Victoria Aveyard, Das Reich der Asche – Realm Breaker 1
„Kein lebender Sterblicher hatte je eine Spindel gesehen. Nur ein schwacher Nachhall war von ihnen geblieben und haftete erinnerten oder vergessenen Orten an, lebte in von Magie berührten Menschen fort und in Geschöpfen, die aus anderen Welten stammten. Seit einer Ewigkeit hatte keine Spindel mehr gebrannt, die letzte war seit tausend Jahren Geschichte. Die Übergänge waren verschlossen, die Pforte versperrt. Das Zeitalter der Übertritte gehörte der Vergangenheit an.“ (S. 7)
Die Welt von Allwacht droht von dunklen und bösen Mächten erobert zu werden. Corayne macht sich auf den Weg, den Tod ihres Vaters zu rächen und gemeinsam mit sechs Gefährten die Welt vor dem drohenden Untergang zu retten.
„Bechir greift sich ans Ohr. Er lässt sein Messer und sein Holzstück fallen. Kurz darauf zuckt Lina zusammen. Sogar Falk und die anderen Schüler. Zuletzt ich. Wie es sich anfühlt, als es meine Ohren erreicht … das kann ich kaum beschreiben. Dabei ist es nicht einmal laut, dieses Geräusch. Aber es kommt von überall. Von links und rechts. Von vorne und hinten. Es ist über uns, unter uns. In uns.“ (S. 25)
„Reich und alt ist das Märchenerbe der eigentlichen skandinavischen Völker. Diese Länder sind der klassische Boden für Sagen, Märchen und Lieder, wie schon Jacob Grimm festgehalten hat. Noch bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts hat sich diese blühende Fülle der Volksüberlieferung lebendig erhalten.“ (S. 305)
„»Guten Tag, sehr geehrter Herr Leopard!« »Guten Morgen, Rosa!« Rosa blieb vor dem Leoparden stehen. »Rigo? Wo ist unser Erstaunen hingekommen? Eigentlich müsstest du doch staunen, dass eine Maus sich zu dir ins Gehege traut. Und ich müsste darüber staunen, dass ich nicht dein Frühstück bin, sondern deine Freundin.«“ (S. 7)
„Auf seinem Schiff brach Jubel aus, dann sprangen Tausende seiner Männer über Bord, um ihrem König auf persischen Boden zu folgen. Der junge Mann hieß Alexandros, was in etwa »Beschützer der Männer« bedeutet, und lebte vor über zweitausend Jahren, im vierten Jahrhundert vor Christus.“ (S. 8f)
„Mythen sind das Feld der poetischen Imagination und doch so viel mehr als nur Geschichten. Auch heute noch bieten Mythen Menschen auf der ganzen Welt Orientierung, denn sie handeln von den großen Geheimnissen, die uns alle faszinieren: von Geburt und Tod und der menschlichen Existenz.“ (S. 13)
„Die Botschaft von Zeichen ist unmittelbar und eindeutig interpretierbar. Ein Symbol dagegen ist ein visuelles Zeichen oder ein Bild, das für eine Idee steht und damit auf eine tiefere, universelle Wahrheit verweist.“ (S. 6)
„Dieses Buch stellt in grob chronologischer Reihenfolge einige der großen Ideen vor, die unsere moderne Rechtsprechung beeinflusst haben, das soziale und politische Klima, in dem sie entstanden, die Menschen, die für sie eingetreten sind, und wie sie die Gesellschaft geprägt haben.“ (S. 13)
„»Als du mir erzählt hast, du würdest dich als Katze in einer Welt von Mäusen sehen ... weißt du, da dachte ich, du könntest so jemand sein, Florence. So ein Mensch, den wir hier im PATHway-Institut suchen. Nach allem, was wir als Gesellschaft durchgemacht haben – den Zusammenbruch unserer Währung, unserer juristischen Einrichtungen, unserer Regierung und dann noch die Religionskriege –, glaube ich, dass wir mehr Katzen und weniger Mäuse brauchen.«“ (S. 30)
„Sein Fahrzeug war zerbeult und zerkratzt, als hätten hundert große Bären mit ihren Tatzen darauf eingeschlagen, aber er brachte auch außergewöhnliche Neuigkeiten – er hatte entdeckt, dass im Blut dieser eigenartigen Scheusale aus dem Hinterland, die sich selbst als Wildes Volk bezeichneten, Sternengold versteckt war.“ (S. 12)