Jan Van Der Veken, Das Schiffebuch
„Die Geschichte der Seefahrt beginnt mit einem Floß. Das wusste auch der norwegische Anthropologe und Abenteurer Thor Heyerdahl, der mit außergewöhnlichen Expeditionen erforschen wollte, wie alte Kulturen es bewerkstelligt haben, in neue Gebiete vorzudringen und sie zu entdecken.“ (S. 18)
Schon seit tausenden von Jahren befahren Menschen mit Schiffen und Boten die Gewässer der Erde. Welche verschiedenen Arten von Wasserfahrzeugen es gibt und wie sie funktionieren, erläutert das „Schiffebuch“ auf eindrucksvolle und verständliche Weise.
„Geschichten reisen durch die Zeit, werden vom Wind wie Stimmen aus alten Tagen zu uns getragen und nehmen uns dorthin mit, wo sie hergekommen sind. Die Sagen in diesem Buch wurden erstmals im 13. Jahrhundert niedergeschrieben, aber sie sind viel älter. Sie wurden von tatkräftigen und einfallsreichen Menschen im Norden erdacht, die man Wikinger nennt.“ (S. 5)
„Lina Lasky glaubte an alles, was mit Magie zu tun hatte. Sie glaubte an Zaubersprüche und Hexentränke und bewunderte Leute, die Hasen aus Zylindern zauberten. In ihren Träumen sah sie Nixen und Trolle, die mit Gemüse tanzten. Einmal, als sie tagsüber vor sich hin träumte, stellte sie sich das flauschigste aller mystischen Wesen vor …“ (S. 7)
„Sie haben mich gebeten, alles aufzuschreiben, was ich über den Mann weiß, der Shetland Jack genannt wurde. Und das werde ich tun. Ich werde Ihnen über sein hartes Leben erzählen. Und ich werde die grausige Wahrheit über seinen gewaltsamen Tod berichten. Aber die Geschichte von Shetland Jack war mit seinem Tod nicht beendet. Und jetzt ist seine Geschichte zu einem Teil meiner eigenen geworden. Auch darüber muss ich schreiben, selbst wenn es mir schwerfällt.
„Etzel erzählte den drei Männern, was er erlebt hatte. Vom Wald und dem Überfall, von den Räubern, dem Flammenzauber, der Flucht und ihrem knappen Entkommen. Als er geendet hatte, sagte Herzog Helm: »Ruh dich aus. Und bringe Gram die Heilkräuter.« Etzel sah zu den Damen, die wieder stickten. Dann reichte er dem Herzog die Botentasche und verließ den Rittersaal und den Saalbau.“ (S. 16)
„Und wenn ich jetzt anfange, diese Geschichte zu erzählen, muss ich ergänzend erwähnen, dass ich viele Sprüche für diese Geschichte gemeinsam mit Mischa gemacht habe, dass es also eigentlich Nits-Mischa-Sprüche sind. Die Sprüche sind sogar der Grund dafür, dass ich diese irre Geschichte überhaupt aufschreiben darf. Schließlich ist es mehr Mischas Geschichte als meine …“ (S. 7)
„Eigentlich war nur ein dummer Zufall schuld. Hätte Fanni nicht die ganze Milch ausgetrunken und den leeren Karton zurück in den Kühlschrank gestellt, wäre Anton Metzger nie am Samstagabend losgezogen, um noch Milch fürs Wochenende zu besorgen. […] Nie hätte er dort den Eckladen betreten, in dem die ganze Geschichte ihren Anfang nahm.“ (S. 9)
„Ich habe einen kleinen Bruder. Mortimer heißt er und er ist acht Jahre alt. Er hat weißblonde Haare und blaue Augen und in einer Wange ein Grübchen. Er ist das Beste, was es gibt, finde ich. Ich habe ihn einfach unglaublich lieb. Manchmal nervt er mich natürlich, aber ich liebe ihn trotzdem. Ich selbst heiße Samuel. Ich bin elf und habe dunkle Haare und sehe wohl ziemlich gewöhnlich aus, würde ich sagen.“
„Ich treibe mich ja gern bei euch Menschen herum. Natürlich nicht in meiner wahren Gestalt, das würde zu viel Aufsehen erregen. Manchmal verwandle ich mich in einen alten Mann oder in ein junges Mädchen, um mich bei euch ein wenig umzusehen. Und um euch Menschen in Gespräche zu verwickeln. Dabei fällt mir eine Sache immer wieder auf: Kaum ein Mensch kennt noch meine wunderbaren Heldentaten! Unglaublich, nicht wahr? (S. 5)
„Es ist die Geschichte von Heinrichs Sohn: dem zweiten Tudor-König. Heinrich VIII., und den sechs Frauen, die ihn geheiratet haben. Dieser jüngere Heinrich war eine der faszinierendsten Persönlichkeiten in der englischen Geschichte.“ (S. 14)