Jack Challoner u.a., Meilensteine der Wissenschaft
„Über 500 Zeichnungen, Gemälde, Fotografien und Karten zeigen die wichtigsten Errungenschaften in Physik, Chemie, Biologie, Geologie, Astronomie, Medizin und Technik: von den ersten Himmelsbeobachtungen über die Entdeckung der Röntgenstrahlen bis zur Entschlüsselung des menschlichen Genoms. Komplexe Experimente und Funktionsweisen werden verständlich illustriert und mehr als 120 kluge Köpfe der Wissenschaft in Kurzporträts vorgestellt.“ (Buchrücken)
In zehn Kapiteln werden wesentliche Entwicklungen und Erfindungen in den Bereichen Technik, Wissenschaft, Ernährung und Medizin in verschiedenen Epochen der Menschheit vorgestellt, die sukzessive kürzere Zeiträume umfassen. Beginnend mit der Erfindung des Faustkeils vor ca. 1,5 Millionen Jahren endete die Reise bei der künstlichen Intelligenz in unserer Gegenwart.
„Die beiden Typen standen vor ihm, als wären sie aus dem Nichts aufgetaucht. Sie mussten sich hinter dem Altglascontainer versteckt haben. »Da ist er ja«, sagte der Kleinere der beiden. Leon guckte verunsichert. Hatten die auf ihn gewartet? »Wie läufst du hier eigentlich rum, du Jude?« Der andere, ein Honk mit einem grottenhässlichen Tattoo am Hals, grinste ihn an. Und zack, riss er ihm die Mütze vom Schädel – das witzige kleine Käppi, das er selbst vor einer Woche einem Typen vom Kopf gezupft hatte …“ (S. 8)
„Ich bewegte den Zeigefinger über die Seite und deutete auf eine Anzeige, die vor etwa einer Stunde in sämtlichen Tageszeitungen der Stadt aufgetaucht war. Die Tinte schimmerte leuchtend violett, wie der Blutmohn in Aligney oder amethystfarbener Pannesamt. Sie stach aus dem Rest hervor, ein eigenartiges Leuchtsignal in einem Meer von Schwarz und Weiß. »Hotel Magnifique. Wir stellen ein. Interessierte melden sich morgen zur Mittagsstunde. Bitte mit gepackter Tasche für Anderswo. Abreise ist um Mitternacht.«“ (S. 13)
„Die Familie Lenz, die so dicht an der Grenze nach WestBerlin wohnte, dass der eine oder andere westliche Schornstein zum Greifen nah erschien, trat eine Reise durchhalb Europa an – nur um auf die andere Seite dieser Grenze zu gelangen? Ein Umweg, über den sie sich zuvor oft lustig gemacht hatten, der ihnen aber nun ein wenig unheimlich vorkam. Immer wieder mussten sie einander Mut machend zulächeln.“ (S. 21)
„Hazel Sinnett träumte von Fingern. Hageren, spindeldürren Fingern mit Knöcheln so knubbelig, wie Walnüsse und graugrünem Fleisch, das sich in dünnen Streifen von ihnen abschälte. Manchmal waren die Finger gar nicht Teil einer Hand, sondern lebendige Wesen, die auf einem flachen Tisch wie Insektenbeine zuckten.“ (S. 24)
„»Sie wird mich retten oder zerstören. Hassen oder lieben«, spreche ich die Wahrheit aus. Navien ist mein Pendant. Meine Antithese. Jeder Engel besitzt ein solches Wesen und spürt es bereits bei der Geburt. Nur dass es noch nie ein Dämon war. Es gab Fälle, in denen das Pendant eines Engels ein Mensch war. Aber eine Heroe … Das könnte mich umbringen.“ (S. 37)
„Auch wenn Sie im Englischunterricht immer Klassenbester waren: Wissen Sie, was ein >fag end< ist? Oder was mit >gobsmacked< gemeint sein könnte? Mit Malcolm Shuttleworths unterhaltsamem und humorvoll illustriertem Wortschatztrainer lernen Sie diese und viele andere Vokabeln, die nicht im Schulbuch stehen, für flüssige (Alltags-)Gespräche mit Native Speakern aber äußerst wertvoll sind.“ (Buchrücken)
„Da begann ich mich zu fragen, ob hier nicht etwas grundlegend falsch lief in unserer Stadt. War das das die >Demokratie<, die immer so gelobt wurde, wenn mein Vater und seine Freunde sich so einfach durchsetzen konnten, weil sie gute Verbindungen hatten. Die Sozialhilfeempfänger hatten wenige Aussichten, sich gegen diese Entscheidung zu wehren, Ihre Stimme würde kaum wahrgenommen werden. Hatte mein Vater mehr Macht verdient als andere?“ (S. 21)
„Ich erzähle die Geschichte einer Familie, die mehr Grund zur Sorge hatte als viele andere. Sie hieß Kleinmann. Gustav und seine Frau Tini hatten vier Kinder: zwei Mädchen und zwei Jungen – Edith und Herta, Fritz und Kurt. Sie lebten in Wien, der schönen alten Hauptstadt von Österreich. (S. 16)
„»Was geschieht, wenn das Geld nicht wieder auftaucht und alles, wirklich alles verloren ist?« »Schon weil der Gegner der Schwarze Ole ist«, erwiderte Mouse, ohne auch nur eine Sekunde zu zögern, »gedenke ich dieses Spiel zu gewinnen.« Unter diesem vorläufigen und in den meisten Köpfen noch lange nachhallenden Schlusswort beendete die Lichtregie des Zufalls ahnungsvoll die Beleuchtung des Helden. Draußen musste sich eine Wolke vor die Sonne geschoben haben, was möglicherweise nichts Gutes verhieß.“ (S. 61)