Lebenswelt | Gesellschaft

William Grill, Shackletons Reise

andreas.markt-huter - 12.09.2016

„Shackletons legendäre Reise sollte die letzte große Expedition des Goldenen Zeitalters der Antarktisforschung sein (1888 – 1914). Shackletons Geschichte ist geprägt von unvorstellbaren Gefahren, Abenteuern und vor allem von Ausdauer.“ (8)

Vor 100 Jahren unternahmen englische Abenteurer, Forscher und Seeleute unter der Führung von Ernest Shackleton eine Antarktis-Expedition, mit dem Ziel einer Erstdurchquerung der Antarktis über den Südpol. Die Expeditionsteilnehmer die im Jahr 1914 ins große Abenteuer starteten ahnten nicht, dass sie 1917 nur mit Mühe vor dem Tod gerettet werden mussten.

Mittelschule Mariengarten (Hg.), Wer das liest, ist …

h.schoenauer - 09.09.2016

Erzählungen, die in einem Projektunterricht entstehen, haben oft den Charme großer Unverfrorenheit. Die jungen Autorinnen und Autoren können sich alles vom Leib schreiben, was sie gelesen und gehört haben, und müssen auf keinen Markt Rücksicht nehmen.

Krasse Geschichten nennt sich das Projekt „Wer das liest, ist …“, worin Staunen, Wertschätzung und Kopfschütteln mitklingen. Knapp zwanzig Autorinnen und Autoren, meist um das funkelnde Jahr 2000 geboren, legen ungebremst in allen Genres los, wobei das Auffallende die Zeitrechnung ist. Wenn jemand vom Jahre 1980 spricht, ist das schon uralt und von der wahrgenommenen Gegenwart so weit entfernt wie für unsereins vielleicht Kafka.

Holly-Jane Rahlens, Blätterrauschen

andreas.markt-huter - 05.09.2016

„Irgendetwas stimmte nicht. Alles war auf einmal so still. Das Rauschen der Blätter an den Bäumen draußen im Hof war verstummt. Ebenso das Stimmengemurmel hinter der Tür der Buchhandlung. Selbst die Uhr an der Wand tickte nicht mehr.“ (7)

Als Oliver, Rosa und Iris wie gewohnt an einem Nachmittag den Leseclub von Cornelia Eichfelds Buchhandlung Blätterrauschen besuchen, ahnen sie nicht, dass ihnen ein aufregendes Abenteuer bevorsteht, dass sie in eine entfernte Zukunft entführen wird. Aber nicht nur was sie in der Zukunft erfahren werden, sondern auch die Rückkehr in die Gegenwart macht den Kindern große Sorgen.

Yimeng Wu, Dinge-Geschichten

andreas.markt-huter - 30.08.2016

„»Dinge-Geschichten« handelt vom Austausch rätselhafter Dinge zwischen Deutschland und China. Neun Gegenstände aus dem chinesischen Alltagsleben wurden neun Menschen aus Deutschland vorgelegt. Umgekehrt übernahmen neun Chinesen die Patenschaft für je einen deutschen Gegenstand. Jeder entdeckte seinen Gegenstand auf eigene Weise …“ (6)

Wie betrachten Menschen aus entfernten Kulturen Alltagsgegenstände anderer Kulturen? Diese reizvolle Idee führt zu skurrilen, mitunter lustigen Betrachtungsweisen, mit denen fremde Kulturen aus der eigenen Vorstellungswelt beurteilt werden. In diesem Buch haben alle die Möglichkeit, selbst den unterhaltsamen Versuch der Deutung der fremden und rätselhaften Alltagsgegenstände zu wagen.

Bernd Perplies / Christian Humberg, Die unheimlichen Fälle des Lucius Adler - Der Goldene Machtkristall

andreas.markt-huter - 18.08.2016

„Jetzt sah auch Lucius, dass von der goldenen Pupille im Auge Umbaks ein eigenartiges Funkeln ausging. »Irgendetwas stimmt nicht«, rief er. »Theo hat einen Zauber ausgelöst.« »Einen Zauber?«, erwiderte Harold. »Du spinnst wohl. Es gibt keine Magie.«“ (78)

Lucius Adler ist der Sohn von Irene Adler, die vom berühmten Detektiven Sherlock Holmes immer nur als „die Frau“ bezeichnet worden ist. Gemeinsam mit seiner Mutter muss Lucius mitten während ihres Auftritts in einer Zaubershow Paris fluchtartig verlassen. Irene bringt Lucius in London, bei ihren Bekannten Sherlock Holmes und Dr. Watson unter, ehe ihre Flucht fortsetzt. Für Lucius entwickelt sich aus dem anfänglich langweiligen und frustrierenden Aufenthalt in der Baker Street das größte Abenteuer, das er je erlebt hat.

Max Bolliger, Kater Clemens

andreas.markt-huter - 14.08.2016

„Er hieß Clemens. So rief ihn die Frau, auf deren Hof er mit einem Huhn, einer Kuh, einem Ferkel, einer Ziege, einem Schaf und einem Kaninchen zusammenlebte – Clemens, der schwarze Kater.“

Der schwarze Kater Clemens liebt es durch die Wiesen und Wälder zu streifen und den Mäusen und Vögeln aufzulauern oder sich einfach nur in der Sonne zu räkeln. Von den anderen Tieren im Stall wird Clemens bewundert, was ihn zunächst nicht weiter berührt. Mit der Zeit beginnt er aber immer mehr den ständigen Schmeicheleien der Tiere am Bauernhof zu erliegen.

Josef H. Reichholf, Evolution

andreas.markt-huter - 26.07.2016

„Die Evolution hat – aus der Sicht von uns Menschen – wunderbar Schönes hervorgebracht, aber auch sehr Bedrohliches. Das Prachtgefieder von Pfauen und Paradiesvögeln, die schönsten Vogelgesänge oder die eindrucksvollen Geweihe von Hirschen sind Ergebnisse der Evolution. Auch unsere Sprache gehört dazu. Die vielfältigen Kulturen und Religionen ebenso.“ (7)

Wie hat sich das Leben bis hin zu den verschiedensten Tierarten entwickelt? Wie ist der Mensch entstanden und woher kommen die Unterschiede zwischen den Menschen, die immer wieder für Konflikte in der Geschichte der Menschheit gesorgt haben? Dieses Buch bietet spannenden Antworten auf diese und andere Antworten aus der Sicht der Evolutionsbiologie.

J. W. Ironmonger, Das zufällige Leben der Azalea Lewis

andreas.markt-huter - 17.07.2016

„»Azaleas Zufälle lagen außerhalb alles Messbaren. Sie ließen sich nicht erklären. Zumindest nicht mathematisch. Genau genommen …« Er hebt das Gesicht und die Sonne fängt seine Miene mit einem gleißenden Lichtstrahl ein. » Genau genommen, sind diese Zufälle möglicherweise der Beweis dafür, dass unser Universum nicht das ist, wofür wir es gehalten haben.«“ (35)

Dr. Thomas Post ist Dozent für angewandte Philosophie an der University of London und hat sich auf das Wesen von Zufällen spezialisiert, für die sich in allen Fällen eine gewisse Wahrscheinlichkeit feststellen lassen kann. Thomas Posts wissenschaftlicher Blickwinkel gerät gehörig ins Wanken, als er im Jahr 2011 Azalea Lewis kennenlernt, deren Leben von merkwürdigen Zufällen bestimmt zu sein scheint, die sich dem gewöhnlichen Menschenverstand entziehen.

Kirsten Boie, Skogland

andreas.markt-huter - 06.07.2016

„Jetzt, wo sie in diesem Zimmer geschlafen hatte und in diesem Bett aufgewacht war, konnte sie sich auf einmal  liecht vorstellen eine Prinzessin zu sein. »Ich und nicht Tine!«, rief Jarven und hüpfte zurück auf ihr Bett. »Ich und nicht Britt! Ich bin Prinzessin von Skogland!« (83)

Der König von Skogland ist gestorben und seine dreizehnjährige Tochter Malena gilt als seine Nachfolgerin. Bis zu ihrer Volljährigkeit in vier Jahren wird ihr Onkel, Vizekönig Norland die Regierungsgeschäfte für sie leiten. Als Prinzessin Malena kurz nach der Beerdigung plötzlich verschwindet, stehen Norlin und sein wichtigster Berater Bolström vor einem Problem: sie brauchen die Prinzessin, um die Regierungsgeschäfte ohne öffentliches Aufsehen übernehmen zu können. Wie gut, dass es in Norddeutschland ein Mädchen gibt, das der Prinzessin zum Verwechseln ähnlich sieht.

Wolfgang Fürweger, Verbrannte Kindheit

h.schoenauer - 29.06.2016

Schon griechische und römische Soziologen haben in ihren antiken Essays darüber geklagt, dass die Jugend noch nie so schlimm gewesen sei wie die jeweils gegenwärtige. Und auch in der Gegenwart täuschen die besten pädagogischen Modellversuche nicht darüber hinweg, dass die Gesellschaft in vielen Angelegenheiten von den Jugendlichen gefordert und überfordert ist.

So sind die in der Öffentlichkeit diskutierten „Bettlerbanden“ von Jugendlichen, die angeblich gewisse Städte unsicher machen, genauso Ausdruck von Hilflosigkeit wie der Kampfeinsatz frustrierter Jugendlicher in kaputten Staatsgebilden Syriens und des Irak.