gebrüder grimm_märchen„Vor einem großen Walde wohnte ein armer Holzhacker mit seiner Frau und seinen zwei Kindern; das Bübchen hieß Hänsel und das Mädchen Gretel. Er hatte wenig zu beißen und zu brechen, und einmal, als große Teuerung ins Land kam, konnte er auch das tägliche Brot nicht mehr schaffen.“ (S. 11)

Seit nunmehr zweihundert Jahren begeistert die Märchensammlung der Gebrüder Grimm die Kinderherzen und Generation um Generation hat mitgefiebert, wenn Hänsel und Gretel im dunklen Wald ausgesetzt worden sind und auf das Lebkuchenhaus der Hexe gestoßen sind oder wenn die Goldmarie und Pechmarie ihren gerechten Lohn von Holle erhalten haben.

hans moser, toni und Moni entdecken tirol„Und wisst ihr, was wir heuer auch noch machen? Wir sehen uns die ein oder andere Fasnachtveranstaltung an. Wisst ihr überhaupt, was es da alles gibt. Echt total viele Sachen! Fasnacht ist ein Spezialbegriff für den Fasching, die man im Tiroler Oberland oft zu sehen bekommt.“ (S. 26)

Bei manchen jungen Leuten sind die alten Tiroler Bräuche bereits in Vergessenheit geraten. Hans Moser hat sich dem Tiroler Brauchtum angenommen und nun auch ein Buch für junge Leserinnen und Leser veröffentlicht, in dem er auf unterhaltsame Weise alte Bräuche wie z.B. „Rachn gea“, „Grasausläuten“ oder „Anklöpfeln“ vorstellt.

friedl hofbauer, sagen aus tirol„Überall in den Gebirgen Tirols wohnen Salige Frauen und Fräulein. Sie können sich in Wolken verwandeln und ihr Haar in Sonnenstrahlen, denn sie wollen nicht, dass die Menschen erfahren, wer sie in Wirklichkeit sind. Immer wieder kommen Salige in die Täler herunter oder auch in einsame Bauernhöfe hoch oben. Dort helfen sie, wo es Not tut.“ (S. 7)

Sagen haben einen wahren Kern, in denen sich die Lebenswelt eines Landes widerspiegelt. Und auch die übernatürlichen und magischen Wesen, weisen in den jeweiligen Regionen ihre ganz eigenen Besonderheiten auf.

chris colfer, eine düstere warnung„»Wir sind entführt worden«, sagte Jacob. »Diese Männer planen, in zwei Monaten in die Märchenwelt einzufallen. Wenn wir ihnen kein Portal präsentieren, werden sie unsere Familie büßen lassen!« Mutter Gans klappte die Kinnlade herunter, und ihr Blick sprang zwischen den Brüdern und den Soldaten hin und her.“

Alex und Connor Bailey ist es mit Hilfe ihrer Großmutter, der Guten Fee, gelungen, über ein Portal die Märchenwelt zu betreten, aus der einst ihr verstorbener Vater gekommen war. Während Connor wieder zu seiner Mutter und seinem Stiefvater zurückgekehrt ist, wird Alex von ihrer Großmutter zur nächsten Guten Fee ausgebildet.

thomas taylor, malamander„Ich heiße übrigens Herbert Lemon. Die meisten nennen mich Herbie. Wie man an meiner Kappe sehen kann, bin ich der Sachenfinder des Grand Nautilus Hotels. Irgendjemand hat mir mal erzählt, dass die meisten Hotels keinen Sachenfinder beschäftigen, aber das kann nicht stimmen. Was tun die mit all den verloren gegangenen Gegenständen?“ (S. 10)

In der kleinen Hafenstadt Eerie-on-Sea geht die Sage vom Malamander um, einem Fischmenschen, der jedes Jahr ein rotes leuchtendes Ei legt. Er wartet vor der Küste auf seinen Partner und verschlingt das Ei, wenn dieser nicht erscheint. Wem es aber gelingt, das magische Ei in seinen Besitz zu bringen, dem werden alle Wünsche erfüllt.

jean menzies, griechische mythen„In der Antike war die griechische Kultur im ganzen Mittelmeerraum verbreitet und überall erzählte man sich ähnliche Geschichten über die griechischen Götter und Helden. Diese Geschichten, die man Mythen nennt, halfen den alten Griechen, die Welt zu begreifen.“ (S. 5)

Die griechischen Mythen und Sagen sind bis heute Teil eines klassischen Bildungskanons geblieben, aber nicht nur, weil sie zur Allgemeinbildung gehören, sondern weil ihre Geschichten und ihre erzählerische Kraft bis heute Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu fesseln vermögen.

lian hearn, shikanoko„»Erzähl Mu von dem Preis, den Shika zahlen musste«, sagte Kuro. »Von der Maske.« »Diese Hirschmaske, die er zum Zaubern benutzt«, sagte Kiku. »Sie steckt auf Shikas Gesicht fest. Er kann sie nicht mehr abnehmen. Shika ist jetzt halb Mann, halb Hirsch.«“ (S. 62)

Shikanoko ist es zwar gelungen, den mächtigen Fürstabt zu vernichten, hat dabei aber seine große Liebe, die Herbstprinzessin Akihimene verloren. Begleitet von seinen treuen Begleitern, Nagatomo und die beiden „Verbrannten Zwillinge“ zieht sich Shikanoko voll Trauer in den Schwarzen Wald zurück, während die neuen Machthaber das Land ihrer Gegner verwüsten.

oliver jeffers, die fabel von fausto„Einst lebte ein Mann, der glaubte, ihm gehöre alles. Und er ging hinaus ich die Welt, um sich anzusehen, was seins war. »Du gehörst mir«, sagte Fausto zu der Blume. »Ja«, sagte die Blume. »Ich gehöre dir.« Zufrieden lief Fausto weiter.“

„Die Fabel von Fausto“ erzählt die märchenhafte Geschichte eines Mannes, der davon überzeugt war, alles besitzen zu können. Er wandelt durch die Welt, um alles, was ihm begegnet in Besitz zu nehmen.

matthias bauer, der Fluch des alten bergwerks„Von oben flackerte das Licht einer Fackel herab. Es war jedoch nur schwach und konnte den Abgrund, der unter Augusta gähnte, nicht erhellen. Aus dem Abgrund war eine verzweifelte Stimme zu hören. »Augusta! Hilf mir!« Gedanken schwirrten im Kopf des Mädchens hin und her. Wie hatte es zu all dem kommen können?“ (S. 9)

Die elfjährige Augusta Schaller ist entsetzt, als ihre Mutter, Franziska, eröffnet, dass die ganze Familie einen gemeinsamen Urlaub in einer Almhütte ihres Onkels verbringen wird. Einerseits will ihre Mutter nach langer Zeit ihren Bruder wieder besuchen, andererseits soll Augustas Vater von der ständigen Arbeit sowie Augusta und ihre jüngere Schwester Julia von Internet und Handy abgehalten werden.

lian hearn, die legende von shikanoko„»Nun lautet dein Name Shikanoko – Kind des Hirsches.« Eine entfernte Erinnerung durchwehte ihn – ein Hirschkalb, die Stimme seines Vaters –, und er wusste, dass er niemals einen anderen Namen annehmen würde. Dann sank er in einen tiefen Schlaf.“ (S. 32)

Wie durch ein Wunder gelingt es dem sechzehnjährigen Kazumaru dem Mordanschlag seines Onkels mit Hilfe eines Hirsches zu entkommen, der sich vor den Jungen wirft und den Sturz in den Abgrund mit seinem Leib dämpft. Mit Hilfe eines magischen Zaubers wird Kazamuru mit dem Hirsch verbunden und nun Shikanoko genannt.