Ingo Siegner, Der kleine Drache Kokosnuss – Abenteuer bei den alten Griechen
„»Dieser Aristoteles«, sagt Matilda, »war ein großer Gelehrter. Er hat alles Mögliche erforscht, die Dinge, die Natur und die ganze Welt.« Kokosnuss holte den Laserphaser aus der Schublade und sagt: »Wir könnten ihn besuchen!« »Eine Zeitreise ins antike Griechenland!«, sagt Matilda begeistert.“ (S. 8)
Stachelschwein Matilda muss für die Schule einen Aufsatz über den griechischen Philosophen Aristoteles schreiben, was ihr bei der übermäßigen Hitze aber recht schwerfällt. Während sich Fressdrache Oskar so gar nicht für die Antike begeistern kann, findet Kokosnuss die Antike, bei der er an die Römer oder Pyramiden denken muss, überaus spannend. Nach einiger Diskussion beschließen die drei, mit Hilfe ihres Laserphasers eine Zeitreise in das antike Griechenland zu unternehmen.
„Von den Inseln der Karibik bis zu den Bergen Japans, von den Schluchten Schottlands bis zu den Küsten Neuseelands – an jedem Ort und zu jeder Zeit begegnen wir außergewöhnlichen Frauen in den Mythen jeder einzelnen Kultur. Ob Hexe, Kriegerinnen, Göttinnen oder Königinnen – sie hinterlassen ihre Spuren in den Geschichten, die über sie erzählt werden. In diesem Buch findest du eine Auswahl dieser Sagen.“ (S. 5)
„Die Wikinger plünderten sich durch England, Schottland, Wales und Irland, verwüsteten Ortschaften und Klöster und versklavten ihre Bewohner. Sie wüteten in Frankreich und belagerten zweimal Paris. Sie attackierten die goldenen Städte im Süden Spaniens. Ihre Eroberungszüge führten sie bis nach Italien und ins ferne Nordafrika.“ (S. 13 f)
„Weißt du, was ein Basilisk ist? Ich wusste es auch lange nicht, obwohl ich selbst einer bin. Ich erzähle dir, wie ich darauf kam. Und was ich dann alles erlebte! Hast du dich hingesetzt, das wäre nämlich gut, denn die Geschichte, die du jetzt hörst, wird dich umhauen. Wenn du stehst, halte dich irgendwo fest. Mit einer Hand zumindest.“ (S. 5)
„Es war bitter-brrrr-kalt. Neben dem Bauernhof wuchsen schneeweiße Berge in den Himmel und kitzelten die winterlichen Wolken. Es gab Felder und Wälder und … WUUUSCHHHH! Was war das denn? Na, das war natürlich Metti Meerschwein. Schneeballschnell flitzte Metti aus dem Hasenstall. Dann machte sie einen Purzelbaum.“
„In den Legenden meines Volkes heißt es, dass nur eine wahre Braut des Meeresgottes seinem unersättlichen Zorn ein Ende bereiten kann. Wenn vom Ostmeer her die Stürme der anderen Welt aufziehen, Blitze den Himmel zerreißen und Wasser die Küste sprengt, wird eine Braut auserwählt und ihm geschenkt. Oder geopfert, je nachdem, wie groß dein Glaube ist.“ (S. 7)
„Ballett zu erleben, bedeutet, in eine magische Welt einzutauchen, in der Geschichten durch Musik, Bewegung und Tanz erzählt werden. Die vier Geschichten in diesem Buch wurden inspiriert von einigen der beliebtesten Ballettstücke, die jemals aufgeführt worden sind und von denen jedes einzelne das Publikum schon über hundert Jahre lang begeistert hat.“ (S. 8)
„Um meine Mutter ranken sich zahlreiche Legenden. Manchen zufolge hat sie ihren Ehemann, einen großen sterblichen Krieger, hintergangen und ihm das Elixier der Unsterblichkeit gestohlen, um Göttin zu werden. Andere stellen sie als unschuldiges Opfer dar und behaupten, sie habe das Elixier nur getrunken, damit es nicht Räubern in die Hände fällt. Welche Geschichte man auch glaubt, fest steht, dass meine Mutter, Chang’e, unsterblich wurde. Und ich mit ihr.“ (S. 9)
„Jetzt richtete sich die alte Krähe ganz auf. Ihre Aufmerksamkeit war geweckt. Antigone und Ismene! Die kleinen Prinzessinnen! Hier, unter ihrem Nest, war alles, was von König Ödipus´ Familie noch übrig war, von der alten menschlichen Königsfamilie. Prinzessin Antigone als, die sich so rührend um Ödipus gekümmert hatte, den blinden Mann. Den Mann, der früher König gewesen war.“ (S. 19 f)
„Alle Meere der Welt sind miteinander verbunden und bilden ein riesiges, den Planeten umspannendes Weltmeer. Die größten Meere bezeichnet man als Ozeane. In wie viele Ozeane die Menschen das Weltmeer unterteilen, hat sich jedoch im Laufe der Jahrhunderte und je nach Kultur oft geändert. Heutzutage ist die am weitesten verbreitete Einteilung die in fünf Ozeane: den Atlantischen, den Pazifischen, den Indischen, den Arktischen und den Südlichen Ozean.“ (S. 8)