vater Cormac genannt hatte, beobachtet sie von einer Gartenbank aus.