Jugendbuch

Carolin Philipps, Wofür die Worte fehlen

andreas.markt-huter - 06.07.2010

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Eine erschütternde Geschichte über einen Jungen, der von seinem Vater sexuell missbraucht wird und sein Schweigen schließlich auf seine Art bricht. Die Lektüre dieses Buches lässt niemanden kalt.

Der fünfzehnjährige Kristian lebt in einer "normalen' Patchworkfamilie, sein Vater ist Handwerker und sehr großzügig zu seinem Sohn, die Mutter pendelt zwischen der Slowakei, wo sie ihre kranke Mutter betreut und ihrer Familie hin und her. Kristians Schulnoten sind durchschnittlich, nur seine immer wieder kehrenden akuten Bauchschmerzen fallen den Lehrern und Mitschülern auf. Psychologen, Ärzte und Beratungslehrer stehen vor einem Rätsel, auch weil Kristian nicht über den Grund seiner Probleme sprechen kann und will: Er wird regelmäßig von seinem eigenen Vater sexuell missbraucht.

Klaus Werner-Lobo, Uns gehört die Welt!

andreas.markt-huter - 28.06.2010

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"Wenn wir von globaler Ungerechtigkeit und den Zusammenhängen zwischen Weltwirtschaft und Politik hören, fühlen wir uns oft machtlos. 'Das ist viel zu kompliziert', denken wir und: 'Das kann ich nichts machen.' Beides stimmt nicht. Um Ungerechtigkeiten zu erkennen, braucht es kein Wirtschaftsdiplom, und um aktiv zu werden, kein politisches Amt." (7f)

Bereits in seiner Einleitung macht der österreichische Autor und Aktivist klar worum es ihm geht: er will über die Macht und Machenschaften der global agierenden Wirtschafts- und Finanzkonzerne informieren und welches Leid die Gewinnsucht der modernen Marktwirtschaft in den Ländern der sogenannten Dritten Welt, aber zunehmen auch bei uns verursacht.

Elias Schneitter, Venedig

andreas.markt-huter - 22.06.2010

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Die Welt der Jugendlichen ist gefüllt von Sehnsucht und Melancholie, darin gleicht sie der Welt der Erwachsenen aufs Haar.

Elias Schneitter nennt seinen Sehnsuchts-Roman "Venedig". Das wirkt wie ein Losungswort, das die Lösung aller Probleme verspricht.

Sylvia Schneider, Das Aufklärungsbuch

andreas.markt-huter - 15.06.2010

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Die Pubertät gehört im Leben eines jeden Menschen sicherlich zu den aufregendsten aber auch schwierigsten Abschnitten. Nicht nur die heranwachsenden Jugendlichen, auch deren Eltern sollten daher so viel wie möglich über die bevorstehenden körperlichen und seelischen Veränderungen Bescheid wissen.

Sylvia Schneider bringt in ihrem "Aufklärungsbuch" alles zur Sprache was in Bezug auf die Pubertät, die erste Liebe, Mädchensachen und Jungensachen wesentlich ist. Dabei finden sie für alle Bereich den richtigen Ton, sei es wenn es darum geht, sachlich über die die Geschlechtsorgane und körperlichen Veränderungen zu informieren, sei es über die emotionalen Irrungen und Wirrungen, die junge Menschen während der Pubertät erleben.

Hermann Vinke, Das Dritte Reich

andreas.markt-huter - 14.06.2010

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In einer sehr pessimistischen Einschätzung bemerkte der französischer Erzähler und Novellist Gustave Flaubert: "Indem wir die Geschichte ignorieren, verleumden wir gleichzeitig unsere eigene Zeit. Aber die Menschen haben es nie anders vermocht."

Indem wir die Geschichte erforschen, setzen wir uns mit unseren Wurzeln auseinander, um die Gegenwart zu verstehen und uns für die Zukunft zu orientieren. Wohl kaum ein geschichtlicher Abschnitt wurde so genau erforscht wie das Dritte Reich, der Aufstieg und die Herrschaft der Nationalsozialisten in Deutschland.

Christine Fehér, Vincent, 17, Vater

h.schoenauer - 02.06.2010

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Der Sinn des Lebens besteht meist darin, dass es nicht planbar ist. So lassen sich letztlich nur Richtlinien formulieren, in deren Gegenteil das Abenteuer steckt.

Bei Vincent ist im Kopf die Hölle los. Obwohl er scheinbar ein doofes Schülerleben hinlegt, macht ihm doch eines immer Schwierigkeiten: Er kriegt es mit der Verhütung nicht hin. Dabei zwingen ihn trotz seines jugendlichen Alters zwei Frauen in die Knie, mit denen er abwechselnde Verhältnisse hat.

Will Gatti, Diebe!

andreas.markt-huter - 19.05.2010

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Will Gattis Buch "Diebe!" liest sich wie eine moderne Ausgabe von Charles Dickens Oliver Twist. Während uns bei Oliver Twist die Feuchtigkeit und Kälte des englischen Nebels frieren lässt, schlägt uns in "Diebe!" die Hitze einer südamerikanischen Stadt wie ein Glutofen entgegen.

"Die Stadt ist ein Glutofen. In dieser Stadt ist es immer glühend heiß. Der Fluss ist zu einem Rinnsal aus braunem Wasser ausgetrocknet." (5) heißt es gleich zu Beginn des Romans und versetzt damit den Leser unmittelbar in die schmutzige, lärmende Welt der Slums der sudamerikanischen Millionenmetropolen, in der unzählige elternlose Kinder um ihr nacktes Überleben kämpfen.

Henning Boëtius / Christa Hein, Die ganze Welt in einem Satz

andreas.markt-huter - 09.05.2010

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Wird man als Schriftsteller geboren oder lässt sich das Handwerkzeug eines guten Autors auch erlernen? Kein Meister ist vom Himmel gefallen, heißt es in einem alten Sprichwort und so lässt sich auch das Rüstzeug eines Schriftstellers, die Sprache und ihre gezielte Verwendung erlernen.

Für all jene, die sich unter Schreiben mehr vorstellen als das Verfassen von Berichten und Texten für den beruflichen Alltag, für die ist die Sprach- und Schreibwerkstatt für junge Dichter von Henning Boëtius und Christa Hein genau das richtige Buch, um dem eigenen Schreibstil neue Dimensionen abzugewinnen.

Beate Teresa Hanika, Rotkäppchen muss weinen

andreas.markt-huter - 05.05.2010

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Ein Rotkäppchen der Gegenwart verläuft sich naturgemäß nicht mehr mit der Zipfelmütze am Kopf im finstern Wald sondern muss mit dem Fahrrad an einer roten Ampel anhalten. Freilich, der Korb mit den Fress-Sachen ist der gleiche geblieben, eine Flasche Wein ist obligatorisch für den bösen Wolf.

In Beate Hanikas Roman bremst sich tatsächlich Malvina auf dem Weg zum Großvater an einer roten Ampel ein, sie schließt beim Radfahren am liebsten die Augen und lässt sich so an den Rand des Lebens treiben. Das hat sie auch nötig, denn Großvater ist hinter ihr her. Immer wieder schickt er alle fort um allein mit seiner geliebten Enkelin sein zu können, dabei sabbert er ständig von Liebe, streichelt wie wild an allen unmöglichen Körpergegenden herum und hat nichts anderes im Sinn als mit der Enkelin zu baden.