Erzählung

Edmund Mach, Meine abenteuerlichen Schriften

h.schoenauer - 20.09.2009

Buch-CoverWas ist in der Literatur normal? - Das, was Germanisten dafür halten!

Bei Edmund Mach handelt es sich um einen Schriftsteller, der der Art brut zuzurechnen ist, immerhin ist sein Schreibertalent im Haus der Künstler in Gugging entdeckt worden. Edmund Mach schreibt daher als sogenannter "schizophrener Anstaltspatient" völlig ungewöhnlich.

Norbert Lantschner, Wie atmet Liebe

h.schoenauer - 20.09.2009

Buch-CoverObwohl über die Liebe wahrscheinlich so gut wie alles gesagt ist, ist es doch von Buch zu Buch für den Leser aufregend, wie jemand für die aktuelle Gegenwart dieses Thema angeht.

Norbert Lantschner arbeitet international im vernetzten Bereich und so ist es kein Zufall, dass er seine poetischen Texte im ersten Schritt jeglicher Tagesrealität entrückt und das Überregionale, Zeitlose der Liebe anspricht.

Carsten Otte, Goodbye Auto

h.schoenauer - 19.09.2009

Buch-CoverEine adäquate Kultur muss wahrscheinlich irreal wie die Menschheit sein, um als Ausdrucksform dieser Menschheit durchzugehen. So gesehen ist die Auto-Kultur etwas vom Höchsten, was die Menschheit in den letzten fünfzig Jahren hervorgebracht hat.

Carsten Otte erzählt in einem Speed, den nur ein gelernter Fußgänger entwickeln kann, von all den Ungereimtheiten und Skurrilitäten, die sich rund ums Auto abspielen. Sinnigerweise nennt er seine Erzählform "Auto-Biographie".

Cornelia Travnicek, Fütter mich

h.schoenauer - 09.09.2009

Buch-CoverIm Zeitalter der Koch-Shows scheint es für manche Menschen nur noch ein Thema zu geben: Essen in allen Varianten und Kapazitäten.

Cornelia Travnicek setzt in ihren elf Erzählungen die Figuren der Kultur des Essens aus, dabei reichen die Fügungen von der Bitte "Fütter mich" hin bis zum unangenehmen Gefühl des Endstadiums, wenn die Panier des Schnitzel sich unter den künstlichen Zähnen verklemmt.

Arno Heinz, Schwindelfrei im Lichtermeer

h.schoenauer - 08.09.2009

Buch-CoverSo unüberschaubar lustvoll kann die Welt gar nicht sein, als dass nicht die bibliothekarische Ordnung durch das Alphabet eine gewisse Ruhe schaffte.

Schwindelfrei im Lichtermeer handelt vom kreativen Brodeln in dieser Welt. Ein sogenannter Lichtkünstler verschafft sich einen gewissen Überblick über die Künste, indem er sich auf die verschiedenen Kunstgattungen einlässt und ihren Zentren entgegen rast.

Jochen Jung, Das süße Messer

h.schoenauer - 23.08.2009

Buch-CoverMeist sind Verletzungen durch die Liebe spitz, hart und tief gehend. Ab einem gewissen Alter jedoch werden auch die amourösen Verwundungen sanft, dass Messer, das schneidet, wird gar als süß empfunden.

Jochen Jung lässt in dieser Novelle ziemlich abgeklärte Figuren auftreten, die es noch einmal wissen wollen und dann den Tag mit dem edlen Glanz vertrunkener Augen ausklingen lassen.

Wolfgang Schopper, beiläufig unrasiert

h.schoenauer - 29.07.2009

Buch-CoverWas kann man sich unter beiläufig unrasiert vorstellen? Vermutlich ein meist männliches Gesicht, in dem der Gesichtsträger mit irgendeinem scharfen Gegenstand elektrisch oder mit geschäumter Klinge herumgefahren ist.

Dieses chaotische Trimm-Konzept verwendet Wolfgang Schopper, um Erlebnisschnitzel aus seinem Leben, journalistische Highlights, Familienplanung und Familientrennung zu erzählen.

Sepp Schluiferer, Fern von Europa

h.schoenauer - 29.07.2009

Buch-CoverDas ganze Land marschiert durch das Andreas-Hofer-Jubiläums-Jahr, man feiert allerorten die berühmt berüchtigten Geschehnisse vor zweihundert Jahren und vergisst dabei eines:

Vor hundert Jahren, am 26. August 1909 ist unter dem Pseudonym Sepp Schluiferer das Buch Fern von Europa von Carl Techet erschienen.

Péter Nádas, Spurensicherung

h.schoenauer - 27.07.2009

Buch-CoverManchmal läuft die Zeitgeschichte so verrückt ab, dass man sie sich selbst als Zeitgenosse nicht glaubt.

Péter Nádas, zu Zeiten des kommunistischen Regimes verfolgter und verbotener Dichter, sichert in seinem Essayband diverse Spuren, die bereits nach zwanzig Jahren ins Groteske und Absurde eines totalitären Systems führen.

Katja Lange-Müller, Die Letzten

h.schoenauer - 23.07.2009

Buch-CoverManchmal entsteht sogar in der Arbeitswelt der Hauch von Verzückung und Geheimnis. Zumindest für den Leser gibt es nichts Schöneres, als durch das längst ausgestorbene Buchstabenreich einer alten Druckerei zu wandern.

Bei Katja Lange-Müller freilich ist für die Ich-Erzählerin die Druckerei ein ärgerlicher Höhepunkt einer miesen Arbeitswelt. Quasi als Not-Job heuert die Erzählerin in einer Klein-Druckerei an und ist sofort von seltsamen Kollegen umgeben.