Stuart Turton, Der Tod und das dunkle Meer
„Im Jahr 1634 war die Vereinigte Niederländische Ostindien-Kompanie die wohlhabendste Handelsgesellschaft auf dem gesamten Globus, mit Außenposten, die sich über ganz Asien und das afrikanische Kap verteilten. Der profitabelste dieser Außenposten war Batavia.“ (S. 7)
Der kaltherzige und skrupellose Generalgouverneur von Batavia Jan Haan ist einer der siebzehn Delegierten der Ostindien-Kompanie. Er beschließt gemeinsam mit seiner Frau Sara, seiner Tochter Lia und seiner Geliebten Creesjie Jens und ihren beiden Kindern zurück nach Amsterdam zu reisen. Auf der Reise begleitet ihn sein Ziehsohn Leutnant Arent Hayes und sein Freund, der Gefangene Samuel Pipps, ein berühmter Detektiv, der beim Generalgouverneur in Ungnade gefallen ist und in Holland zum Tode verurteilt werden soll.
„Luzie Zander lebte mit ihrer Mutter und ihrem Hund Baldur in der Nähe einer Fischerstadt. Sie wäre schrecklich gerne zur See gefahren, aber es war zu gefährlich. Und Schuld daran war … die Legende vom Schwarzen Felsen!“
„»Wo warst du denn die ganze Zeit?« »Bist du wirklich nach Paris gekommen?« »Und wo hast du dich die ganze Zeit im Zug versteckt?« So werde ich immer wieder gefragt und muss jedes Mal meine Abenteuer erzählen. […] Um nicht alles jedes Mal wieder neu erzählen zu müssen, habe ich mich entschlossen, meine Geschichte aufzuschreiben.“ (S. 5)
„Das rege Hin- und Her zwischen den beiden Welten, bei dem Geister und Menschen aufeinandertreffen, kann zwar schon gefährlich sein, oft ist es aber auch unterhaltsam, anregend, nützlich und zuweilen sogar erotisch. Tatsächlich geht es nicht selten um Liebe. Von solchen Begegnungen und Verwicklungen zwischen Geistern und Menschen erzählen die Geschichten dieses Buches.“ (S. 4)
„Während Coraline noch überlegte, ob sie Licht machen sollte oder nicht, sah sie das schwarze Ding langsam unter dem Sofa hervorkriechen. Es hielt inne und sauste dann lautlos über den Teppich in die hinterste Zimmerecke. In dieser Ecke standen keine Möbel. Coraline machte das Licht an. In der Ecke war nichts. Nur die alte Tür, die zu der Backsteinmauer führte.“ (S. 19)
„Ulli steht mit einem mulmigen Gefühl im Bauch vor dem großen Wohnblock, in dem sie in Zukunft wohnen werden. Ein graues Ungetüm von sieben Stockwerken. Daneben ein Parkplatz, an den ein Fußballplatz anschließt, das von einem fünf Meter hohen Zaun umgeben ist. »Ein Käfig«, murmelt sie. »Sie sperren die Kinder in Käfige«“ (S. 5)
„In der Nacht, in der Vollmuts Welpen geboren wurden, ging die Welt unter. Zumindest fühlte es sich für das Wolfsrudel im Flusstal so an. Der Sommer war noch heiß und reif, aber es hatte lange nicht geregnet. Nun toste ein Sturm durchs Tal, wie ihn keiner der Wölfe je erlebt hatte.“ (S. 13)
„Wenn das hier wirklich eine Fernsehserie gewesen wäre, so wie alle taten, dann hätte es locker eine Million guter Auftakte für die erste Folge gegeben. Sie hätte zum Beispiel im Juni anfangen können, als ich eines Tages von der Schule heimkam und Mom mich mit den schicksalshaften Worten Caitlyn wir ziehen um begrüßte. Nicht etwa Hättest du was dagegen, wenn wir …?“ (S. 17)
„Es war vor langer Zeit, vor sehr langer Zeit, vor so langer Zeit, dass sich niemand mehr erinnert. Denn es war zu der Zeit, als es noch keine Menschen gab… An jenem Tag stieg der Dabbadaoben, der den Himmel erschuf und alles, was mit Flügeln fliegt, ja sogar den Wind, vom Berg hinunter, um seinen Bruder zu besuchen …“
„Überlieferungen des Ordens zufolge war es mithilfe des Buche möglich, die Babelfragmente zusammenzufügen, daher kannte man es auch unter dem Namen Die göttliche Fügung. Waren die Fragmente einmal vereinigt, konnte man den Turm von Babel wiedererrichten und so zu göttlicher Macht gelangen.“ (S. 21)