Beziehung

Christine Fehér, Vincent, 17, Vater

h.schoenauer - 02.06.2010

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Der Sinn des Lebens besteht meist darin, dass es nicht planbar ist. So lassen sich letztlich nur Richtlinien formulieren, in deren Gegenteil das Abenteuer steckt.

Bei Vincent ist im Kopf die Hölle los. Obwohl er scheinbar ein doofes Schülerleben hinlegt, macht ihm doch eines immer Schwierigkeiten: Er kriegt es mit der Verhütung nicht hin. Dabei zwingen ihn trotz seines jugendlichen Alters zwei Frauen in die Knie, mit denen er abwechselnde Verhältnisse hat.

Marianne Musgrove, Als Opa alles auf den Kopf stellte

andreas.markt-huter - 25.05.2010

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Die Geschwister Elizabeth und Thalia Mackenzie haben ihre Eltern bei einem Bootsunfall verloren. Seitdem leben die beiden bei ihrem Großvater, den sie liebevoll "Pirat" nennen. Als ihr Großvater eines Tages unerwartet von der Leiter fällt, bemerken die beiden Mädchen, dass er sich verändert hat.

Vor allem die Erklärung seines Leitersturzes erscheint alles andere als vernünftig. Er habe die Batterie im Rauchmelder wechseln wollen, erzählt er den beiden Mädchen, obwohl er doch selbst den Rauchmelder an das Stromnetz angeschlossen hatte.

Will Gatti, Diebe!

andreas.markt-huter - 19.05.2010

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Will Gattis Buch "Diebe!" liest sich wie eine moderne Ausgabe von Charles Dickens Oliver Twist. Während uns bei Oliver Twist die Feuchtigkeit und Kälte des englischen Nebels frieren lässt, schlägt uns in "Diebe!" die Hitze einer südamerikanischen Stadt wie ein Glutofen entgegen.

"Die Stadt ist ein Glutofen. In dieser Stadt ist es immer glühend heiß. Der Fluss ist zu einem Rinnsal aus braunem Wasser ausgetrocknet." (5) heißt es gleich zu Beginn des Romans und versetzt damit den Leser unmittelbar in die schmutzige, lärmende Welt der Slums der sudamerikanischen Millionenmetropolen, in der unzählige elternlose Kinder um ihr nacktes Überleben kämpfen.

Aysel Gürmen, Klipp-Klapp, die musikalische Klapperschlange

andreas.markt-huter - 11.05.2010

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Zweisprachige Bücher fördern die Lust am Lesen und helfen Kindern die eigene und fremde Sprache besser zu erlernen und den eigenen Wortschatz zu erweitern.

Klipp-Klapp, die musikalische Klapperschlange erzählt die Geschichte einer Schlange, die nichts mehr liebt, als mit seiner Schwanzrassel zu klappern. Umso mehr er heranwächst, umso besessener wird Klipp-Klapp von seinem Rasseln, bis ihn sein Vater eines Tages ermahnt, weniger faul zu seine und seine Schwanzrassel nur zu benutzen, um seine Feinde zu erschrecken.

Chih-Yuan Chen, Gui-Gui Das kleine Entodil

andreas.markt-huter - 11.05.2010

chen_gui_0.jpgNicht nur für Kinder ist die Vorstellung anders zu sein mit Ängsten verbunden. Anders zu sein kann sowohl Verehrung auslösen als auch Feindseligkeit hervorrufen.

Eines Tages passiert etwas Merkwürdiges. Ein Ei kullert die Wiese hinunter und bleibt in einem Entennest liegen. Obwohl das Ei eine andere Farbe hat und viel größer ist als ein Entenei, kümmert sich die Entenmutter nicht darum und brütet es einfach aus.

Michael Rosen, Roter Ted

andreas.markt-huter - 09.05.2010

Buch-CoverEs zählt wohl zu den Grundängsten der Menschen, sich plötzlich in einer fremden Umgebung völlig allein wieder zu finden. Und ganz besonders Kindern bereit diese Vorstellung große Angst.

Michal Rosen erzählt in seinem Kinderbuch Roter Ted die Geschichte eines Kuscheltiers, das ein kleines Mädchen Namens Stevie im Zug vergessen hat und das sich plötzlich im Regal eines Fundbüros, inmitten anderer verloren gegangener Gegenstände, wiederfindet.

Beate Teresa Hanika, Rotkäppchen muss weinen

andreas.markt-huter - 05.05.2010

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Ein Rotkäppchen der Gegenwart verläuft sich naturgemäß nicht mehr mit der Zipfelmütze am Kopf im finstern Wald sondern muss mit dem Fahrrad an einer roten Ampel anhalten. Freilich, der Korb mit den Fress-Sachen ist der gleiche geblieben, eine Flasche Wein ist obligatorisch für den bösen Wolf.

In Beate Hanikas Roman bremst sich tatsächlich Malvina auf dem Weg zum Großvater an einer roten Ampel ein, sie schließt beim Radfahren am liebsten die Augen und lässt sich so an den Rand des Lebens treiben. Das hat sie auch nötig, denn Großvater ist hinter ihr her. Immer wieder schickt er alle fort um allein mit seiner geliebten Enkelin sein zu können, dabei sabbert er ständig von Liebe, streichelt wie wild an allen unmöglichen Körpergegenden herum und hat nichts anderes im Sinn als mit der Enkelin zu baden.

Morton Rhue, Boot Camp

h.schoenauer - 04.05.2010

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Kann ein Lebensmodell so toll sein, dass man es seinen Benützern notfalls mit Gewalt einimpfen muss? Ist unser westlich-kapitalistisches System wirklich so prima, dass wir es unseren Kids im Bedarfsfall auch einprügeln müssen?

Connor wird eines Tages in ein Auto gestoßen und filmreif entführt. Aber die Entführer sind die sogenannten Guten, die von den Eltern engagiert worden sind, um den etwas eigenwilligen Connor in ein Boot Camp zu verfrachten. In so einem Camp werden die Kids so lange umgepolt, bis sie jeglichen Eigenwillen aufgeben und systemkonform brav sind.

Ally Kennen, Völlig durchgeknallt

h.schoenauer - 26.04.2010

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Wenn man guten Jugendbüchern glauben darf, ist in der Jugend immer etwas los, während bei Erwachsenen oft diese langen Atemzüge das Leben bestimmen, die sogar als Pensionisten-Röcheln bezeichnet werden.

Im Roman Völlig durchgeknallt gibt es keine Sekunde lang Stillstand, eine Action jagt die andere und selbst das kurze Durchatmen nach einem speedigen Abenteuer ist noch ein Show Down wild gewordener Emotionen. Der fünfzehnjährige Chas (man genieße die Aussprache Schas) hat mit einem geregelten Schüler-Leben nichts am Hut.