Cornelius Hell, Der eiserne Wolf im barocken Labyrinth Erwachendes Vilnius
Die Liebe zu einer Stadt entsteht wie bei jeder Liebe zufällig. Als in den 1980er Jahren der Autor Cornelius Hell eine Stelle als Lektor irgendwo im Ausland sucht, wird ihm eine Stelle in Vilnius angeboten. Seither ist es die Stadt seines Lebens geworden.
Anhand seiner eigenen Begeisterung erzählt Cornelius Hell, was Vilnius alles durchgemacht hat, wie es immer eine faszinierende Stadt geblieben ist und wie es trotz der hohen Selbstmordrate in Litauen als einer der lebendigsten Orte Europas gilt.
Keine Frage, die ukrainische Gegenwartsliteratur ist etwas vom Frechsten, Lustigsten und Genauesten, was es zurzeit zu lesen gibt.
Ein begeisterter Musiker gliedert sein Leben nach musikalischen Höhepunkten und führt allmählich sein eigenes Leben in einen Höhepunkt über.
Damit eine Geschichte funktioniert und uns am Lagerfeuer der Lektüre vom Hocker reißt, braucht es eine gewisse Plausibilität und jede Menge Mythos.
Am Balkon stehen oft die ungewöhnlichsten Pflanzen beisammen. Jede hat ihre eigene Geschichte und blüht in dieser ungewöhnlichen Umgebung ihrem Ende entgegen.
Wahrscheinlich die eleganteste Verhöhnungsformel im Literaturbetrieb nennt sich "Für reife Leser". Darin wird unterschwellig suggeriert, dass ein bestimmtes Buch eigentlich nur von Lesevolltrotteln oder Lesekomikern rezipiert werden kann.
An den Inuit bewundern wir vor allem ihre Sprachgewalt, dass sie für das eine Ding, das wir mehr oder weniger von der Zivilisation eingekokst Schnee nennen, einige Dutzend Begriffe haben. Ähnlich ergeht es vielleicht einem Autor.
Was eine perfekte WG ist, hat ein Wappentier oder sonst ein unverwechselbares Maskottchen.
Wie lässt sich eine Reise am ehesten im permanenten Abfluss der Zeit verankern? - Indem man hintennach eine Art Nachschrift verfasst.