Diane Broeckhoven, Herrn Sylvains verschlungener Weg zum Glück
Ende gut, alles gut. Das Glück kommt, wenn man es erwartet. Umwege sind dazu da, dass sie zum Glück führen. - Tausende Sprichwörter könnte man anführen, um das Wesen dieser romantischen Geschichte zu beschreiben.
Sylvain ist ein Stubenhocker und Mamma-Bubi. Mit seinen sechsunddreißig Jahren erweckt er nicht gerade die schnelle Sympathie bei den Lesern.
Manchmal läuft das Leben ohne Insasse im Körper ab, die Hülle füllt eine sichtbare Rolle aus, aber statt eines Bewusstseins bläst Alltagswind durch das Gewebe des Daseins.
Die besten Geschichten spielen noch allemal beim Friseur, entweder fallen beim Haarschnitt die spannendsten Plots zu Boden, oder im Trash-Magazin, in welchem das Frisur-Opfer blättert, werden die haarsträubendsten Geschichten aufgetischt.
Städte tragen oft nicht nur den Panzer historischer Stadtmauern, die mehr oder weniger sichtbar und touristisch verwertbar um alte Gebäude herum verlaufen, unsichtbar und dramatisch verlaufen auch Gräben und Mauern der Erinnerung um solche Städte.
Erinnerung gleicht manchmal jenem Vorgang, den wir "in die Speichen greifen" nennen, das Rad der Zeit dreht sich unbarmherzig, wer unvorsichtig hineingreift holt sich oft blutige Finger.
Die Stadt Innsbruck gibt die Kulisse für Brigitte Riebes historischen Kriminalroman Die Hexe und der Herzog in dem Mordanschläge, Liebesgeschichten und die berüchtigte Innsbrucker Hexenverfolgungen im Mittelpunkt des Geschehens stehen.
Vorarlberg ist weltberühmt fuzzig seit jenem berühmten Satz eines Schmalspurpolitikers, wonach das Land einfach too small sei. Diese Winzigkeit muss auch Chefinspektor Tone Hagen zur Kenntnis nehmen, denn nicht einmal für einen ordentlichen Fall reicht es im Land.
Was passiert, wenn man aus dem gewöhnlichen Leben so heftig aussteigt, dass man nur noch weiß um sich "sieht"?